Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1893
- Issue
- 29 (21.7.1893)
- Date
- 1893-07-21
- Page
- Seite 465 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 29. Seite 465. I e s ch u r u n. *3haben, als es alle grammatischen und syntaktischen Regeln je können. Zum Schlüsse kann ich mit der Mahnung nicht hinter dem Berge halten: man wolle doch nicht jedes frisch gelegte Eilein der Öffentlichkeit zum Kaufe anpreisen, ehe man es nicht durch eigene Brutwärme zum Auskriechen gebracht hat. Wenn die Schule ganz oder teilweise auf die Mithilfe des elterlichen Hauses verzichten zu müssen glaubt, so kann sie ihre Aufgabe nur lösen durch den Geist, der in ihr herrscht, durch Verinnerlichung ihrer erhabenen Lehren mittelst vorgelebten Beispiels, nicht durch rappierende Bravourstückchen. S. Pfeifer-Reckendors. Demnsbote. Israel. Lehrervereia siir das Königr. Sayern. ' Einladung zu der am Dienstag, den 8. August d. I., vorm. 8J/2 Uhr, zu Würzburg in den Zentralsälen stattsindenden XIV. Generalversammlung des israel. Lehrervereins für das Königr. Bayern. Tagesordnung, 1. Berichterstattung des Vorstandes. 2. Geschäftsbericht des Kassierers. 3. Antrag: Ein Verwaltungs- oder auch ein anderes Vereins-Mitglied wolle alljährlich bei der Konferenz einen genauen Rückblick auf die vorjährige Konferenz werfen und gleich׳ zeitig die Namen derjenigen Mitglieder verlesen, die der Versammlung beigewohnt haben. Levi-Riedenburg. 4. Vortrag: Vereinigungen jüdischer Lehrer in Deutschland. Referent: Dingfelder-Gunzenhausen. Dieselben sollen bezwecken: 1. Unterstützung von Lehrerwitwen und -Waisen und dienstunfähigen Lehrern. 2. Hebung der jüdischen Religionsschule. . 3. Hebung des jüdischen Lehrerstandes durch Vetretung seiner Interessen gegenüber der Öffentlichkeit. Thesen: ad 1. a) Die bestehenden Landes- und Provinzialkassen sind in ihrem Bestände zu erhalten. Es ist Ehrenpflicht der Lehrermitglieder, durch eifrige Propaganda ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. b) Es mögen die Lehrer recht zahlreich einer der bestehenden Hilfskassen für Deutschland beitreten, zu welchem Zwecke die Achawa zu empfehlen ist. ad 2. a) Bei den Lehrerversammlungen sollen Hauptsächlich Themata zu Diskussion gestellt werden, aus denen unsere Schule einen Gewinn zu zielen vermag. b) Es muß Einheitlichkeit und Stetigkeit in unsere Arbeiten kommen. ad 3. Der Israelitische Lehrerverein für das Königreich Bayern begrüßt die vom Verein jüdischer Lehrer in Hannover ausgegangene Anregung, alle jüdischen Lehrervereine des Deutschen Reiches zu einem Lehrerbunde zu vereinigen; doch ist die Selbständigkeit der Landes- und Provinzial-Vereine möglichst zu wahren. Bemerkungen. 1. Mit Rücksicht auf die vom 6. bis 10 August d. Js. dahier tagende XII. Hauptversammlung des Bayerischen Volksschullehrerveins wurde unsere Generalversammlung, abweichend von der Mitteilung am Schluffe des diesjährigen Rechenschaftsberichtes, vom 7. August auf den 8. verlegt. 2. In Erwägung, daß durch sehr starken Besuch der XII. Hauptversammlung des Vvlksschullehrervereius wohl sämtliche Logis in hiesiger Stadt belegt werden, wird denjenigen geehrten Mitgliedern, welche unserer Versammlung beizuwohnen gesonnen sind, dringend empfohlen, dies baldigst unfern! Schriftführer Mandelbaum, Kettengasse 14, anzuzeigen, damit derselbe eventuell für Wohnung sorgen kann. 3. Am Vorabende schon anwesende Kollegen werden im Hotel Goldschmidt, Augustinerstraße 6, erfahren, wo sich dieselben zu einer geselligen Zusammenkunft einfinden mögen. 4. Die verehrten HH. Kollegen werden höflichst ersucht, die außerordentlichen HH. Mitglieder zu der Versammlung einzuladen und deren Jahresbeiträge — sofern diese noch ausstehen — freundlichst zu erheben. Einer recht zahlreichen Beteiligung sieht entgegen Würzburg, 7. Juli 1893 Die Vereinsverwaltung. Brief- und Fragekaften. Um die rechtliche Stellung des jüd. Kultusbeamten zur Veranlagung zu Kommunalabgaben zu fixieren, bitte ich die Herren Kollegen und w. Leser des ״Jeschurun", sich darüber äußern zu wollen, ob wir Kultusbeamte, vermöge unserer Stellung zur Volksschule, — an der wir den erforderlichen Religionsunterricht geben — ferner als sogenannte Synagogendiener (resp. Kirchendiener laut Regulativ) nicht von der Kommunalabgabe befreit werden müssen. — Diese Frage erscheint mir, resp. meinem Geldbeutel wichtig genug, um die Ansichten der Leser dieses gesch. Blattes zu erbitten, zumal ich von mehreren Kollegen erfahre, daß sie teils zu Kommuualabgaben herangezogen und teils davon befreit sind. Kahn-Naugard ״Kann einer der Herren Kollegen in diesem Blatte Auskunft erteilen, warum die seit 1 Jahre ausgeschriebene Lehrerstelle in Schweich a. d. Mosel keine Besetzung findet." Lehrer K. in I. W. Zur Berichtigung in dem Aufsatz: Die mosaische Eingottidee. Außer kleinen leicht ersichtl. Fehlern ist zu verbessern: Nr. 25. S. 5953., Z. 19 v. u. Geschichts- und nicht ״Gesichts"-Bewegung. Nr. 27, S. 423a, Z. 30 v. u. ist Ps. 33, V. 5 ausgelassen. Das. erste Anmerk. Rachegott u. nicht ״Rachengott." S. 423b, Z. 1 ob. nach ״meine" fehlt ,/Wege;" Z. 19 v. u. ״d. i." und nicht ״die" S. 424a, Z. 5 v. u. nach ״dem" fehlt: ״Jugend zum"; Sp.b. Z. 25 v. o. Semiten — Kinder unicht ״Semitenkinder." Wochen- ן Juli. 1893. Aw. 5653. Kalender. Freitag . . . 21 8 Sonnabend . . 22 9 □דברי (Chason) Sonntag. . . 23 10 ט" באב נדחה Montag . . . 24 11 Dienstag. . . 25 12 Mittwoch . . 26 13 Donnerstag. . 27 14 Freitag . . . 28 15