Mannheim
Compact Memory

Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1912-05-01 · 5 (5.1912) · p. Seite 13

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
24 (1912)
Issue
5 (5.1912)
Date
1912-05-01
Page
Seite 13 (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/9756662-9604469-9604509--2378-9604524
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

13 .aeganged uoilnnim Lebensverhältnisse in Briefen oder Menfei&^üP #&htig?ß'Be4bl? ders in einer Zeit, wie die Jahre 1815—T8!^GIbihfi' h ächl'ddüi Befreiungskriege wurde die Lage der JfiUenrj^ti4^^ licher, als in der vorangegangenen Periodfe^oWoM^di'60iJüi|^ in den Kriegen als Soldaten sich ausgeidi&Mib't häheri^-M wurden ihre Beeilte noch erheblich eingeUPbr!ädfc!,s1°änßhiG Ausdehnung, resp. Erweiterung derselben wurMd'ö^P riiÖMt gm dacht. Selbstverständlich blühten unter diesdir ifl Oesterreich wie in anderen Ländern der heil. Ällikhi1 J mlPe^n9 haß, Polizeiwillkür, Beamtenhochmut undßA3e&t «t'öhü (Vergl. M. Philippsohn Neueste Geschichte dd&n5tachI9Vhike^ -j p Tionio ns gjrw Die Erinnerungen stammen aus den Briefen d^^labbhiGfä Ber Markbreiter Katzenellenbogen an seinen Sohn GfcbWdEM&tli1 breiter in Tobitschau in Mähren. Ber Markbreiter wät^Bäldilrit# in Hotzenplotz, er wirkte daselbst, wie wir aus seihef‘GluMn* schrift wissen, 40 Jahre lang als Rabbiner der Geihei'Öde 9ili Hotzenplotz vom Jahre 1793 bis zuseinem am STP^nhitz 1833 erfolgten Tode. Markbreiter war ein Rabbiner altdh^Stlhrä1 ges, bei dem wir ideales Streben, Höhe der Berufsauffäfesühgj vornehme Gesinnung, wahre Menschenliebe und die Eördörting alles Wahren und Guten anerkennen und bewundern nfussbm Nebst dieser Briefsammlung sind drei Bände Predigten erKärft&Ed Halacha und Aggada, zu den Sabbaten, vor dem Pessachfeste und vor dem Versöhnungstage, an welchen die J!abbiner'4lc£ alten Zeiten gepredigt haben. Pie Predigten erinnern in Form und Inhalt an die ähnlichen Sammlungen,!z. B. des Abraham CGbi ben Majer Israel aus Nikolsburg, Rabbiner in Mähr.-Kromälij des Josef Kopp in Ung.-Brod und des Jakob Hirsch Feilbogeli in Ung.-Ostra u. a. Markbreiter stand auch im gelehrten Briefwechsel mit dem damaligen mährischen Landesrabbiner Mordechai Benet (s. desselben Responsen p. 120 c, in Gemeindeangelegenheiten), ferner mit seinem Vorgänger und Verwandten Cebi Hiresch Buschke, später Rabbiner der drei Gemeinden Hamburg, Altona, Wandsbeck. (Resp. 0. Ch. Nr. 5, wo er als Verwandter bezeichnet wird.) So dürfte die Person des Briefschreibers an und für sich Interesse beanspruchen, geschweige denn d-ie für die Kultur- und Sittengeschichte, wie auch fü? die allgemeine Geschichte wichtigen Einzelheiten. Wir registrieren erst die für die Geschichte im allgemeinen nicht unwichtigen Tatsachen. Im Sommer 1815 sind die Straßen wegen der russischen Truppen unsicher. Markbreiter schreibt am 30. Tage des Omar (575—1815): Nur bitte ich euch, liebe Kinder, wann (= wenn) ihr ja Geld mit führt, seit behutsam, besonders wann (= wenn) die Russen marschieren, sollt ihr nicht reisen ohne Bedeckung. — In dem kleinen Orte Tobitschau wurde der Sieg der Alliierten besonders feierlich — mit Illu-.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.