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Allgemeine Israelitische Wochenschrift · 1896-05-08 · 19 (8.5.1896) · p. Seite 339

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Journal
Allgemeine Israelitische Wochenschrift
Volume
5 (1896)
Issue
19 (8.5.1896)
Date
1896-05-08
Page
Seite 339 (sequence 15)
Language
German
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Nr. 19. *«* ”«b «*# «»» tfäOO»., „* ber PetersburgMoz. ammen 190549 W.), «ch U b f so erklärten M bereit, die von ihnen Men, die sie 5 fonds yattcn) der Synagoge während des Baues zbank kontrahierte Schuld schenkten Summen waren Nk>l., D. S. Poljakow '0 Rbl. und K A. Margenerösen Offerte ist es hr lastenden Schuld zu me Baron Hirsch die in seinem Testament Anläßlich seines Ausent- Ferdinand auch unseren dem Fürsten sür die Juden des Fürstenerwiderte, er hege, geaus dem Bourbonengeiden und sei mit den >en, weil sie die Geilste erweisen. »Der wird in Bulgarien >in entschloffen, eine mpfen." Der Rabche beim Fürsten. hat unser Herrscher, Baschi, Rabbi Moses Pfund (5000 Mark) antaufe und unter t?pr- Nr. 19. Allgemeiue Israelitische Wochenschrift. Seite 339. ziehende Truppen nur von Zeit zu Zeit spielen — begann an den zwei ersten Abenden des Peßach erst um '/HO Uhr, also viel später als gewöhnlich. Aus allen diesen Momenten geht hervor, welch' eine bedeutende Rolle die Juden in Salonichi, dem drittgrößten Handelsplatz der Türkei, spielen. 8r. New skjork, 16. April. Wie wacker hier unsere modernen Größen für ihre werte Persönlichkeit Reklame machen, beweist die nachfolgende Lobeserhebung, die ein Rabbiner über sich resp. seine Gemeinde schreibt und veröffentlicht. In der „Deborah" des Rabbiner Dr. I. M. Wise ist über den Tempel des nämlichen Dr. Wise zu lesen: „Der Festgottesdienst in unserem „Bene Jeschurnn Tempel", ist der großartigste, feierlichste und erhabenste, das in einem israelitischen Gotteshause, nach der Zerstörung des Tempels in Jerusalem stattgefunden hat. Ter lichtvolle Alhambrapalast mit seinen dreizehn Kugelgewölben, 72 Fuß hoch im Zentrum, seinen schwungvollen Säulen, Bogen, Arabesken, hebräischen (stattden arabischen) Inschriften, in gold, rot und blau, besetzt von 1500 bis 1800 andächtigen Männern und Frauen, ist schon an und für sich ein Lobgesang Gottes ohne Worte, ein Jubellied ohne Text. Die festliche Stimmung, die das ganze verherrlicht, wird bis zur Begeisterung gehoben durch die gewaltigen Orgelklänge und die klassischen Gesänge, die eine wohlgegliederte aufsteigende Reihe von Festesklängen bis zum Ende ohne Störung, wie eine wachsende Flut durch den hohen Tempel rauschen, durch den einfachen, stimmungsvollen und wohltönenven Vortrag der Gebete und die Responsen der Gemeinde, abwechselnd hebräisch und englisch, was die Aufmerksamkeit immer in Anspruch nimmt, und die schwungvollen Festreden von der Kanzel, die in Ton und Inhalt festlich sind, festlich freudig und dem Psalmenworte entsprechend: nnct^:: 'n r\S rcy- Kein Mißton stört die Festesfreude. Das hat die alte Synagoge mit ihren Observanzen und dem dumpfen Mummenschanz nie erreichen können. In allen Tempeln des Landes war es wahrscheinlich ebenso wie im „Bene Jeschurun Tempel" in Cincinnati, und so möge es bleiben in Israel." Schön. Aber ein bischen weniger Reklame möchten wir trotzdem wünschen. * Aus den Gemeinden. Versetzt HH. N. Grünwald vön Langen nach Obergleen. — Levin von Bartenstein nach Neumarkt i. Schl. — Verstorben: Herr Jul. Masur, Hauptlehrer a. D. in Jnowrazlaw, 67 Jahre alt. — Vakanzen: Zippen ow (Westpreußen) Sem. geb. L. K. Sch. Fix. 1000Mk., fr. W., Heiz. u. Nbk. Meld. an M. Mislowitzer. — Gersheim (Pfalz). Sos. unverh. Rl. K. Sch. Fix. Mk. 