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Allgemeine Israelitische Wochenschrift · 1896-08-07 · 32 (7.8.1896) · p. Seite 547

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Journal
Allgemeine Israelitische Wochenschrift
Volume
5 (1896)
Issue
32 (7.8.1896)
Date
1896-08-07
Page
Seite 547 (sequence 15)
Language
German
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Nr. 32. Allgemeine Israelitische Wochenschrift. Seite 647. "d'um dchr Sprache „w doch ergeEch Pflicht da 'ebMsch m dm Schulen zi 7 hEchm Mmm j, Uge wären." - Möchte, manchen Religionsschulen i, welchen trotz oberrätlicher ■ wird, die verdiente He eser aus der atstadt Basel auf de cht worden. Tort luiti Fall Hammerstein" k dem Theaterzettel ist i>! handelnde BuhnenfigL öen Verfasser des Cpis ihr angethanen Schim! werden kann durch - or, so dürfe ihr Nm ü - nicht! Gewiß ai Ehre, der sogar unsem Sie weiß sich aber K .r Jüdin macht und alt Verhalten der ihr nck Ter Abgeordnete Pa«! worin er seinen Wählrn em Gemeinderat mitteil; ünes Austrittes vt Zorgänge im Bürgn ugenblicke, als de durch die libniü flstrats-Vize-Tirekic^ schen Juden, in da I die Spitze der x len, im Bürger-Kl«! var nach meiner A mein nicht mehr» mich weder berB iorität eine Spalt»«! ,ch für meine p* it einen Vorgang s crstracks widerspn« nlassung hat^ iin anzugehorew öenieinderats-Ma tS* meliter- •JE?** Bi®8 * . Aller» die 4 - 1. «8 SW"1*- aus keinem anderen Grunde abschlägig beschieden wurden, als weil sie Juden sind, hätten zumindest die gleiche Würdigkeit für sich gehabt. Tröstend für die Zurückgewiesenen mag der Umstand sein, daß unter den gegebenen Verhältnissen das Bürgerrecht von Wien zu besitzen des Begehrenswerten viel eingebüßt hat und daß das neue Heimatgesetz der Willkür des antisemitischen Regimes Schranken setzen wird. — In der Vorhalle des Tempels in der innern Stadt prangt seit einigen Tagen eine schöne Marmortafel mit der Inschrift: „Zur Erinnerung an die 42jährige segensreiche Thätigkeit des ersten Religionslehrers und Predigers Jsak Noah Mannheimer geb. am 17. Oktober 1793 gest. am 18. März 1867 Anläßlich der Säkularseier in Dankbarkeit errichtet vom Vorstande der isr. Knltusgemeinde. 1893. Einige hebräische Verse sind ebenfalls auf dieser Gedenktafel zu lesen. — Unser Stadtrat hat den Antrag der liberalen Gemeinderatsminorität, dem Burgschauspieler Adolf Ritter v. Sonnental, der dem hiesigen Hostheater seit 40 Jahren angehört, eine kommunale Auszeichnung zu verleihen, einstimmig abgelehnt. Ob die Ablehnung erfolgt ist, weil Sonnenthal ein völlig ungetanster Jude ist oder weil zu befürchten war, daß, nachdem der Denunziant Psister einen kommunalen Orden erhalten, Sonnenthal eine Auszeichnung ablehnen würde -- hat Ihr Korrespondent nicht ermitteln können. U. Wien, 2. August. Die jüdisch-theologische Lehranstalt hat ihren (III.) Jahresbericht pro 1895/96 erscheinen lassen, dem wir einige Daten entlehnen: Die Verwaltung der Lehranstalt betreffend, ist die Einsetzung der Wiener Kultusgemeinde als Erbin des nicht unbedeutenden Vermögens des im August vorigen Jahres in Brody verstorbenen Herrn Osias H. Schorr zu erwähnen, welcher verfügte, daß aus den Zinsen dieses Nachlasses Stipendien für Hörer der Lehranstalt zu stiften seien. Außerdem vermachte der Verblichene der Lehranstalt seine reichhaltige Bibliothek. Die Regierung hat auch heuer eine Subvention von 50000 st. erteilt. An Subventionen gingen ferner ein: Von der Kultusgemeinde Wien 4000 st., von dem Kuratorium des mährischen Landesmassafond 1000 st., von der Kultusgemeinde Prag 650 st., von der Repräsentanz der Landesjudenschast des Königreichs Böhmen 630 fl. und von der Kultusgemeinde Lemberg 500 st. Die Baron Hirsch- Stiftung hat auch in diesem Jahre 25 Stipendien ä 100 st. an die gleiche Anzahl galizischer Hörer der Lehranstalt verliehen. Herr Max Ritter von Gutmann hat den vom sel. Herrn Wilhelm Ritter von Gutmann zugesagten Jahresbeitrag