Allgemeine Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Allgemeine Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 5 (1896)
- Issue
- 37 (11.9.1896)
- Date
- 1896-09-11
- Page
- Seite 623 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 37. Allgemeine Israelitische Wochenschrift. Seite 623. Nr. 3?, er des Morgenlandes, en des Betrachtenden ^de. Neben ihm j fon, mit über der Ü 8 und behaglich r> e- Er murmelte leise id her. Itiick in der Lade und in sagte er, mit den Sippen i vorn an der Brust, ei ii r, und ich würd' ihn nitfc aus dem weißen Busen lnkelte; ihm war, als c' enter dem anschmiegendei höbe und senkte, und a l Hellem?" fuhr der M. hast recht, es ist ein toiei Aber es könnt' kommen ein ran sie könnt' nehmen und bei sich, wenn ette ihm verwundert in di? llen Ausdruck angenommen b im Zimmer umher, bann zu, das dem des Mädchendenen Vorhang verschleict Hülle an einer Schnur zn hn Hellem, was Tu hW „Jch Hab' es ansertigen lassen nach meiner Angabe, und es hat mich gekostet eine ungeheure Summe, aber es ist ein guter Künstler gewesen," sagte Kaleb. (Fortsetzung folgt.) Hier und dort. , - * Berlin, 6. September. Auf ein dreißigjähriges Bestehen blickte gestern die Neue Synagoge in der Oranienburgerstraße zurück. Am 5. September 1866 wurde sie unter Anwesenheit der obersten Staats- und städtischen Behörden, des Minister-Präsidenten Gras Bismarck, der Minister von der Heydt, Mühler, Eulenburg, des Feldmarschalls Wrangel, des Fürsten Radziwill, des Generals von Waldersee, des Polizei-Präsidenten von Bernuth, des Ober-Bürgermeisters Seydel und anderer hochgestellten Persönlichkeiten cingeweiht. * Berlin, 6. September. (Die Reformgemeinde.) Ein auswärtiges Blatt brachte die Mitteilung, der Antrag der hiesigen jüdischen Reformgemeinde aus Uebernahme ihres gesamten Etats nebst allen Gemeinde-Einrichtungen auf die Hauptgemeinde sei abgelehnt; ein hiesiges Blatt bezeichnet diese Mitteilung als Erfindung. Die Wahrheit liegt, wie so oft, auch hier in der Mitte. Nach unseren Informationen ist über den Antrag noch nicht erschöpfend verhandelt worden, doch kann schoil jetzt die Annahme des Antrages als ausgeschlossen angesehen werden, da inan nicht geneigt ist, sich mit der Reformgemeinde wie sie ist, für ewige Zeiten (das lvird voll der genannten Separatgenieinde gewünscht) zn verschwägern. Nach dem soeben erschienenen Haushalts-Etat betrugen übrigens in diesem Jahre die Eiimahmen der Resormgemeinde Mk. 5-1,808, die Ausgaben Mk. 50,596. Die Unterstützungskasse nahm Mk. 3248 ein und verteilte Mk. 2617. Die (Stiftung für Witwen und Waisen von Beamten :c. nebst Gedächtnisfonds hatte an Legaten, Stiftungen ». s. w. Einnahmen Mk. 7110 unb Ausgaben an Pensionen-Konto Mk. 1000. Eill Apologet der Reformgemeinde bemerkt hierzu gerührt: „Bedenkt man, daß die Mitglieder der Reformgemeinde außer btefeu Summen noch ca. 80,000 Mark Steirern all die Hallptgemeinde bezahlen, (NH. Bor den Wahlen im vorigen Jahre wurde diese Summe -- natürlich nur der Abrllndung wegen mit 100,000 Mk. angegeben! Red.) so wird rnan ihrer großer Opserwilligkeit sicher nur das beste Zeugllis ansstellen können." — Wir wiederholen zlllll 100. Male: die Opferwilligkeit der Handwerker, Hausierer unb anderer „kleineil" Leute, die das Gros der Mitglieder in den andereil Separatgemeinden bilbcu lind den Jahresbeitrag oft sich lind ihrer Familie an dem Mlillde abspareil müssen, ist wohl höher zn stellen. Und doch werdeil diese Genieindcheil meist mit wenigen hundert Mark Subvention abgespeist! □ Königsberg i. Pr., 7. September. Das hiesige litterarischc Bllreait wird die Weiherede, rvclche Herr Rabbiner Dr. Werner