360, fr. Wohn., Station und nicht unbed. Nbk. Meld. an Jos. Löb. Aus dem Leserkreise. * Kommunalsteuer. Löbliche Redaktion! Zu der Prinzipiensrage, ob jüdische Kultusbeamte kommunale Abgaben zu leisten verpflichtet sind, gestatte ich mir einen neuen Fall zu zitieren. Ich bin von dem hiesigen Magistrat außer zur Zahlung der städtischen Einkommensteuer zur Zahlung von 25 Mark Bürgerrechtssteuer aufgefordert worden. Auf meine hieraus bezügliche Reklamation an Magistrat und Stadtverordnete wurde mir von beiden Seiten ein ablehnender Bescheid zuteil. Die letztere Steuer trifft die jüdischen Kultusbeamten um so empfindlicher und härter, wenn man den häufigen Stellenwechsel, wozu bekanntlich jene verurteilt sind, in Betracht zieht, indem sie nach jedem Stellenwechsel diese Steuer an die neue städtische Kommune von neuem zu zahlen hätten. G. Levy-Kolberg. * „Eine Lücke in der pädagogischen Litteratur". Sehr geehrter Herr Redakteur! In der wissenschaftlichen Beilage Ihrer geschätzten Zeitung erscheint ein Referat des Herrn Traubenberg „Eine Lücke in der jüdischen Unterrichtslitteratur". Da in der letzten Fortsetzung dieses Referats (Seite 27 der Nr. 4) eine Unrichtigkeit enthalten ist, so bitte ich um Aufnahme folgenber Zeilen: Herr Traubenberg erwähnt in seinem Referat das Buch des Herrn Dr. Feilchenfeld „Anleitung zum jüdischen Religionsunterricht". Was der Herr Referent über dieses Buch sagt, muß in jedem, der Herrn Traubenberg nicht kennt, das Buch aber kennen und schätzen gelernt hat, den Eindruck Hervorrufen, als ob dieser das Buch garnicht gelesen hat, ja nicht einmal den genauen Titel dieses Buches kennt. Herr Traubenberg behauptet nämlich, daß das Buch „wie die Titelseite besagt" für „Lehrer und Schüler" geschrieben ist. Aus der Titelseite stehen nun aber die Worte „für Schule und Haus". Der Ausdruck „sür Schule" berechtigt zwar jeden, der nicht einmal die ersten Zeilen der Einleitung gelesen hat, zu dem Schluß, daß das Buch für die Schüler geschrieben ist; aber der Ausdruck „fürs Haus" in der Gegenüberstellung dem Worte „für Schule" kann sich nur auf die Eltern beziehen, ganz abgesehen davon, daß das Buch ausdrücklich in der Einleitung den Eltern empfohlen wird. Die ganze Betrachtung darüber, wie verfehlt es sei, ein und dasselbe Buch Lehrern und Schülern zugleich als Anleitung zu geben, fällt also weg. Ferner sagt der Herr Referent, daß Herr Dr. Feilchenfeld in diesem Buche „auf 80 Seiten Material für alle Zweige der Religion und die ganze lange Schuldauer liefern" will. Es ist geradezu unerklärlich, was Herrn Traubenberg zu dieser Behauptung veranlaßt hat. Wird doch in dem Buche hervorgehoben, daß noch ein zweiter Teil zu diesem Werke fehlt, und ist doch aus demselben zu ersehen, daß es neben seinen methodischen Anweisungen hauptsächlich den Zweck verfolgt, schwierige Stellen der Bibel zu erklären. Es gehört nicht in den Rahmen meiner Mitteilung, über die Bedeutung eines Werkes zu schreiben, dessen Wert von Autoritäten anerkannt ist, und dessen Inhalt fast mit jedem Worte belehrend für den Lehrer und für die Eltern ist. Nur dieses eine sei erwähnt: Nicht immer haben umfangreiche Bücher auch einen umfangreichen Inhalt. Was der Herr Referent an dem Werke tadelt, gereicht ihm gerade zur Ehre: in ihm ist auf kurzem Raume eine Fülle von Gedanken ausgesprochen, die jedem Lehrer, der es ehrlich mit der heiligen Sache meint, eine willkommene Anleitung für den Unterricht sind. Schwerin i/M., 3. Mai 1896. Julius Galliner. * Der Ceutralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens giebt eine Zeitschrift heraus, die sich „Im deutschen f

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