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Jeschurun · 1895-01-18 · 3 (18.1.1895) · p. Seite 39

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1895)
Issue
3 (18.1.1895)
Date
1895-01-18
Page
Seite 39 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 3. Jeschurrrn. Seite 39. judung der zurückgebliebenen Urgermanen (Na na!) noch immer keine beftiedigenden Fortschritte gemacht hast Für die Entmauschelung unserer Sprache und Litteratur (Sehr gut!) ist noch so gut wie nichts geschehen: Wo Su — (Ironische Rufe links: „Woßu?" Heiterkeit.) Ich sage: Wo Sudermann, Halbe, Hartleben (Wiederholte ironische Zwischenrufe: „Hartleben"? Hart heißen die Leute! Heiterkeit.) Ich bitte Sie, mich nicht so oft zu unterbrechen, ich bin sehr erregbar und bei meiner Gesund — (Zuruf: Bei main' Gesund? Heiterkeit.) Ich sage also: Wo solche S chriftsteller mit ihren jüdischen Schamlosigkeiten das geistige Leben beherrschen, da möchte man mit dem großen Frankfurter (Zuruf: „Wer ist Frankfurter?" Große Heiterheit.) Abg. E. v. S. (erregt): Wie heißt — (Stürmische Heiterkeit links. Rufe: „Wie haißt!?") Wie heißt der Jtzig da drüben, der sich fortwährend erfrecht, mich zu unterbrechen? (Abg. Bolle-Berlin (Antisemit): Sehr jut!) Abg. E. v. S. (schreiend): Selbst Jud'! (Der Abgeordnete verläßt die Tribüne und fällt über den Abg. Bolle her. Schallende Unruhe. Der Bieepräsident Freiherr v. Buol wird auf den Zwischenfall aufmerksam gemacht.) Bieepräsident Frecher v. Buol-Berenberg: Ich mache den Redner darauf aufmerksam, daß wir noch nicht in die Spezialdebatte eingetreten sind. (Tosende Heiterkeit.) Abg. Gerber (zur Geschäftsordnung): Ich beantrage kommissionsweise Behandlung des Abg. v. Sonnenschein, und zwar bitte ich, eine Kommission von 21 Mitgliedern einzusetzen. (Der Antrag findet nicht die genügende Unterstützung). Abg. E. v. S. Die Entrüstung des Abg. Gerber wundert mich durchaus nicht. Ich behaupte, daß er mit jüdischem Gelde gekauft ist. Präs. v. Schweinhagen: Ich kann nicht dulden, daß Sie .ein Mitglied des Hauses — Abg. E. v. S.: Herr Präsident, ich habe nur gesagt: „Ich behaupte es; ich habe ja noch gar nichts b e - wiesen! Präs. Das ist etwas anderes. Entschuldigen Sie. Abg. E. v. S.: Bitte. — Ich wende mich jetzt wieder zu den Juden. (Murren und Unruhe). Pardon, ich wollte sagen: Ich gehe nun wieder zu den Juden über. (Lärm). Scheuen wir vor keinem Mittel zurück, meine Herren, auch den letzten Rest von jüdischem Wesen in unserer Nation auszubrennen und auszutilgen. Leider aber sehen wir uns noch lange nicht dem letzten Nest gegenüber! Noch immer wimmelt es in unseren Gerichtsannalen von Betrügereien, Schwindeleien, Unterschlagungen und Hinterziehungen. Woher kommt das, meine Herren, da doch längst der letzte Jude aus Deutschland verschwunden ist? Das kommt von dem jüdischen Geld, meine Herren, das noch immer in unserem geliebten Vaterlande Zugang findet. Es ist von unseren profundesten und unbestechlichsten Gelehrten, wie Rohling, Elias Cohn und Wackerbarth aus das unwiderlealichste bewiesen worden, daß in den jüdischen Münzwerkstätten in Argentinien bei der Herstellung sämtlicher Münzsorten das Blut von Ehristenkindern zur Verwendung kommt, und daß dieser Zusatz dem jüdischen Mammon die dämonische Kraft verleiht. Warum lassen wir überhaupt noch jüdisches Geld unsere Grenzen passieren, da man doch schon im vorigen Jahrhundert, wie ich Ihnen aus einer antisemitischen Zeitung vom Jahre 1892 beweisen kann, die „Judengroschen an ihrem haut