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Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1921-06-01 · 4 (6.1921) · p. Seite 5

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Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
33 (1921)
Issue
4 (6.1921)
Date
1921-06-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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5 Rechenschaftsberiehi: Auf Grund der Beschlüsse der Viertranensmfiniierversammlmig vom 1. Juli 1920, in welcher einem hiezu eingesetzten Orgtanisationskomitee der Auftrag' erteilt wurde, im Einver,-* nehmen mit der „Oesterr. Israel. Union“ eine Dauer- und Gesamtorgänisation der österreichischen Judenschaft unter dem Namen: „Union Deuts'Chö sterroichi;s Cher Juden‘‘ zu schaffen, tritt heute die erste Versammlung der Delegierten der bereits (gebildeten Mitgliedschaften (Ortsgruppen) zusammen, um; die Wahl des Zentral Vorstandes vorzunehmen, durch welche das neue Gebäude gekrönt werden soll. Es ist Ihnen bekannt, daß nach den Bestimmungen der von der Landesregierung genehmigten neuem Statuten denMi tg 1 i e d src h a f t e n ein weitgehendes Maßt von Selbständigkeit eingeräumt ist. Sie stehen unter autonomer Leitung; der von ihnen gewählten Ausschüsse, isie können nach eigenem Bedarf und Ermessen Versammlungen, Vorträge und Diskussionen abhalten, Beschlüsse fassen und Anregungen geben, welche lediglich zu ihrer Durchführung der Genehmigung des' Zentral Vorstandes bedürfen, um ,so den Embeitswilleii der Gesam (Organisation zum Ausdrucke zu bringen. Die „Union DeutsbhÖsterreichischer Juden“ ist damit auf eine breite demokratische Basis gestellt, welche geeignet erscheint, ihre Schlag- und Werbekraft wesentlich zu erhöhen. Die Orfelgiruppenbildung wurde, bisher in allen Wiener Bezirken derart durchgcführt, daß; entweder der territoriale Umfang der Mitgliedschaft mit der Bezirksgrenze zusammenfällt oder daß auf besonderen Wunsch mehrere Bezirke zu einer Mitgliedschaft 'zusammengelegt wurden., Ueberdies wurden in einer Reihe größerer Provinzgemeinden, so in Graz, Salzburg und Innsbruck, Ortsgruppen gebildet,. während eine Versammlung der „Vereinigung Ueutschösterreichischer Staatsbürger jüdischen Glaubens “.in Linz ihren Vorstand einstimmig beauftragt hat, der nächsten Generalversammlung: den Antrag;, auf Umbildung dieser Vereinigung in eine Ortsgruppe der „Union DeulscliöSterreidbiscber ' Juden“ vorzulegen. Hand in Hand mit dem Ausbau der neuen Organisation ging auch eine rührige W er b e tä ti g ke i t. Nach1 dem Zusammenbruche des Reiches hat die alte Union naturgemäß eine große Anzahl ihrer Mitglieder in den abgetrennten Gebieten verloren. Nach der entschi.edehen Stellungnahme der Union gegen die aal Anerkennung (einer besonderen jüdischen Nation in Oesterreich gelichteten Bestrebungen und im Zuge der vorjährigen Wiener Kultuswahlen sind dem Vereine in den Jahren 1919/20 965, seit 1. Jänner 1921 870 Mitglieder, insgesamt sonach 1835 Mitglieder mit lahresheiträgen von rund fünfzigtausend Kronen neu beigetreten, sio daß der schwere Ausfall, welchen \

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