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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1905-01-01 · No. 17. (1905) · p. Seite 66

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
29 (1905)
Issue
No. 17. (1905)
Date
1905-01-01
Page
Seite 66 (sequence 2)
Language
German
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66 was an Pflanzenaufzählungen in Maasseroth vor handen ist, also die zerstreuten Stücke 45 ß6 58. Als zweites größeres Stück haben wir 35-10 erkannt (das Verhältnis der häuslichen Oertlichkeiten zur Maasserpflicht, das uns Voraussetzung zu Abschnitt 21-3 und 31 zu sein schien.) Kauf und Verkauf hat an zusammenhängenden Reihen 255) ,4 י53 ,6 י Feldkauf) hervorgerufen. Arbeitersätze sind 27. s 31(1-3. Von der Zubereitung und dem Genüsse handeln 41-5 oc und 56. Die beiden Regeln am Anfänge werden, wie wir zunächst annehmen wollen, zu der Auf- Zahlung der Arten am Anfang gehören. Schwer unterzubringende Einzelsätze sind 24, was wir nach Therumoth gewünscht hätten; 34 (Fund von Früchten, an BM erinnernd und dort 21 gebracht); endlich 57 die Ameisenlöcher mit ihrem Inhalte. Dies Ergebnis halten wir als Frucht des ersten flüchtigen Einblicks fest; diese Reihen werden sowrohl bei der Untersuchung des Aufbaus, wie auch bei der Quellenscheidung uns von größtem Nutzen sein. Es wäre dem Ordner sehr leicht gewesen, einen uns genehmen Zusammenhang mit entsprechenden Versetzungen der hier vorhandenen Bestandteile in den Stoff von Maasseroth hineinzubringen. Lasse man den ersten Abschnitt vorne stehen, wo die maasserpflichtigen Arten nebst dem Zeitpunkt der Verpflichtung Vorkommen und ziehe man, um alles zusammen zu haben, 45 t3 und 58 hierher; ebenso 24, das einen Ausnahmefall behandelt. An die zweite Stelle setze man die verpflichtenden Räume 35-10, und man hat die Voraussetzungen zusammen: Arten, Zeit und Raum der Maasserpflicht. (Hierher auch 34). Dann führte uns der Ordner durch das Land (23), durch die Straße (2!, 2), durch den Hof 3!, um die soeben gegebenen Voraussetzungen zu benutzen. Darauf die Arbeitersätze; der Vertrag (27, 33); Einzelbedingungen (27. 8); Arbeiter auf dem Felde (32). Sodann Benutzung der Früchte mit Bezug auf die Zehntenpflicht (41-5 a, 57). Kauf und Verkauf in gleicher Beziehung (25-6, 53-5). Versuche man es, dem Traktat diese Ordnung zu geben, und man wird sich überzeugen, daß sich dann alles gut aneinanderreiht. Der Ordner muß das ebenso gemerkt haben, wie wir. Wenn er es doch anders gemacht hat, so muß eine große Notwendigkeit ihn dazu gezwungen haben, dem Ganzen eine so wenig klare Gestalt zu geben oder zu belassen. Künstliche Verbindungen und Ueberbrückungen könnte man ja versuchen. Sie würden dem Scharfsinn des Forschers alle Ehre machen, aber der Ordner der Mischna würde sich über all die schönen ihm untergelegten Grundsätze sehr wundern. Wo sich der Zusammenhang nicht im ersten Augenblicke uns in allgemeinen Zügen zeigt, da müssen wir halachische Grundsätze im Hintergründe wittern und außerdem annehmen, daß die Eigenart der aneinandergereihten Stücke eine Trennung der Bestandteile unmöglich machte. Wer die Außenseite der Mischna außer Acht läßt, kann keine Quellen entdecken, weil ihm die kleinen Merkzeichen derselben fehlen; wer das Innere nicht beachtet, dem wird die gedankliche Verbindung des Ganzen ein Rätsel sein. Versuche man es, die Tatsache, daß der Zusammenhang äußerlich schwierig ist, aus der Welt zu schaffen! Versuche man es, diese Betrachtungsweise, weil sie vor uns nicht auf das rabbinische Schrifttum angewandt worden, als unberechtigt zu betrachten — es wird schwer gelingen! Ein Blick fort von der äußeren Gestalt wird uns auf einen Grundsatz führen, der das Ganze blitzartig erhellt. Welcher halachische Grundsatz mag das sein? (Fortsetzung folgt.) Neues über Aboth. Dr. E. Baneth: Der Mischnatraktat Aboth mit Maimunis arabischem Kommentar. Im 23. Bericht über die Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums in Berlin. 1905. IV und 50 S. (Berieht 22 S.). Kaim Pollak, einerit. Kommunallehrer in Budapest. אבות ררבי נחן System der Ethik und Moral. Zum erstenmale übersetzt und mit Anmerkungen versehen. 143 S. Frankfurt a. M. Kauffmann. 3 Mk. Minchath Schabbath von Oaro. (Fortsetzung.) In der Werkstätte eines alten Quellensuchers. Das Buch ״Minchath Schabbath״ ist nicht neu; zum mindesten nicht der Abfassung nach. Es ist 1847 bei Monasch in Krotoschin erschienen. Heimann Caro, der Verfasser, war damals Rabbiner in Pinne. Wir haben hier Aboth hebräisch und deutsch, mit hebräischer Erklärung und einem Auszug derselben in deutscher Sprache. Wenn ich dies alte Buch unter ״Neues über Aboth“ behandle, so liegt das an seinem jugendfrischen und gewiß Manchem unbekannten Inhalt. Ich fand das Buch s. Z. im Schemothkasten in Rogasen, wo ich öfter lohnende Aus־ grabungsversuche machte. Er gehört für mich also trotz Schechter, Cowley, Neubauer und Margoliouth zu den Genisa- Schriften. Jahrelang lag es bei mir unberührt, bis ich einmal zufällig einen Blick hineintat und durch die Eigenart der Behandlung gefesselt wurde. Ich hatte also Unrecht daran getan, hier das billige Magidaus der 30er und 40er Jahre zu vermuten Je weiter ich las, desto mehr wurde ich gefesselt. Wie kam der damalige alte Rabbiner nur zu solchen Fragen, zu solchen Darstellungen des inneren und äußeren Lebens? Da ging ich endlich an die Vorrede heran, und das Rätsel löste sich mit einem Schlage: Der Mann hatte sich eingehend, bevor nur Frankel, Levy, Hoffmann, Blau, Schwarz, Klüger und meine Wenigkeit daran gedacht hatten, mit der Frage dos Aufbaus und Zusammenhangs beschäftigt, so sonderbar uns dies erscheinen mag. Er gesteht uns, daß ihm der Traktat Aboth trotz aller früheren Erklärungen ein verschlossenes Buch war, so rätselhaft, daß er am liebsten von vornherein von einer Arbeit darüber Abstand genommen hätte. Er erkennt das bekannte Buch מררש שמואל als gutes Sammelwerk an. Wessely’s יין לבנון lag ihm auch vor; eine geistvolle Arbeit — aber sie bringt keine Antwort auf seine Fragen. Es kommt ihm merkwürdig vor, daß all’ die Erklärungen, wie verschiedenartig auch immer, im Augenblicke wahr zu sein scheinen. Wessely verbindet die Mischnas, um einen Zusammenhang # e - *

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