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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1901-12-27 · 52 (27.12.1901) · p. Seite 823

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
Israelitische Wochenschrift
Issue
52 (27.12.1901)
Date
1901-12-27
Page
Seite 823 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 62. Israelitische Wochenschrift. Seite Entschließungen, wie z. B. von der über die Stellung des Rabbinerverbands zu dem von den Leitern des Centralvereins deutscher Staasbürger jüdischen Glaubens und des Deutsch- Israelitischen Gemeindebundes geplanten „Verband der Israeliten Deutschlands" ist durch die Zeitungen schon berichtet worden. Was die „Pensions- und Reliktenkasse norddeutscher Rabbiner" betrifft, so haben die Sammlungen für den Garantiesonds stetigen Fortgang genommen. Wohl ist die überwiegende Anzahl der Gemeinden damit noch im Rückstand geblieben: in einigen ist die Sammlung noch nicht abgeschlossen, in anderen wegen der inzwischen eingetretenen geschäftlichen Depression noch garnicht in Angriff genommen. Da indessen die Sammlung säst nirgends eine prinzipielle Ablehnung gesunden, so ist die Hoffnung nicht auszugeben, daß bis zur nächsten Generalversammlung jene Summe wird ausgebracht werden können, die von versicherungstechnischer Seite zur Lebensfähigkeit der neuen Einrichtung als erforderlich erachtet wird. Der „Entwurf" der für die Pensions- und Reliktenkasse bestimmten Satzungen ist veröffentlicht worden. Die Gemeinden können sich so über die Tragweite der zu begründenden Kaffe ein Urteil bilden, und die Gemeinde- Mitglieder werden sich dadurch zu größeren Spenden für den Garantiesonds bereitwilliger finden lassen. Die Herren sollen dadurch Zeit gewinnen, ihre verbessernden Vorschläge für die endgiltige Beschlußfassung bei der nächsten General- Versammlung vorzubereiten. Dir Dsaliilc». Uebersetzt von M. A. K. Nachdruck verboten. 71. Darf ich, Ewger, zu dir flüchten, Wird mich Schande nicht erreichen; Denn du bist gerecht, wirst ewig Nicht von meiner Seite weichen. Herr, erhör mich unverweilet, Sei mir Hilfe, Schutz und Feste! Denn du bist gerecht, du führest Mich durch alle Not aufs Beste. Aus der Hand des Ungerechten, Herr, befreie meine Seele, Die ich deiner Vatertreue, Deiner ewgen Huld befehle. All mein Hoffen ist bei dir nur, Herr, seit meiner Jugend Tagen; Von der Mutter Leib an Hab ich Stets im Herzen dich getragen. Hast der Wunder viel bewiesen An mir Armem. Aus dich bau ich. Herr, du wirst mich nicht verwerfen, Naht das Alter. Dir vertrau ich. Feinde, auf mein Leben lauernd. Heimlich flüsternd mich umstreisen, Sprechen: „Gott hat ihn verlassen, „Frisch herbei, um ihn zu greisen! „Niemand wird ihm Rettung bringen." Hilf mir von den Mordgesellen, Mach zu Nichte, mach zu Schanden, Die mir nach dem Leben stellen! Deiner will ich ständig harren, Ständig Lobgesang dir bringen, Dein gerechtes Walten künden, Deinen Thaten Lieder singen. Vor dein Antlitz will ich treten, Herr, von dir mit Kraft gesegnet. In Gerechtigkeit gekleidet. Bist du gnädig mir begegnet. Herr, seit meiner Jugend Tagen War ich deiner Wunder Künder, Schenkst du Gnade, will ichs bleiben In des Alters Zeit nicht minder. Will dem künftigen Geschlechts Deine Macht in Ruhmesbildern, Die Gerechtigkeit des Ewgen, Die den Himmel füllet, schildern. Herr, wie groß sind deine Thaten, Wer vermag dir, Herr, zu gleichen! Deine Kraft und deine Weisheit, Nimmer sind sie zu erreichen. Hast uns Drangsal viel und Leiden Schauen lassen — aus den Tiefen Wirst du wieder uns erheben. Die wir dich in Demut riefen. Du wirst unser Ansehn mehren, Wirst uns Trost und Hoffnung bringen. Ich mit Psalter und mit Harfe, Heilger Israels, will singen. Jauchzen sollen meine Lippen, Jauchzen soll dir meine Seele, Die du gnädiglich erlöst hast Aus dem Bann von Schuld und Fehle. Will vom Morgen bis zum Abend Dankend preisen, daß das Trachten Meiner Feinde du beschämt hast, Die mich zu verderben dachten. 72. Von Salomo. Verleihe, Herr, dem König dein Gericht, Gerechtigkeit verleih des Königs Sohne; Gerechtigkeit sei seinem Volk zum Lohne, Den Armen, wenn er ihnen Urteil spricht

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