Allgemeine Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Allgemeine Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 5 (1896)
- Issue
- 19 (8.5.1896)
- Date
- 1896-05-08
- Page
- Seite 340 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 340. Allgemeine Israelitische Wochenschrift. Nr. 19. Reich" betitelt. Diese Zeitschrift bringt Berichte über die öffentlichen Versammlungen des genannten Vereins. Die im Mai erschienene Aprilnummer enthält einen solchen Bericht über die Vereinsversammlung vom 26. März, der fast acht Seiten füllt. Diese Ausführlichkeit ist lobenswert. Minder lobenswert ist, daß dabei nicht mit gleichmäßiger Gerechtigkeit verfahren wird. Im vorliegenden Falle sind die Ausführungen des opponierenden Redners, die nach dem im Aufträge der Redaktion dies. Bl. aufgenommenen Stenogramm mehr als den vierten Teil der gesamten Reden des Abends ausmachen, auf sechszehn Zeilen — übrigens unrichtig — wiedergegeben, so daß der Unbeteiligte sich von dem Gange der Verhandlungen ein richtiges Bild überhaupt nicht machen kann. Was würde der Centralverein sagen, wenn ähnliches anderwärts zu seinen Ungunsten geschähe? Dabei finden Berichtigungen, die auf Grund des Preßgesetzes verlangt werden, nur mit der Kürzung Aufnahme, über die der Centralverein bei antisemitischen Blättern sich beschwert. Der Centralverein erweist damit seiner Sache einen schlimmen Dienst. Er hat unzweifelhaft die besten Absichten; doch ist er in Gefahr, seine Ziele völlig zu verfehlen und gänzlich aus Abwege zu geraten, wenn er aus verletzter Eitelkeit wohlmeinenden Vorschlägen sich verschließt, die auf besserer Kenntnis beruhen. Die seitherigen Mißerfolge des Vereins, die ihm übrigens nicht zur Last gerechnet werden sollen, sind doch wohl nicht dazu angethan, ein Unsehlbarkeitsbewußtsein hervorzurufen oder zu begründen. Die Leiter des Vereins müssen Tadel ertragen lernen. Vielleicht thun sie es, wenn sie sich des Jean Paulschen Wortes erinnern: „Wer bescheiden bleibt, nicht beim Lobe, sondern beim Tadel, der ist es." Die Aussätze „Rabbinerprüfung im Elsaß", „Rosegger, der Judenhasser", „Die Kultusumlagen in Elsaß- Lothringen", sowie der Bericht über die Tagung des Rheinischen Rabbiner-Verbandes mußten wegen Raummangls zurückgestellt werden. Red. SfF“ Die Beilage „Jeschurun" erscheint jetzt monatlich zwei Mal je l/3 Bogen stark. Spogop llftlj Zion Brunnenstr. 10. Montag, 18. Mai Predigt; Dienstag, den 19. Mai Predigt und Seelcnfeier. Herr Rabbiner Höxter, IO1/* Uhr. MliiM in allen Steiufortm liefert zu coulanten Bedingungen Max Broniacki, Steinmetzmeister. Berlin N.O., Greifswalder Straße Nr. 221. MograMches Atelier 8, Jerusalemerstr. 8, BERLIN S.W., Ma irrpHpH Fabriku Lagerecht vJljlUllUUj türtu.ruff Tabak., u.Clgaret. i. Dobschiner, Karlftr.42. Firmenschilder A. Berkheim, Dragonerstr. 18. Geldschriinlie-LLLE Neue Schönhauserstr. 14. J/erlag Siegfried CroiM, Berlin.^ Dr. M. Kayserling, Christoph Columbus und der Anteil der Juden an den spanischen u. portugiesischen Entdeckungen. Brosch. 3 M. Cfntrnl-Cnriu dcutschcr Staatsbürger jüdischen Glaubens. Ordentliche Ilrtiiiiiiiiiliniit am Dienstag, den \2. Mai s896, abends S1 /4 Uhr präcife in Ir:äset's Iestsäten, 6.) Neue Friedrichstr. 35. Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Ludwig Rosenthal: „Jehuda Halevi und Walther v. d. Vogelweide." 2. Geschäftliche Mitteilungen. 3. Discussion. Der Vorstand. Gäste, welche durch Mitglieder eingeführt werden, haben Zutritt; weitere Eintrittskarten stehen den Mitgliedern auf dem Bureau, Kronenstr. 22 II, zur Verfügung. Südwestdeutscher Verband israelitischer Lehrer und Kultns-Seamten. Zu der am 84. und 83. Mai d. Is. in Trier stattsind enden Jahres ^erfammtung laden wir hierdurch die geehrten Mitglieder des Vereins, sowie alle, welche sich für jüdisches Schul- und Gememdewesen interessieren, höflichst ein. Versammlungslokal. Beratungssaal im israelitischen Gcmeindehanse. Kegln» der Versammlung: 84. Mai, nachmittags 3 Uhr. Tages-Ordnung: 1. Jahresbericht und Vorstandswahl. 2. Beschlußfassung über Eintritt in den Lehrerbund, eventl. Delegiertenwahl. 3. Welche gesetzliche Schritte sind nötig, resp. welche Grundlagen sind zu schaffen, um dauernde Anstellung und Pensionierung der Lehrer und Versorgung ihrer Hinterbliebenen herbeizuführen? (Eppstein-Hoppstädten) 4. Ausbildung des Lehrers als Kantor. (Nußbaum - Trier und Nußbaum - Wiesbaden.) 5. Freie Besprechungen. Wegen der Wichtigkeit der Beratungsgegenstände sind die Herren Mitglieder dringendst um zahlreiches Erscheinen gebeten und wollen den Unterzeichneten über ihre Beteiligung verständigen. Hoppstädten, Trier, Duisburg, im April 1896. Der Vorstand. F. Eppstein-Hoppstädten, Vorsitzender. Spozoge örtli Zion Brunnenstr. 10. Sonnab., 9. Mai. Schrifterklär. Rabbiner Höxter. Religionsschnle Linien-Straße >62. TED Iteisch- und MnrAwnren-Fobrill H. Selow Sriickeustratze Uo. 6 a Fernspr.-Amt VII, 1721 empfiehlt Prima Fleisch- und Murstrnaren zu soliden Preisen, ff. Aufschnitt. Täglich 2 mal frische Würstchen. Berliner Gewerbe-Ausstellung. Im Israelitischen Heimathause, Gormannstraße Nr. 3, erhalten Damen volle Pension ä Tag 2 72 - Mark, mit der Berechtigung auch in der Ausstellung rituell speisen zu können. Näheres hierüber durch die Direktion. J/erlag Siegfne^Cronbach, Berlin. Koch- und Wirtschaftsbuch für jüdische Hausfrauen. Herausgegeben von Flora Wolff, geb. Pfeffer. Anhang: Belehrung über Wäsche, Damen-Toilette, Gesundheits- Lexikon. Ausgabe A für junge Mädchen 3,50 M. Ausgabe B f. verheirat. Damen 3,50 M. Verantwortlicher Redakteur: A. Levin, Berlin. — Verlag: Siegfried Tronbach, Berlin W. 67. — Druck: Arthur «cholem, Berlin C., Roßstr. 8.