Allgemeine Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Allgemeine Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 5 (1896)
- Issue
- 20 (15.5.1896)
- Date
- 1896-05-15
- Page
- Seite 353 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 20. Allgemeine Israelitische Wochenschrift. Seite 353 Nr. 20. . 6*,te^ Sie haben l> das Blut, das ist die Ihr Sohn Ihn Mühen, ^alt, ich bin kein Redner, 3 sagen: Weil er aufgehört ivater zu denken und zu rt, Israelit zu sein; er hat s kleinen Schmul zu fühlen, ht vermocht. Leit der t einziger Sohn, in das be ich darüber nachgedacht, )nen die Wahrheit, Herr , wenn unsere Kinder hinter aren gläubig, aber unser .ben gearbeitet, aber unsere aben Geld aufgehäuft, aber ad Blut - Sie hatten ganz ist dieses Kapital für sie? Kinder haben nicht mehr lehr unsere Gebete; ja sie glauben an nichts. Wir bend gearbeitet, und vom edacht, wie wir ein paar den das Geld bereits vor; nur die Hand der Vermehrung aran! Alle, die ) wie ergiebt geworden; wir a erworben; aber mir mehr haben, mir, die Eltern, Erziehung der ilen der Christen, jung folgt-) k ► l > dort. 70. Geburtstages mit einem größeren Geldgeschenk für den Schwesternsonds bedacht. d. Berlin, 10. Mai. Der Verein für jüdische Krankenpflegerinnen zählt jetzt 14 ansgebildete Schwestern und 11 Schülerinnen. Die ersteren sind erfrenlicherweise in der Privatpflege so begehrt, daß den Anforderungen an dieselben nicht genügt werden kann, vielmehr häufig Anfragen unberücksichtigt bleiben müssen. Nachdem die 1. und 11. Etage des Schwesternheims Angnststr. 17 demnächst voll belegt sein werden, wird im Oktober dieses Jahres mit dem Umbau der dritten Etage vorgegangen werden, in welcher Raum für weitere 20 Schwestern vorhanden sein wird. * Berlin, 11. Mai. Ein Verein jüdischer Lehrer in der Provinz Brandenburg wird nun endgiltig begründet. Ein von den Herren Dr. Adler-Berlin und I. Cohn-Küstrin gezeichnetes Zirkular ladet die Lehrer der Provinz ans den 25. d. M. zu einer konstituierenden Versammlung nach hier ein. Die Tagesordnung ist folgende: Konstituierung des Vereins. 2. Beratung eines Entwurfs der Satzungen. 3. Wahl des Vorstandes. 4. Beschlußfassung über den Beitritt des Vereins zu dem Verband jüdischer Lehrervereine. — Wir hoffen, daß keiner der Beteiligten dieser wichtigen Versammlung fern bleiben werde. Am 24. und 25. d. M. finden übrigens in allen Provinzen Preußens, die noch keinen Lehrerverein haben, konstituierende Versammlungen statt, so daß im Laufe dieses Monats die gesamte jüdische Lehrerschaft des Deutschen Reiches organisiert sein wird. U Berlin, 12. Mai. Wir erhalten folgende Zuschrift: In Nummer 17 Ihrer werten Zeitschrift berichten Sie unter der Rubrik „Ans dem Berliner Gemeindeparlament", daß unserem Verein die Subvention von 600 Mark — bewilligt worden wäre „zugleich mit der erneuten Auslage des Rates vom vorigen Jahre, sich mit der Gemeinde Beth Jakob zu verschmelzen." Wir gestatten uns demgegenüber festzustellen, daß uns ein derartiger Rat des Vorstandes im vorigen Jahre oder früher überhaupt nicht erteilt worden ist, sondern daß uns der diesbezügliche Auftrag in diesem Jahre zum ersten Male gegeben wurde. Ueber unsere Stellungnahme zur Verschmelzung haben wir uns erlaubt dem verehrlichen Vorstande Bericht zu erstatten, und möchten Sie nun höslichst bitten, bezüglich der angeblich wiederholten Anslage des Rates eine entsprechende Berichtigung in eine Ihrer nächsten Nummern einzufügen.