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Jeschurun · 1892-10-13 · 3 (13.10.1892) · p. Seite 45

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1892
Issue
3 (13.10.1892)
Date
1892-10-13
Page
Seite 45 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 3. Seite 45. Und im kühlen Felsenschoße Halten noch die Engel Wacht. „Sagt, für wen habt Ihr", fragt Mose „Diese frische Gruft gemacht?" „Diese Gruft," antworten jene, „Gott uns auszuhau'n gebot, Will in dieser Felsenhöhle Bergen ewig ein Kleinod." Ahnungslos finkt Mose nieder — Und ein Engel aus dem Kreis Fächelt Paradiesesdüfte, Und entschlummert ist der Greis. Ja, es schlummert dort nur Mose; Herz und Geist sind wach noch heut, Denn sie leben in der Lehre — Leben fort für ew'ge Zeit. Kritische Wtter. jüdische Gedenktage. Wochen- Oct. 1892. Tischri 1 5653. Kalender. Donnerstag. . 13 22 i | Schemini Azeret. Freitag . 15 1 23 1 Simchath Thora. Sonnabend . . 16 i 24 Bereschith (Neumondweihe.) Sonntag. . . 17 25 Montag . . . 18 | 26! Dienstag. . . 19 | 27 I Mittwoch . . 20 j 28 Donnerstag. . 21 | 29 Ereb Rosch Chodesch. 21. Tischri. 25. Dischri. * Gedenkblätter. Hervorragende jüd. Persönlichkeiten des 19. Jahrh. Von Dr. M. Kayserling: Leipzig Th. Grieben's Verlag (L. Ferman). — „Ob die charakterisierten Männer alle das Prädikat hervorragend verdienen, und ob nicht andere ansgelassen wurden, für welche ein pietätvolles Gedenken mit gleichem Rechte gefordert werden kann — darüber wolle man mit mir nicht rechten", bemerkt der Verf. im Vorwort. Wir wollen daher nur die Unparteilichkeit', mit der der Autor die biographischen Notizen giebt, gebührend hervorheben; Sams. Raph. Hirsch und Samuel Hold he im erfahren eine gleich objektive, von jeglicher Polemik weit entfernte Charakterisierung, bei der nach dem Grundsatz: „De mortuis nil nisi bene“ verfahren wird. Das ansprechend ansgestattete Büchlein wird jedem Freunde jüd. Geschichte ein willkommener Führer sein, es sei darum hierdurch aufs beste empfohlen. Bei der Redaktion eingetroffen: 1. L.A.Rosenthal: „ÜberdenZnsammenhangderMischna." HeftI und II. Straßburg, K. I. Trübner. 2. D. Leimdörfer: „Der Pred. Salomonis in historischer Beleuchtung." 2. Ausl. Hmbrg, G. Fritsche. 3. I. Guttmann: „Das Verhältnis des Thomas von Aguino zum Judentum", Göttingen. 4 a. Th. Krön er: „Gebet- und Religionsbuch für die reifere Jugend" und , 4d. desselben: „Übersetznngsbuch zu den Gebeten der Mittelstufe." Hannover-Linden, Carl Manz. 5. Rossi: „Schiddach und Schidduchim " Hmbrg., G. Fritsche. j 6. C. Seligmann: „Die Verteidigungsrede der Religion rc. j (2 Pred.) Ebenda j 7. I. Rülf: „Die russischen Juden." Memel, Selbstverlag.! 8. Ad. Kurrein: „Lichtstrahlen aus den Reden Jellineks." Wien Bermanu u. Altmann. 9—18. Hebr. Schriften historischen und polemischen Inhalts aus dem Verlage von Faust, Krakau. 19. M. Kayserling: „Gedenkblätter." Leipzig, Th. Grieben. 20. Vallace: „Ben Hur." Sttgrt., Deutsche Verlags-Anstalt. 21. L. Philippson: „Gesammelte Schriften." Liefer. 11—20. Breslau, Schles. Kunst- und Verlags-Anstalt. 22—23. I. Herzberg: „Ez cliajjim.“ Lesefibel, und „Jüdischdeutsche Kurrentschrift." Bromb., Selbstverlag. 27 1806 (6. Okt.) Erlaß des Aufrufes an die Juden Frankreichs für das Zusammentreten eines Synhedrions. 1839 starb R. Moses (Sopher) Schreiber Oberrabb. in Preßbnrg, ein Heros talmud. Gelehrsamkeit, „von rigoroser Frömmigkeit — wie Kayserling in seinem „Gedenkblatt" schreibr — voll glühenden Eifers und kein Freund von profanem Wissen. Er unterhielt stets mehrere hundert Schüler. Seine in 6 Bänden gesammelten Rechtsentscheidungen (Chah am Sopher) genießen autoritatives Ansehen. Von seinen Schülern, darunter über 1000 Rabb., wird er wie ein Heiliger verehrt." 1866 starb der um die Gleichstellung der Juden in Württemberg wohlverdiente I. H eß. — 1877 Eröffnung der Landesrabb.-Schule in Budapest. Dereinskote. Ein deutsch-israelitischer Lehrerbund. Von Hermann Becker. (Schluß.) 111. Aufgabe: Die Organisation der öffentlichen jüdischen Volksschule, soweit die jüdische Religion eine besondere Abweichung von den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen notwendig macht, oder von diesen Bestimmungen nicht besonders berücksichtigt worden ist. Dazu gehört: 1. Der jüdische Religionsunterricht nach Ziel, Umfang, Methode, sowie die Auswahl der geeignetsten Lehrbücher für dieselben. 2. Die Auswahl bezw. Abänderung oder Neuabfassung eines deutschen Lesebuches, welches auch die jüdische Religion, Geschichte und Litteratur berücksichtigt. 3. Einheitliche Ferien für jüdische Volksschulen, welche — möglichst im Anschlüsse an die Ferien der christlichen Volksschulen — die jüdischen Fest- Halbfest- und Fasttage, berücksichtigt. 4. Auswahl und Besprechung von Jugendschriften, welche sich zur Gründung von jüdischen Schülerbibliotheken eignen. — 1Y. Bufg abe: Die Stellung des jüdischen Volksschullehrers zur Synagogen-Gemeinde. Hierbei ist folgendes anzustreben: 1. Die Befreiung des jüdischen Volksschullehrers von kirchlichen Nebenämtern, wie Kantor-, Schächter- und Kultusbeamten- Dienst; nur das Amt eines Predigers, nicht das Rabbiner- Amt soll der Lehrer, auf Wunsch der Gemeinde, bekleiden dürfen, weil ihn dieses Amt allein ziemlich unabhängig von Gemeindeparteiungen macht und dem Schuldienste nicht entzieht. 2. Kleinere Gemeinden sollen durch Wanderlehrer oder durch Errichtung von Bezirksschulen versorgt werden. — Y. Aufgabe: Die sittliche Hebung, sowie die religiöse und sachliche Fortbildung der jüdischen Vvlksschullehrer. Dieses geschieht: 1. Durch die Lehrer-

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