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Jeschurun · 1893-04-07 · 14 (7.4.1893) · p. Seite 217

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1893
Issue
14 (7.4.1893)
Date
1893-04-07
Page
Seite 217 (sequence 9)
Language
German
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Seite 217 Nr. 14, I e s ch u r u n. Thora, wir haben die ewige Jugend, wir haben das Wort unseres Gottes, das uns mit immer neuer Kraft umgürtet, wir haben die trostreiche Verheißung des Propheten: „Nicht wird dir fürder sein die Sonne zum Lichte des Tages und oer Mond dir nicht leuchten in der Nacht, sondern Adonaj wird dir sein zum ewigen Lichte und dein Gott dir zum Ruhme für und für. Drei Lehrbücher für die israelit. Volksschule. Angezeigt von T. Spät;. 2. Die Fibel. Die württembergische Fibel ist von Straßburger für israelit. Schulen zubereitet worden. Württemberg hat ja bekanntermaßen die besten Volksschulen und das hat es nicht zuletzt seinen trefflichen Lehrbüchern zu verdanken. Bei uns kennt man nicht die Künsteleien und Spielereien der Normalwörtermethode. Der reine und mechanische Schreibleseunterricht bringt die Kinder sehr schnell und leicht zu fließendem Lesen, hält sie zur passenden Selbstthätigkeit an und ec fielt dadurch eine frühe Schreibgewandtheit und orthographische Sicherheit. Möglich bald treten inhaltsvolle Wörter und Sätze und dann Abschnittchen an die Stelle einfacher Silben und geben dadurch dem Geiste seine Nahrung. Ausgezeichnete Lesestückchen aus des Kindes Interessensphäre führen es ein in die Reiche der Natur, in des Lebens Realität. Lebenswahrheiten und Sittenlehre bieten kleine Erzählungen. Auch jüdisches Wesen und jüdische Sitte treten uns in ihrer ganzen Anmut schon in diesem Büchlein entgegen. Ein großer Abschnitt ist sodann auch der Sprachlehre: Wortbildung, Wortunterscheidung re. re. eingeräumt (20 S.). Die lateinische Druckschrift wird dann zur Einübung gebracht. Verschiedene Lesestücke mit lateinischer Druckschrift verschaffen dem Kinde die nötige Übung. Die hebräische Lesefibel, die beigegeben ist. ist etwas kurz weggekommen, auch ist ihr Druck etwas klein. Doch es ist anerkennenswerter Vorteil, daß der Fibel zugleich eine hebr. Lesefibel beigegeben ist. Das 1. Lesebuch (für Mittelklassen) ist ebenfalls eine Bearbeitung des württemb. 1. Lesebuchs für evangelische Schulen, bearbeitet für israelitische Schulen von Straßburger. Der Lesestoff ist den Naturreichen, der Geschichte (Biographieen), der Geographie und dem Leben entnommen. Auch jüdische Geschichte und jüdisches 'Leben sind berücksichtigt. Die Stücke passen ihrer Einfachheit und Nüchternheit wegen ganz gut für Kinder von 8—10 Jahren. Druck und Einband von Fibel und Lesebuch sind vortrefflich. Die Fibel (126 Seiten, samt 24 Seiten hebr. Lesebibel) kostet 90 Pfg.; das Lesebuch (176 Seiten) kostet 1 Mark. Das 1. Lesebuch ist in allererster Linie mit Freuden zu begrüßen und zu empfehlen; denn an einem trefflichen Lesebuche für die Mittelstufe der israel. Schulen war bisher Mangel. Also wandert hinaus ins weite deutsche Reich, ihr meine drei treuen Freunde, erzählt all' überall von Schwabens sonnigen Gefilden und grüßt mir die Kollegen von nah und fern! * Die oben beschriebene württemb. Fibel (Bearbeitung für isr. Schulen von B. Straßburger) ist auch deshalb zu ' empfehlen, weil zu ihr eine äußerst praktische, von Meisterhand verfaßte und trefflich neu bearbeitete Einleitungs¬ und Vorbereitungsschrift vorhanden ist. Die „Anleitung zur methodischen Behandlung der Fibel" (herausgegeben von Seminarlehrer Schönmann — Eßlingen, neu bearbeitet von Th. Himmelein, Seminarlehrer in Eßlingen, 3. Aust. Verlag von Adolf Lung-Eßlingen 322 Seiten) j ist in vielen Fachblättern mit Freuden begrüßt und äußerst i lobend beurteilt worden. Sie ist ein Schatzkästlein für den angehenden Lehrer; aber auch der geübtere Kollege wird jederzeit in ihr treffenden Rat ftuöcn für das schwere und wichtige Geschäft des ersten Jugendunterrichts, für die Behandlung des elementaren Sprech- und Sprach-, Schreib-, Lese- und Anschauungs- (Sach-) Unterrichts. Die „Anleitung ' schließt sich in ihrer Stoffeinteilung und Auswahl allerdings an die obenbeschr. wttb. Fiebel an und behandelt vor allem „lehrgroßartig" diese nach jeder Richtung; sie kann jedoch auch von Lehrern, welche obenbezeichnete Fibel nicht in ihren resp. Schulen eingeführt haben zu Nutz und Frommen ihrer Schule studiert und den Verhältnissen entsprechend zur Vorbereitung auf jede Schulstunde benutzt werden. Eine kurze Darstellung ihres reichen Inhalts wird das beweisen. Einleitung: 1. Aufgabe des elementarischen Spachunterrichts im allgemeinen. 2. Die Anschauung und Sprechübungen 3. Das Zergliedern der Wörter und Sätze. 4. Das Zusammensetzen der Laute, Kopflautieren. 5. Die Schreibübungen. 1. Abteilung. Die Schreibschrift. Der Schreiblese-Unterricht. (Fibel S. 1—16) 1. Die Vorübungen und der Verkehr mit den Kindern in den erster Schultagen. 2. Die Einübung der Buchstaben in 54 Übungen. 1!. Abteilung. Die deutsche Druckschrift. (Fibel S. 17—54) 1. Über den getrennten Lese- und Schreibunterricht. 2 Die Aufgabe des Lehrunterrichts überhaupt. 3. Die Einübung der Druckschrift: a. die einzelnen Buchstaben der kleinen Druckschrift, b. Verwendung der kleinen Druckschrift zu ein- und zweisilbigen Wörtchen mit einfachem und verdoppeltem Aus- und Anlaut, o. Die großen Druckbuchstaben. III. Abteilung. Wortbildung. (Fibel S. 55—70) 1. Wörter mit Nachsilben. 2 Wörter mit Vorsilben, 3. zusammengesetzte Wörter, 4. dreisilbige Wörter. IV. Abteilung. Lateinische Druckschrift. (Fibel S. 71—78 V. Lesestücke für den Anschauungs- und Sprachunterricht. (Fibel S. 79-124) VI. Der Anschauungsunterricht. (Stellung, Aufgabe, Auswahl und Anordnung rc. rc.) 1. Das Lesen. 3. Die Rechtschreibung mit Lehrgang. 4. Die Aufschreibübungen. 5. Die Lesestücke im einzelnen — (behandelt für Anschauung und Sprechunterricht) a. die Schule, b. der Garten, c. die Wiese, cl. der Wald, e. das Feld, f. Luft und Himmel, g. Wasser, h. Haus, i. Haus-

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