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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1901-05-03 · 18 (3.5.1901) · p. Seite 285

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
Israelitische Wochenschrift
Issue
18 (3.5.1901)
Date
1901-05-03
Page
Seite 285 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 18. Israelitische Wochenschrift. Seite 285. Repräsentanten-Stellvertreter. Das Los fällt auf die Herren Oswald Berlin und San.-Rat Jastrowitz. Es werden noch eine Reihe von Subventionen debattelos bewilligt, für die Religionsvereine: Ahavas Scholaum M. 1600 für ein Jahr, Beth Zion jährlich M. 1000 für die Etatsperiode, Lippmann Tauß M. 1600 für 1 Jahr, Steglitz M. 1000 jährlich für die Etatsperiode; hieran knüpft sich der Unterantrag des Talmud-Thora-Vorstands, der Vorstand wolle den dortigen Religionslehrer auffordern, in den Berliner Religionsschulen zu hospitieren, um vorhandene Lücken auszufüllen. Der Religionsverein Westen erhält eine Subvention von M. 6600 für die Etatsperiode, die Vereine Schochare hatow und BMe B'rith M- 3200. Dem Verein für jüdische Geschichte und Literatur werden M. 800, der Erziehungsanstalt in Ahlem M. 600 und dem Israelitischen Volkskindergarten M. 300 bewilligt. Um 12Vs Uhr wird die öffentliche Sitzung geschloffen. Berlin, 30. April. (Fortbildungskurse für Kantoren.) Die vom deutsch-israelitischen Gemeindebund eingerichteten, von den Herren Musikdirektor William Wolf und Kantor A. Friedmann in Berlin geleiteten Fortbildungskurse für Kantoren haben am 1. Mai er. begonnen. Seminaristisch geprüfte, stimmbegabte Herren können sich noch zur Teilnahme melden. Das Bureau des Gemeindebundes ist zur Auskunft, die vorgenannten Herren zur Prüfung der gesanglichen Fähigkeit bereit. Berlin, 28. April. (Wissenschaftliche Lehrervereinigung.) Die nächste Sitzung der wissenschaftlichen Vereinigung jüdischer Schulmänner zu Berlin findet am Samstag, den 4. Mai, abends 8'/s Uhr, im Vereinslokal, Königstraße 29, statt. Aus der Tagesordnung stehen: 1. Einige neuere Erscheinung en aus dem Gebiete des Religionsunterrichts. (Referent: der Vorsitzende Dr. M. Fiegel.) 2. Mitteilungen. Gäste sind herzlich willkommen. Friedrichsberg bei Berlin, 28. April. (Israelitische Vereinigung.) In der hiesigen israelitischen Vereinigung von Friedrichsberg und Umgegend fand am 25. d. M. die statutenmäßige Generalversammlung statt. Der langjährige erste Vorsitzende Herr Eugen Lewald wurde wiedergewählt. Zweiter Vorsitzender wurde Herr Dr. M. Birnbaum, erster Schriftführer Herr I. Meyer, zweiter Schriftführer Herr Jonas, erster Kassensührer Herr I. Cohn, zweiter Kassensührer Herr Gerson. Die Vereinigung ist im Begriff, sich einen eigenen Betsaal erbauen zu lassen. Magdeburg, 29. April. (Gemeindeverbandstag.) Der zweiteMemeindetag des Synagogenverbands der Provinz Sachsen hat gestern hier stattgesunden. Die Sitzung begann Nachmittags 4'/? Uhr im Gemeindehaus. Erschienen waren die Vertreter der Gemeinden Magdeburg, Halberstadt, Halle a.S., Nordhausen, ^Schönebeck, Stendal und Burg. Von Rabbinern waren * zugegen die Herren Dr. Rahmer (Magdeburg), Dr. Feßler (Halle a. S.), Schöneberger (Nordhausen). Den Verwaltungsbericht erstattete Herr Benjamin Hirsch (Halberstadt). Dem Verband gehören jetzt 19 Gemeinden und zahlreiche außerordentlich<Mitglieder (die Gemeinde Stendal vollzählig) an. In drei Gemeinden ist Religionsunterricht von Verbandswegen neu Eingerichtet worden. In