aus München bei Gelegenheit der Einweihnilg der neuen Synagoge gehalten hat, aus vielfache Wünsche im Druck erscheinen lassen. Gleichzeitig wird dabei auch das von Herrn Rabbiner Dr. Werner beim Anzünden der „Ewigen Lampe" gesprochene Gebet zum Abdruck gelangen. .A Memel, 4. September. Die Ausweisungen jüdischer Ausländer dauern hier unausgesetzt fort. Unter den zllm „unverzüglichen" Verlassen des preußischen Staatsgebietes Aufgeforderteil befinden sich leider auch Männer, die eine zahlreiche Familie zu versorgen haben und mit dieser auf solche Weise an den Bettelstab gebracht werden. — Die „Freis. Ztg." fragt: Wer steckt denn hinter diesen Ausweisungsbefehlen? Etwa der neue Minister des Innern? oder Graf Wilhelm Bismarck? R. Osterode (Ostpc.), 4. September. (Der Verband der Synagogen-Gemeinden Ostpreußens) hat am 31. August seine 14. ordentliche Generalversammlung hier abgehalten. Abends vorher fand eine vorbereitende Versammlnng des engeren Ausschusses statt, worin die Verhandlungen des folgenden Tages vorbereitet und die Tagesordnung definitiv festgestellt wurde. Vormittags 10 Uhr wurde die zahlreich besuchte Versammlung von dem Verbandsvorsteher Stadtrat Eichelbaum-Jnsterburg eröffnet. Es folgte nunmehr die Wahl des Bureaus, der Verwaltungs- und Kassenbericht seitens des Ausschusses, die Wahl der Kassenrevisoren und Entlastung des Kassierers, dann wurde über eine Ehrirng für den aus seinem Amte geschiedenen Vorsitzenden der Schulinspektion Rabbiner Dr. Bamberger-Königsberg, dessen mit gar vieler Liebe, Verehrung und Anerkennung gedacht worden ist, verhandelt. War er es doch, der die Anregung zur Begründiriig des Verbandes und dadurch das Signal für andere Provinzen in Deutschland gegeben, in gleichen Verbänden sich zu vereinigen. Herr Dr. Bamberger soll eine Dankadresse unb die Ehrenmitgliedschaft des Verbandes erhalten. Nach einer kurzen Frühstückspause erfolgte der ausführliche Bericht ves Rabbiner Dr. Rüls-Memel über die Lehrerkonferenz am 25. Mai in Allenstein; es galt dadurch den folgenden und Hauptgegenstand der Tagesordnung vorznbereiten: „Antrag des freien Vereins jüd. Religionslehrer Ostpreußens, betr. Regelung der Anstcllungsunb Versorgungsverhältnisse der ostpreußischeii Religionslehrer." Es bildete sich eine Kommission aus aiigesehenen Männern aller Stände, Juristen, Mediziner, Kaufteilte und Lehrer, welche die wichtige Angelegenheit in Verbindung mit den übrigen Gemeindeverbänden Deutschlands in die Wege leiten sollen. Der Geschäftsbericht des Verbandsausschusses hat eine ganze Anzahl kleiner mid armer Gemciildell unb spezifisch israelitischer Wohlthätigkeits-- Anstalten, sowie auch eine Anzahl armer Schüler auf dem Laude, ivclche Unterstützungen empsangen, uanihast geinacht. Um 3 Uhr schloß die Hauptversammlung ihre Thätigkeit. Nunmehr begairn das Festniahl, welches von Frauen der hiesigen Gemeinde auf das reichste und beste vorbereitet wordeii rvar, das bis 6'/, Uhr daiierte. Der Toaste wurden viele gehalten und in warmen Worten des Dankes ward der Gemeinde Osterode, ihrer Führer und Leiter, besonders des Vorstandsvorsitzenden Herrn S. Jacoby und aller derer, die sich um den schönen Empfang, der dem Verbände in Osterode geworden, verdierrt gemacht haberl. Ein Festgottesdienst und ein gemütliches Beisammenseiil beschlossen die Arbeiten der Versammlimg. Es ivar ein Tag voll ersprießlicher und eifriger Thätigkeit, verbunden mit den schönsten Genüssen. Beides war von der Gemeinde Osterode aus das Eifrigste und Umsichtigste vorbereitet worden. $ Breslau, 6. September. (Die Kaisertage.) Unter denen, die anläßlich der Kaisertage hier mit Einladungen be-