gout erkennen" konnte? Möge die Regierung doch gefälligst Grenzwächter mit bewährten und staatlich geprüften Geschmacks- und Geruchsorganen anstellen! Warum, frage ich Sie, unterhalten wir noch immer Handelsbeziehungen zu jenem jüdischen Raubstaat, der bezeichnender Weise und nur durch die Schuld der Juden den Namen Argentinien führt? Warum lassen mir uns mit Fleischextrakt und Konserven von ihnen beschummeln? Ist der Germane gut genug dazu, daß er die Hinterviertel vom Ochsen ißt, die der Jude nicht mag? Lassen wir die Amerikajüden (Heiterkeit) ihren Meistbeschummelungsvertrag mit anderen Ländern abschließen und verbieten wir auf das strengste die Einfuhr aller jüdischen Münz- und Cohnsorten. Präs. v. Schweinhagen: Ich muß doch den Redner bitten, zur Sache zu sprechen. Wir verhandeln noch nicht über den Vertrag mit Argentinien, sondern über die Entjudungsnovelle. Abg. E. v. S.: Herr Jude Schweinhagen, hier wird überhaupt nichts verhandelt. Die jüdisch-spitzsindige Unterscheidung zwischen dem, was zur Sache und nicht zur Sache gehört, überlasse ich getrost der kaltherzigen semitischen Dialektik. Das deutsche Gemüt sträubt sich gegen solche Rabbinerkniffe. Wenn der Präsident sich solche Jüdeleien erlauben darf, ist es höchste Zeit, daß wir seine Rechte beschneiden. Zweiter Vizepräsident v. Plack: Herr Abgeordneter, ich mache Sie darauf aufmerksam, daß Sie selbst soeben unser deutsches Gefühl auf das schwerste verletzt haben, indem Sie von Beschnei düng sprachen. Wenn Sie in dieser jüdischschamlosen Weise fortfahren, entziehe ich Ihnen das Wort, und dann haben Sie gar nichts mehr. Abg. E. v. S. (heftig erschrocken): Ich werde zur Sache sprechen. Meine Herren, es kann uns ja nicht verwunderlich erscheinen, daß wir in der Entjudung unserer Nation noch keine befriedigenden Resultate erzielt haben, wenn wir bedenken, welche Erziehungsmächte bei uns noch immer in maßgebender Weise wirksam sind. Wenn unsere Kinder in der Schule Lehren empfangen wie: „Du sollst nicht stehlen", „Du sollst nicht töten", „Du sollst nicht ehebrechen", so brauche ich nur den Urheber dieser Gesetze zu nennen und sie sind genügend charakterisiert. Meine Herren, der Verfasser dieser famosen Gebote ist ein gewisser Moses Amramsohn (Große Bewegung); der Name sagt genug wohl schon. (Heiterkeit. Sehr gut)! Meine Herren, sollen wir uns von einem Juden Gesetze vorschreiben lassen? (Stürmischer Beifall. Rufe: Nein, Nein)! Wenn sich ein Jude erfrecht, uns das Stehlen zu verbieten, dann thun wir's gerade! (Minutenlanger tosender Beifall). Von einem Juden lasse ich mir noch lange nicht befehlen. Das hat sogar der Fürst Bismarck als selbstverständlich betrachtet, an dessen jüdischer Abkunft doch heutzutage niemand mehr zweifelt. Es ist ja noch einwahres Glück, daß ein so eminenter Gelehrter wie Mar und Moritz Bewer rechtzeitig und mit ausreichender Evidenz die rein germanische Abstammung Jesu nachgewiesen hat; ich hätte sonst, so leid es mir gewesen wäre, auch diese Duldergestalt als eine jüdische bezeichnen müffen. Wer aber hat uns über das Leben und die Lehre Jesu in erster Linie wieder berichtet? Natürlich wieder die Juden, die, wie Sie sehen, schon damals es verstanden haben, die gesamte Litteratur an sich zu reißen. Es wird die höchste Zeit, meine Herren, daß wir ein germanisches Evangelium in einer Serie von Bilderbogen bei Gloeß.)un. in Dresden erscheinen lassen. Meine Herren, es liegt auf der Hand, daß all diesen

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