Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- Israelitische Wochenschrift
- Issue
- 8 (20.2.1903)
- Date
- 1903-02-20
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Israelitische Wochenschrift. Posen, 16. Februar. (AmtsjubiläUm.) Am 12. Februar feierte Herr Max Kaufmann sein 25jähriges Amtsjubiläum als Lehrer an der Religions- und Talmudthoraschule verbunden mit der silbernen Hochzeit. Zahlreiche Verehrer und Freunde des Jubilars sprachen bei Ueberreichung wertvoller Geschenke ihre herzlichen Glückwünsche aus. Herr Oberrabbiner Dr. Feilchenfeld, sowie der Gemeindevorstand händigten Herrn Kaufmann außer einem Geldgeschenk ein besonderes Schreiben ein, in dem ihm ehrende Anerkennung und hohes Lob. 'für seine Thätigkeit gezollt wurde. Von früheren hiesigen und auswärtigen Schülern und Schülerinnen kamen zahlreiche Glückwünsche; ein Beweis, welcher Beliebtheit und Wertschätzung sich der Jubilar erfreut. Der Abend versammelte eine Anzahl Freunde und Verwandte zu einem solennen Souper. Der Senior der hiesigen israelitischen Lehrerschaft, Herr Hamburger, nahm hier Gelegenheit, den Jubilar in von Herzen kommenden Worten zu feiern. Wir wünschen dem Jubelpaar, daß es ihm vergönnt sein möge, auch die goldene Hochzeit in ungeschwächter Geistes- und Körperfrische begehen zu können. Wien, 18. Februar. (Jüdische Künstler.) Alljährlich findet hier eine Ausstellung von Werken der jüdischen Ki^stler statt, die aus der Baron Albert von Rothschild'schen Stktung von 100 000 Gulden Preise bekommen haben. Die Maler I. C. Pollack, Herm. Fuchs, Jaques Sternfeld und Frl. Mda Kotany, die Bildhauer Geza Salzmann, Hadel und A. Löimnthal haben in diesem Jahr die Preise erhalten. Die Ausstiüung der prämiierten Werke wird sehr zahlreich besucht um > die Kritik hat sich auf das günstigste über die Leistungen der jüdischen Künstler ausgesprochen. Zu der Jury gehören die Maler Horowitz, Professor Pochwalski, I. Kaufmann md David Kohn und die Bildhauer Zumbusch, Kündtmann yd Alfred Straffer. \ St. Petersburg, 15. Februar. (Baron Horace Günzbur.) Am letzten Sonntag hat Baron Horace von Günzburg unr großen Ehrungen und unter der Teilnahme der ganzen russisch, Judenheit den siebzigsten Geburtstag gefeiert. Als ersy Gratulant war in der Wohnung des Jubilars der Finan' minister Witte erschienen, der ihm im Auftrag des Zaren d Insignien des Annenordens erster Klaffe überreichte. Dan kam eine Abordnung der Petersburger Börse und danach bega Baron Günzburg sich mit seiner Familie nach dem Konservatorium in dessen großer Halle der Empfang der zahlreichen Deputationen und die Verlesung der Adressen stattfand. Die erste Adresse! die Herr Warschawsky vorlas, kam vom Komitee des Vereins zur Verbreitung von Bildung unter den Juden Rußlands, dannfolgten die übrigen, deren Verlesung mehrere Stunden Anspruch nahm. 55 Deputationen waren mit den Glückwünschen von Wohlfahrtsvereinen und jüdischen Gemeinden beauftragt, unter ihnen die Städte Riga, Kiew, Kowno, Wilna, Krementschug, Libau, Dwinsk, Kursk, Samara, Irkutsk und Helsingfors. Zu den Deputierten der Vereine gehörten die vornehmsten Männer ad Frauen des Landes, Minister, Generale, Kammerherren Kren Damen, zu den Gratulanten alle Notabilitätew Iburgs. Baron Horace Günzburg hat, wie selten ein! alle die ihm erwiesenen Ehrungen in vollem Umfang Es giebt keine jüdische und nür wenig andere hrtsinstitute, denen er nicht jederzeit ein williger Helfer Er hat einmal dem Rabbiner von Petersburg per geäußert, er wünsche für jede jüdische Wohlsahrts-!in Rußland 25 pCt. des jährlichen Bedarfs beizusteuern. Ihn und seine Familie hätte ein großer Teil der jüdischen ffe nicht begründet und nicht weiter geführt werden können. Horace ist heute noch ein frommer Jude und hat auch seine Kinder im strengsten Judentum erzi^ Söhne haben während ihrer Schulzeit uni Universität den Sabbat beobachtet. Zur siebzigsten Geburtstag sollen hier versch' Institute gegründet werden, unter arxbereL^ seminar, dessen die russischen Juden sMn^ bedürfen und das bisher aus Mangel an hat errichtet werden können. Personalnachrichten und kleine Mitteilu-^ Centralkomitö der Alliance Jsraölite hat für den 29.* eine tn Paris stattzufindende Generalversammlung , Mitglieder ausgeschrieben. — Die Chewra Kadischa , nover hat das 140jährige Bestehen der Vereinigung Banket gefeiert. Vakanzen. Strehlen i. Schl. Geprüfter Lehrer, K. \ 1800 M. Geh. Meld. an Herrn Proskauer — Dirschau isl und Sch , 1200 M Geh., 300 M. Nebeneink. Meld. an VorsI Posen. Sch., 2600 M. Anfangsgeh. Meld. an Vorst. 1 untz Gebrannte Kaffe In Pr eislagen von IM. l.20,1.40,1.50, l.6(j Allen Freunden eines guten Getränkes |\70,1.80,1.90,2.00] ^Vorzügliche Marke ■ Verantwortlich für den redaktionell^ für den Inseratenteil: MarScho^ M. Mi H. Meyen& Co,/ Silberwaranl Berlirk^fchMtianilf. 10^ Ferlsprechei: Amt 4, 805. * l.euchter für Öel u. Waohastook, j / sowie sÄmtliohe i\ thorSd. Müs-Gegenstände )\ _»Ir H.na. „,,7sumg0EenteagL_J / I Israelitische Heilii. Pflegeanstalt f. NerveniGemätskraVike zu Sayn bei Coblenz aml&b.exnl Bestand seit 1869. Gesonderte Abteilungen für 160 KMke. P erbautes separates Kurhaus für Nervenkranke u. ErhüUüMheidürftige, auch in Gesellschaft v. Angehörigen. Prospekte loj Die ärztliche Direktion: Die Vecwaltungs-DiH San.-R. Dr. Behrendt, B. Jacobj | Dr. Rosenthal. Druck und Verlag von Arthur Echtem, Berlin C., Roßstraße 3. ii