einer Gemeinde ist auf Kosten des Verbands bei dem Gottesdienst der Herbstseiertage die Einschaltung von Predigten ermöglicht worden. Der Verband hat im vergangenen Jahr 1101.55 M. für Religionsunterricht und Predigthonorare ausgegeben; sein Vermögen beläuft sich aus M. 1760.46. Den Vorstand bilden außer dem Vorsitzenden die Herren S. Blumenthal (Egeln), A. Krojanker (Burg b. M.), I. Lamm (Erfurt), Rechtsanwalt Lichtwitz (Magdeburg), Ad. Meyer (Stendal), W. Oppenheimer (Nordhausen) und Ad. Sernau (Halle a. S.). — Den Kassenbericht erstattete Herr R.-A. Lichtwitz. Zu Revisoren wurden die Herren Marcuse (Schönebeck) und Krojanker (Burg) gewählt, Decharge wurde erteilt, der Etatsvoranschlag gutgeheißcn. Ein Antrag des Mitteldeutschen Lehrerverbands, daß in den Gemeinden der Provinz Sachsen, in denen das Schulwesen einem besonderen Schulvorstand unterstellt ist, der Lehrer Sitz und Stimme in den Schulvorstand erhalte, wurde mit der Maßgabe angenommen, daß die Stimme nur beratend sein soll. Auch der Antrag, die Bestrebungen des deutschisraelitischen Gemeindebunds hinsichtlich der Fürsorgeerziehung Minderjähriger zu fördern, fand Annahme. Die Beschlußfassung über den Anschluß an den Verband der Israeliten Deutschlands (Judentag) wurde ad kalendas graecas vertagt. Ferner wurde beschlossen, den kleinen Verbandsgemeinden das Halten jüdischer Blätter und die Verteilung von Prämien bei der Prüfung durch die Inspizienten zu empfehlen. London, 29. April. (Inspektionsreise des Chies- Rabbi.) Der Chies-Rabbi Dr. Adler hat seine Amts- und Inspektionsreise durch das Land angetreten. Er hat vorgestern in Leeds den Gottesdienst geleitet, und wird am 4. Mai in Birmingham und am 11. Mai in Southport predigen. Von dort aus beabsichtigt er noch den Besuch der Gemeinden Bradford, Derby, Hanley, Nottingham, Sheffield und Wolverhampton. London, 29. April. (Diner zum Besten des jüdischen Krankenhauses.) Am 12. Juni wird im Hotel Cecil das Diner zum Besten des jüdischen Kranken- und Waisenhauses West-Norwood stattfinden, dessen Protektorat kürzlich König Eduard übernommen hat. Die jährlichen Ausgaben dieser Anstalt übersteigen 10 500 L. St., die regelmäßigen Einnahmen erreichen kaum den vierten Teil dieser Summe. 328 Kinder sind augenblicklich in diesem Waisenhaus und 125 aus dem Waisenhaus hervorgegangene Lehrlinge werden noch unterstützt. Das Institut zahlt jährlich an 12 Greise je 31 L. St. 4 Sh., im vergangenen Jahr sind 83 Gesuche um diese Unterstützung eingelaufen. Bei dem Diner, dem Sir George Faudel- Phillips präsidieren wird, sollen 10 000 L. St. für. das Krankenhaus gesammelt werden; der Vorstand beabsichtigt für je 1000 L. St. der gesammelten Gelder eine neue Alterspension einzurichten. — Aus dem vor einigen Tagen zum Besten der jüdischen Freischulen stattgehabten Diner sind anstatt der erforderten 11 000 L. St. 13 000 L. St. gesammelt worden. Athen, 25. April. (Gemeinde-Anleihe.) Die hiesige jüdische Gemeinde hat von derMegierung die Erlaubnis zur Erhebung einer Anleihe erhalten, die die Mittel zur Errichtung einer neuen Synagoge und einer Schule^ausbringen soll. ^Die Anleihe beläuft sich aus 35 000 Frcs., die in 3500 Anteilen, a 10 Frcs., ausgegeben werden. Das Geld wird nicht verzinst und soll in jährlichen RaterVabgezahlt werden. Der Vorsteher der jüdischen Gemeinde, M. A. Konstatinis, hat sich eifrig für das Zustandekommen dieser Anleihe bemiiht.

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