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Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1914-03-01 · 3/4 (März/April 1914) · p. Seite 14

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Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
26 (1914)
Issue
3/4 (März/April 1914)
Date
1914-03-01
Page
Seite 14 (sequence 19)
Language
German
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14 wie durch sein energisches, draufgängerisches Wesen Aufsehen und den Grimm der Christlichsozialen, insbesondere durch die von ihm provozierte Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes, daß die Gemeinde nicht berechtigt sei, aus allgemeinen Steuergeldern katholische Kirchenbauten zu subventionieren. In den letzten Jahren hatte sich Lucian Brunner der zionistischen Partei angeschlossen, für die er namhafte materielle Opfer brachte. Auch wir, die wir nicht immer gleicher Meinung mit ihm waren, müssen von ihm rühmend sagen, daß er für alle jüdischen Interessen ein warmes Herz und eine offene Hand hatte. ln den letzten Apriltagen ist im hohen Alter von 84 Jahren Eduard S u e s s gestorben, der große Gelehrte, der bahnbrechende Forscher, der glänzende Parlamentarier, der die Traditionen der Verfassungspartei und des heroischen Zeitalters des österreichischen Parlamentarismus in unsere Epoche hinübergetragen hat. Eduard Suess hat mit seiner großen Gerechtigkeitsliebe und seinem hochentwickelten Kulturgefühl die antisemitische Bewegung stets auf das schärfste bekämpft und es nicht verschmäht, seinen freiheitlichen Ueberzeugungen auch in der „Oesterreichisch-Israelitischen Union“ Ausdruck zu geben, in deren Mitte er am 18. Jänner 1896 einen vielbemerkten Vortrag hielt. Spenden. Die Erben nach unserem verewigten Mitgliede Herrn Julius Baad haben über dessen letztwillige Verfügung der „Oesterreichisch-Israelitischen Union“ den Betrag von K 50.— übermittelt. Von Herrn Kammerjuwelier Theodor Köchert sind uns „als Sühne für eine Beleidigung“ K 50.— zugekommen. Die Erben nach unserem verewigten Mitgliede Herrn Max J e i t e 1 e s haben im Sinne des Verstorbenen und zum Andenken an denselben der „Oesterreichisch-Israelitischen Union“ den Betrag von K 100.— gespendet. Herr Dr. Alfons T h o r s c h hat für Zwecke des Rechtsschutzes eine Spende von K 200.—, Herr Adolf Schraraek für die gleichen Zwecke eine Spende von K 100.— gewidmet. Wir sprechen für diese Zuwendungen hiemit öffentlich unseren wärmsten Dank aus.

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