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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1901-10-25 · 43 (25.10.1901) · p. Seite 681

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
Israelitische Wochenschrift
Issue
43 (25.10.1901)
Date
1901-10-25
Page
Seite 681 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 43. Israelitische Wochenschrift. Seite 681. Deine wundervolle Güte' Hat mich wie mit Wall umgeben. Mich, der ich verzagen wollte, Aufgeweckt zu neuem Leben. * Liebt den Herrn, ihr Frommen alle! Treu ist euch der Herr der Welten, Und dem übermütgen Volke Wird er nach Verdienst vergelten. Hoffet fest und scheucht das Zagen! Euer Herz, das surchterstarret. Füllt es an mit neuem Mute, Die ihr aus den Ewgen harret! 32. Von David. Heil dem Manne, Dem die Sünde ist verziehen Und die Miffethat vergeben! Heil dem Manne, Dem der Ewge Schuld erlassen. Die er reuig offenbart hat! Heimlich Unrecht zehrt die Glieder, Nimmt die Ruhe Tag und Nacht, Trocknet alle Lebenssäfte, Keine Klage bringt Erleichtrung. Herr, mit offnem Schuldbekenntnis — Nicht beschönigt ich die Unthat — Trat ich vor dich — du vergabst mir. Hört es, hört es, all ihr Frommen! Sucht den Herrn, so lang es Zeit ist, Wartet nicht, bis Leidensfluten Euch ertränken. Nicht mehr wird dann Gott von euch sich finden lassen! Mich hat Gott aus tiefer Drangsal, Vom Verderben mich gerettet. Mich erfüllt mit hellem Jubel. Hört es, hört es, all ihr Frommen! Geht den Weg, den ich euch weise, Folgt dem Rat, den ich euch gebe! Nicht dem Rosse, noch dem Maultier Sollt ihr gleichen, die vom Zaum und Vom Gebiß nur sind zu bändgen, Daß sie sich dem Herren fügen. Leiden häufen sich Verstockten; Doch wer reuig Gott vertrauet. Den umgiebt der Herr mit Gnade. Freuet euch, ihr Frommen alle! Die ihr lebt in Herzensgradheit, Jauchzt dem Ewgen und frohlocket! 33. Kommt, ihr Frommen, singt dem Herren Lieder! Ihr Gerechten, bei der Harfe Klingen, Bei des Psalters Tönen preist den Ewgen! Neues Lied erklinge ihm zu Ehren Mit Posaunenschall und hellen Chören! Herr, dein Wort ist wahr. Was du verheißest. Wird erfüllt. Gerechtigkeit und Milde Liebst du; deiner Huld ist voll die Erde. Die Himmel wurden auf des Herren Wort, Und seines Mundes Hauch erschuf die Wesen. Des Meers Behälter schuf er für die Wasser, Des Meeres Tiefen setzt er ins Verborgne. Ehrfürchten soll, was Odem hat, den Herrn, Ehrsürchten soll den Herrn die ganze Erde. Sein Wort ist That und sein Befehl Vollendung. Der Heiden Absicht macht der Herr zu ntchte, Der Völker Willen kehrt er völlig um. Doch was er selbst geplant, ist ewge Satzung, Was er gedacht, ist unverrückbar dauernd. Heil, Heil dem Volke, dessen Gott der Herr ist! Heil, Heil dem Volk, das sich der Herr erkoren Vom Himmel schaut der Herr die Menschenkinder, Von seinem Thron aus alle Erdbewohner, Und lenkt ihr Herz, ist ihrer Thaten kundig. Vergeblich trutzt ein Held auf seine Kräfte, Umsonst ein Fürst aus sein gewaltges Heer — Betrüglich ist die Hoffnung auf die Rosse, Der Heere Macht kann ihm nicht Rettung bringen Des Herren Auge ruht aus seinen Treuen; Die seiner Gnade trauen, blickt er an; Er rettet ihre Seele vom Verderben Und nähret sie zur Zeit der Hungersnot. Aus dich, o Herr, will unsre Seele harren. Du unser Schirm und Schild und gnädge Hilfe! Dir jauchzen unsre Herzen froh entgegen. Dein heilger Name giebt uns Zuversicht. Laß deine Gnade, Herr, uns so erquicken, Wie wir aus deine Hilfe fest vertraun! 34. Von David. Dem Herren gilt mein Rühmen, Ihn preist allzeit mein Mund; Den Müden und Beladnen Zur Freude thu ichs kund. Stimmt ein, ihr Kummervollen, In seines Namens Lob, Der mich aus tiefem Falle Zu neuem Glück erhob.

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