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Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1912-10-01 · 10 (10.1912) · p. Seite 19

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Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
24 (1912)
Issue
10 (10.1912)
Date
1912-10-01
Page
Seite 19 (sequence 24)
Language
German
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19 gehender Durchsuchung der Schule wurde das Mädchen nicht angetroffen. Am nächsten Tage drangen die Juden abermals in die Schule ein. Das Resultat der Durchsuchung war das gleiche wie am ersten Tage. Alle nichtchristlichen Mädchen wurden, aus der Schule zurückgezogen. Inzwischen ist ein Brief von dem Mädchen Sorella Franci an ihre Eltern eingetrofi'en, in welchem sie mitteilt, daß sie in Adrianopel gefangen gehalten werde und um ihre Befreiung bittet. — Die französischon Nonnen in der Türkei arbeiten demnach genau nach demselben Rezepte wie die Felizianerinnen in Krakau. Ob dieser Seelenfang in der jetzigen ernsten Zeit besonders geeignet ist, das Verhältnis zwischen Ottomanen und Christen in der Türkei günstiger zu gestalten, bleibt dahingestellt. Korrespondenzen. Wien. (Jüdische Bergarbeiter.) Die „Montan-Zeitung“ schreibt: Das jüdische Arbeitsamt in Kattowitz hat oberschlesischen Gruben jüdische Bergarbeiter vermittelt. Die „Kattowitzer Zeitung“ berichtet darüber: Die Nachfrage nach jüdischen Bergarbeitern seitens der Verwaltung hält an, weil die Arbeitsleistungen dieser Arbeiter durchaus nicht so gering sind, wie es vielfach hingestellt wird. So arbeiten gegenwärtig beispielsweise jüdische Bergleute auf der Laurehütte- Grube 25, auf Emanuelssegen-Grube 15 Mann unter Tage, auf den Gruben dei Hohenlohewerke 30 Mann seit zwei Monaten unddie Verwaltung ist, wie, man mitteilt, mit ihnen zufrieden, die auch als Schlepper Verwendung finden. Was die Myslowitzgrube anbelangt, auf der die . jüdischen Bergarbeiter vollständig versagt haben sollen, so liegt dort die Sache so, daß 45 Leute aus Lodz dort angelegt wurden, davonhaben 30 Leute ,die Arbeit wieder aufgegeben, weil sie von Lodz aus übeiihre Tätigkeit nicht genügend aufgeklärt worden sind. Budapest. (D i e U n Ion der ungarländischen Israeliten.) Aus Szabadka wird gemeldet: Der Leiter der auf die Vereinigung der Neologen und Orthodoxen abzielenden Bewegung, Gemeindepräses Dr. Adolf K1 e i n, erklärte einem Journalisten gegenüber, daß das engere Vorbereitungskomitee beschlossen habe, den Hunderter- Ausschuß für den 22. Oktober einzuberufen. Sollte sich der Ausschuß den bisherigen Arbeiten anschließen, wird die im Januar des nächsten Jahres abzuhaltende Landes Versammlung in der Frage der Vereinigung und der Autonomie eine Entscheidung treffen. Das engere Komitee hat über Antrag- Dr. Klein’s einen Beschluß gefaßt, der geeignet ist, die Verhandlungen der' Landesversammlung einem Erfolge* zuzuführeh und die Union zu verwirklichen. Die Orthodoxen entfernten sich bekanntlich vom 1868/69er Kongreß deshalb, weil die Majorität den Ritualkodex des Judentums, den' „Schulchan Aruch“, nicht als Basis annehmen

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