Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Journal
- Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Volume
- 24 (1912)
- Issue
- 1/2 (Januar/Februar 1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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19 Mitteilungen der „Oesterreichisch - Israelitischen Union“. Zur Regelung des jüdischen Wanderbettels Der Sekretär der Oesterr.-Israel. Union, Herr Siegfr. Fleischer, hat im Laufe des Monates Jänner und anfangs Februar über die von uns angeregte und von der Delegiertenkonferenz der österr. Kultusgemeinden beschlossene Gesamtorganisation zur Regelung des jüdischen Wanderbettels in folgenden Kultusgemeinden Vortrag gehalten: Znaim, Iglau, Czaslau, Böhmisch- Leipa., Prag, Aussig, Teplitz-S chönau, Brüx, Komotau, (Saaz, Marienbad, Eg er, Pilsen, Stra kon itz, Budweis, Tabor, Beneschau, Rakonitz, Schlau, Laun, Leitmeritz und Reichenberg. Ferner hat Sekretär Fleischer über die .durchzuführende Organisation mit den Kultusvorstehern von Karlsbad, Franzensbad und Gablonz a. N. konferiert. Die Grundzüge der Organisation haben in allen diesen Gemeinden volle Zustimmung gefunden, so <iaß das Inslebentreten der Zentralstelle für Wanderarmen-Fürsorge und die Errichtung der Kreis- Armenkassen noch im Laufe des Jahres 1912 keinem Zweifel mehr unterliegt. — Sekretär Fleischer hat in all’ seinen Vorträgen auch Mitteilungen über wichtige Rechtsschutz-Angelegenheiten gemacht und die Anmeldung zahlreicher neuer Mitglieder der „Oesterr.-Isr. Union“ entgegengenommen. Für die herzliche Aufnahme, welche unser Delegierter in allen Gemeinden gefunden hat, sagen wir an dieser Stelle unseren besten Dank! Palästinavortrag. Frau Müller-Rosenzweig, die dem Wiener Publikum durch ihre 'Reiseschilderungen aus dem Orient bekannt Ist, hielt im großen Saale des Niederösterreichischen Gewerbevereines vom 18. Jänner einen von der Oesterreichisch-Israelitischen Union veranstalteten Vortrag über „Palästina“. Sie verstand es, die zahlreichen Zuhörer durch Vorführung einer Reihe hochinteressanter Bilder, durch Schilderung des Landes, seiner historischen und gegenwärtigen Bedeutung und auch durch die Erörterung der Kolonisationsbestrebungen zu fesseln. Die Vortragende fand reichen Beifall.