*) Mit verbindlichstem Danke im voraus. Hochachtungsvoll der Vorstand des Synagogen-Vereins „Beth Zion", L. Holevy Schriftführer. * Königsberg i. Pr., 8. Mai. Zum ersten Male werden die Mitglieder der in unsrer Provinz neugebildeten Vereinigung jüdischer Religionslehrer Ostpreußens zu einer Konferenz zusammentreten, und zwar am 24. und 25. d. M. in Allenstein. Am 24. abends findet die Generalversammlung mit einer Tagesordnung, die weitere Kreise nicht interessiert, statt; am 25. vormittags die eigentliche Konferenz mit der folgenden reich- * Es scheint hier eine Verwechselung mit dem Religionsverein „Beth Jacob" (Fehrbellinerstr.) Vorgelegen zu haben. Red. haltigen Tagesordnung: 1. Begrüßung der Erschienenen. 2. Vortrag: Die methodischen Grundsätze für die Auswahl der Uebersetzuugsstücke aus dem Siddur. (Peritz-Köuigsberg). 3. Referat: Die materielle und soziale Lage der Religionslehrer und Kultusbeamten in Ostpreußen. (Sturmann-Osterode). 4. Vortrag: Die Geschichte des Synagogengesanges in Deutschland. (Birnbaum-Königsberg). 5. Lehrprobe aus dem Peutateuch-Uebersetzen. 2. Buch Mose XVII, 1—7. (Kauter - Ortelsburg). 6. Lehrprobe aus der Einführung in die Liturgie. (Karo- Allenstein). Abends findet ein gemeinschaftliches Festessen im Hotel Kopernikus statt. h. Schwersenz, 8. Mai. Am 1. d. Mts. feierte Herr Kantor Gostynski und seine Gattin die silberne Hochzeit. Die zahlreichen Aufmerksamkeiten, welche dem Jubelpaare aus diesem Anlasse von den Gemeindemitgliedern erwiesen wurden, zeugen von der Beliebtheit, deren sich dieser pflichttreue Beamte, der in unserem Orte erst zwei Jahre wirkt, erfreut. Der Gemeiudevorstand brachte dem Jubelpaare offiziell seine Glückwünsche dar, und überreichte ihm unter einer angemessenen Ansprache ein Paar prachtvolle fiiberne Leuchter. In tief bewegten Worten dankte Herr G. dem Vorstande für die ihm erwiesenen Aufmerksamkeiten, die geeignet sind, Gemeinde und Beamten fester und inniger an einander zu ketten. Die stille Feier verlies in schönster Harmonie. £ Wreschen, 8. Mai. Aus dem israelitischen Friedhofe Hierselbst sind am 2. d. M. 12 Leichensteine umgeworfen und ein Denkmal zertrümmert worden. Es geht doch nichts über praktischen Antisemitismus! X Breslau, 8. Mai. Der Bezirksausschuß beschäftigte sich heute unter Vorsitz des Regierungspräsidenten v. Heydebrand und der Lasa mit einer Klage des Königlichen Bergrats Dr. Pringsheim wider die hiesige Synagogen-Gemeinde wegen Heranziehung zu Gemeinde-Abgaben. Herr Pringsheim, der bisher in Tarnowitz ansässig war, auch für das Jahr 1895 von der dortigen Synagogen-Gemeinde zu den Gemeinde- Abgaben herangezogen worden war, hatte inzwischen (am 10. Juni 1895) seinen Wohnsitz gewechselt und war nach Breslau übergesiedelt. Während dieser Zeit trat er aus der jüdischen Religions-Gesellschaft aus. Hier wurde er von der Synagogen-Gemeinde für das letzte Halbjahr des Jahres 1895 zu den Gemeinde Abgaben herangezogen. Gegen diese Heranziehung protestiert Pringsheim. Der Vertreter der Gemeinde machte geltend, daß der formelle Austritt aus einer Religions- Gesellschaft noch keine bürgerliche Geltung in sich schließe, sondern die Befreiung von den Gemeinde-Abgaben erst dann eintrete, wenn der Austritt vor Gericht erklärt worden sei. Die gerichtliche Austrittserklärung des Klägers sei aber erst im Oktober v. I. erfolgt, mithin sei die Veranlagung für das letzte Halbjahr berechtigt gewesen. Der Bezirks-Ausschuß wies den Kläger kostenpflichtig ab. -A Hannover, 10. Mai. Der Verein jüdischer Lehrer in der Provinz Hannover hält hier am 24. und 25. d. M. seine diesjährige Konferenz in Falks Restaurant ab. Die Tagesordnung weist einige wichtige Punkte aus, so das Referat der Delegierten über den D. I. L. B., einen Bericht vom Lehrer Spanier-Stolzenau über die Arbeiten der in der vorjährigen Versammlung gewählten Lesebuchkommission: Referate über: