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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1901-08-09 · 32 (9.8.1901) · p. Seite 500

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
Israelitische Wochenschrift
Issue
32 (9.8.1901)
Date
1901-08-09
Page
Seite 500 (sequence 4)
Language
German
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Seit« 500. Israelitische Wochenschrift. Nr. 32. Ist der Gebrauch religiös, so dient er sicher zu Rasseerhaltungszwecken, da Rasse und Religion beim Hebräer identisch. Dann aber liegt sicher in ihm jenes rätselhafte aroanum, und dann besteht es in Kannibalismus in irgend einer verfeinerten Form (homöopathische Dosen)! Der Instinkt des Kannibalen ist dann zur Wissenschaft entwickelt. Es scheint, daß die Ermordung unter fürchterlicher Quälung des Opfers ausgeführt wird. Auch dies würde an den Gebrauch der Kannibalen erinnern, den gefangenen Feind vorher zu martern. Nach der Annahme des Wilden vermehrt eine starke seelische Erregung die Uebergangsfähigkeit jener Eigenschaften, die man dem Feind zu entnehmen hofft. 4) Der Beweis der Anstiftung ist aber nicht erbracht! Geständnisse des ertappten Mörders haben keinen Wert. Auch hat er meist nichts zu gestehen. Er kennt die Anstifter selbst nicht. Daß aus der jüdischen Literatur kein direktes Beweismaterial zu entnehmen ist, ist selbstverständlich. Das wäre denn doch zu dumm! — Der Beweis der Anstiftung ist Machtfrage: Wo die Hebräer Macht haben, verhindern oder hemmen sie die Untersuchung jener Mordthaten. Wo sie keine Macht haben: — wird sich so leicht nichts ereignen! Uebrigens kann keine Polizei die Verhinderung der Mordthaten garantieren, die von einem Komplot mit vielleicht vieltausendjähriger Routine ausgehen und bei dem uns verständliche Motive nicht vorliegen, solange man die Teilnehmer am Komplot nicht kennt. Das > Ganze lieft sich wie eine Parodie auf Houston Stewart jChamberlain. \ - -- (Dne 'russischeff blatt" erzählt: igylüolTviät.) ' DU- ,Berliyer Tage- „Warschauer Blätter berichten, daß infolge einer Eingabe der Thorner Kaufmannschaft sowohl der dortige russische Bizekonsul, wie die deutsche Reichsregierung in Petersburg angefragt haben, ob thatsächlich eine Verfügung ergangen sei, die jüdischen Kaufleuten und Händlern das Ueberschreiten der russischen Grenze aus Grund von Halbpässen verbieten. Die deutsche Regierung soll eine solche Verfügung als gegen die Handelsverträge verstoßend bezeichnet haben. Der russische Minister des Innern hat diese Auffassung als irrig bezeichnet, da es sich nur um eine lokale Maßnahme handle (Grenzhalbpässe gelten nur für das eigentliche Grenzgebiet), und weil auch außerhalb Rußlands die Juden in gewissen Rechten beschränkt seien. Der Warschauer Generalgouverneur wurde vom Minister zu einem Bericht aufgefordert, ob er ein derartiges Verbot erlassen habe, ob es ferner, wenn es ergangen sei, beibehalten werden könne". Das ist wirres Geschwätz, aus dem nichts zu entnehmen ist, weder was geschehen ist, noch was etwa bevorsteht. Das hindert natürlich nicht, daß das „Berliner Tageblatt" die sinnlose Meldung mit einem ebenso sinnlosen Ausguß aus eigenen Mitteln serviert und dem „unbedingten Vertrauen zur Leitung unserer Retchspolitik" Ausdruck giebt, „daß sie es der russischen Regierung gegenüber nicht an der erforderlichen Entschiedenheit fehlen lassen werde". Möchte doch das Renegatenblatt aufhören, sich zeitweilig eine jüdische Maske vorzubinden und hierdurch wie durch den jüdischen Namen seines getauften Redakteurs bei den Juden der Provinz den Irrtum zu erregen, als ob es für die Interessen der Juden Herz und Verständnis hätte! * * * (Antisemitische Gaunerei.) Unter der anmutigen Ueberschrist: „Was sich ein Jude im katholischen Bayern erlauben darf" schreibt die „Rheinische Volksstimme" aus München: „Im Gärtchen des Krankenhauses zu Tegernsee im bayerischen Hochland stand bis vor wenigen Tagen idyllisch zwischen einer Baumgruppe eine kleine Lourdes-Grotte. Ein Patient hatte sie gestiftet. Die Kranken sowohl, wie die verdienten Pflegerinnen aus dem Orden der barmherzigen Schwestern hatten ihre Freude an derselben, und sicherlich wurde niemand durch die kleine hübsche Gartenzier belästigt. Nun wurde zum Krankenhausverwalter der getaufte Jude Max Wurm ernannt. Ihm war die Madonnenstatue natürlich ein Dorn rm Auge, sie mußte fallen. Trotz des Protestes des Krankenhausarztes Dr. Ott und des hochw. Prälaten Dannerbeck hatte der Jude die Vernichtung beschlossen Am Dienstag führte der jüdische Bilderstürmer sein Werk aus. Er ließ einen Tagelöhner kommen, der in seinem Beisein die Muttergottesstatue und die ganze Anlage vandalischerweise zertrümmern mußte. Wohl kaum jemals hat sich der jüdische Haß gegen das Christentum in deutlicherer Weise gezeigt. Was die armen Kranken und die stets hilfsbereiten Ordensfrauen erfreute und erbaute, ist der Zerstörungswut eines fanatischen Juden zum Opfer gefallen. Ganz Tegernsee, wo man mit jüdischen Sommergästen ohnehin solche Erfahrungen gemacht hat, daß zahlreiche Villen Tafeln tragen mit der Aufschrift: „An Juden wird nicht vermietet", ist man über diese Judenfrechheit aufs höchste empört und erbittert. Die Sache wird übrigens ein Nachspiel haben, denn die Bevölkerung und unter ihr löblicherweise auch der Herr Bezirksamtmann gedenken, wegen Religionsstörung gegen den jüdischen Verwalter gerichtliche Schritte zu ergreifen." Ob der Krankenhausverwalter Max Wurm wirklich ein getaufter Jude und nicht geborener Christ ist, wissen wir ebenso wenig, wie wir wissen, ob der thatsächliche Vorgang der wiedergegebenrn Schilderung entspricht. Nehmen wir aber an, daß jener Max Wurm das Judentum ausgegeben und dem Christentum sich zugewendet hat, so fällt seine Handlungsweise unter allen Umständen unter den überwiegenden Einfluß der Religion, der er sich neu angeschlossen hat. Das müssen die Urheber der hetzerischen und frechen Notiz wissen, und sie beweisen, daß sie es wissen, indem sie dem „getauften Juden" Max Wurm in der Überschrift und im Text den „Juden" unterschieben. Es wird dadurch im höchsten Grade wahrscheinlich, daß die jüdische Abstammung Wurms erlogen, daß überhaupt die ganze Geschichte erfunden ist. Die tiefe Gemeinheit, die die Erzählung atmet, hat ihr für die antisemitisch-agrarische „Deutsche Tageszeitung" des Herrn Reichstagsabgeordneten Dr. Georg Oertel als unwiderstehliche Empfehlung gedient. * * * t. (Statistisches.) In 15 europäischen Hauptstädten wohnen bei einer Gesamtbevölkerungszahl von rund 15 Millionen etwa 720 000 Juden, d. i. 4,8 pCt. Nur Budapest, Wien und London haben über 100 000, Berlin, Paris und Amsterdam über 50 000 Juden. Unter den 875 000 Einwohnern von Konstantinopel sind 40 000, in Bukarest sind 9600, in Rom 7600, in Kopenhagen 3500 Juden. In Petersburg sind be; 1 036 000 Einwohnern nur 2800, in Brüssel 2000, in Madrid 300, in Athen 300, in Lissabon 250 Juden. Relativ und absolut hat Budapest die größte jüdische Einwohnerzahl, nämlich 166 000 unter 492 000 oder 33,7 pCt. In Wien sind

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