von 500 fl. auch für dieses Jahr aufrecht erhalten. Zur Ergänzung des Kuratoriums wurden die Herren Wilhelm Freiherr von Königswarter und Siegmuud Trebitsch in dasselbe gewählt. Der an der Anstalt als Lehrer für die deutsche Sprache bereits wirkende k. k. Gymnasialprofessor und Universitätsdozent Herr Dr. Wilhelm Jerusalem wurde mit dem Unterrichte in der Pädagogik betraut. An Stelle des mit Schluß des Sommersemesters 1895 aus der Anstalt geschiedenen Lehrers Dr. Landau wurde für den Unterricht in der polnischen Sprache Herr Dr. Heinrich Monat berufen. Für Unterstützungen der Hörer wurde auch in diesem Jahre der Betrag von 4000 fl. ins Budget gestellt. Nach dem nunmehr zurückgelegten ersten Trienniuin der Anstalt sind jene ersten ordentlichen Hörer, welche ihre theologischen Studien hier begonnen haben, im Sinne des Organisations-Statuts zum Teutamen zugelassen worden. Die Zahl der in diesem Jahre zum Tentamen Zugelassenen beträgt elf. Das Schuljahr 1896/97 beginnt Sonntag, den 4. Oktober, Ausnahme-Prüfungen sinden an diesem Tage statt, die Vorlesungen beginnen Montag, den 5. Oktober. Dem Jahresberichte geht eine Abhandlung „Onkelos und Akylas" von Lektor M. Friedmann voraus. X Prag, 30. Juli. Die Israeliten Mährens scheinen nicht übel Lust zu haben, dem „Deutschen Schulvereine" wegen dessen Kokettierens mit dem Antisemitismus den Rücken zu kehren. Wir schließen das aus einer Mahnung, die der „Tagesbote" an ihre Adresse zu richten sich bemüffigt sieht, dessen langer Rede kurzer Sinn ist: „Hübsch weiter zahlen, sonst wird der Antisemitismus noch größer." — Die steiermärkischen Deutschnationalen hielten am 23. „Heumond" in Graz eine Wählerversammlung ab, in welcher die Jndenhetze von den Herren Dr. Derschatta und Reichsratsabgeordneten Dr. Hoffmann von Wellenhos förmlich als ein unbestrittenes Recht eines jeden Deutschen erklärt wurde. Jeder gute Deutsche, sagte der erstgenannte, müsse gegen das „überwiegende Judentum" sein, und der letztere theoretisierte, der Kampf gegen das Judentum sei ein Kampf der Abwehr und treffe keineswegs das Religionsbekenntnis der Juden, sondern die Judenherrschaft. Die Einwendungen, daß. wenn einmal diese „Judenherrschast" ihre hilfreiche Hand dem mährischen Deutschtum entzieheu sollte, dasselbe sehr stark zusammenschrumpfen würde, haben die hartköpfigen Steirer nicht gerührt. Sie meinen, daß ihnen der Antisemitismus in der Slovenenhetze durchaus nicht hinderlich sei, und was Mähren betrifft, so gehe sie das nichts an. Und so müssen sich denn die deutschfreundlichen Israeliten schon gefallen lassen, daß sie nach Bedarf als Hilfstruppe oder als Hetzobjekt dienen müssen. Petersburg, 2. August. Zu Ehren des Stadtchefs von Lobrursk, Herrn Stefanowitsch, der demnächst sein Amt als Gouverneur von Tiflis antreten wird, ist in der erstgenannten Stadt ein Abschiedsessen veranstaltet worden. In Erwiderung auf eine im Namen der jüdischen Gemeinde gehaltene Ansprache sprach der Gouverneur die Hoffnung aus, daß seine günstige Ansicht über die Bedeutung der Juden für die ökonomische und soziale Entwicklung Rußlands bald allerseits und allerorten geteilt werden würde. Herr Stefanowitsch ist als Freund der Juden bekannt. Im Jahre 1884 hat er zu ihren Gunsten eine Broschüre drucken lassen, deren Verbreitung jedoch die Zensur untersagt hatte. — Jüdische Auswanderer, die ans den Hirschschen Kolonien in Argentinien wieder znrückkommeu, dürfen nach einer neuen strengen Verfügung der Regierung nicht wieder in Rußland eingelassen werden. r. Petersburg, 2. August. Herr Professor Tr. Mendel ans Berlin ist heute hier angelaugt, wo er zur Konsultation bei einer sehr hochstehenden Persönlichkeit berufen worden ist. Da Herr Professor Mendel Jude ist, sind die Paßschwierigkeiten, denen israelitische Reisende an der Grenze itnfereä Landes ausgesetzt sind, telegraphisch behoben, und gleichzeitig ist auf

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