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Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1911-11-01 · 11 (11.1911) · p. Seite 36

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Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
23 (1911)
Issue
11 (11.1911)
Date
1911-11-01
Page
Seite 36 (sequence 48)
Language
German
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36 auch heute unter keinen Umständen mit Rußland oder einer anderen Macht einen Vertrag abschließen, der die Möglichkeit zulasse, gewisse Klassen der amerikanischen Bürger schlechter zu behandeln als andere. Unter diesen Umständen, und da es sich um die x4uslegung eines Vertrages handele, eigne sich dieser Fall ganz vorzüglich für Entscheidung durch das Haager Schiedsgericht. Rußland habe dies auch direkt und indirekt anerkannt, als' es die Haager Konferenz einberief und bei der Gründung dieses Tribunals mitwirkte. Es sei jetzt Zeit, von Rußland zu verlangen, die Grundsätze anzuerkennen, zu denen es sich bei diesen Gelegenheiten bekannt habe. Lehne Rußland aber ab, sich einer schiedsgerichtlichen Entscheidung zu unterwerfen, so bleibe den Vereinigten Staaten natürlich keine andere Wahl, als den Vertrag zu kündigen. Korrespondenzen. Linz-Urfahr. (Ehrun g.) Am 7. d. M. gelangte in der Sitzung des Gemeindeausschusses' der Stadt Urfahr das Gesuch unseres Glaubensgenossen, kais. Kates Leopold M o s t n y, um Aufnahme in den Heimatsverband zur Beratung.' GR. iWühelm Kretzmayer erstattete den Bericht mit folgenden Worten: „Da die Voraussetzungen vorhanden sind, wird beantragt, dem Ansuchen stattzugeben und gleichzeitig der Befriedigung Ausdruck zu verleihen, kais. Kat und GR. Leopold Mostny, welcher durch mehr als 40 Jahren in Urfahr wohnt und dessen Verdienste um die Gemeindeverwaltung und Allgemeinheit in weiten Kreisen bekannt sind, nunmehr zu den Angehörigen der Gemeinde zählen zu können.“ — Hierauf nahm Bürgermeister Dr. Hinsenkamp das Wort zu folgenden Ausführungen: „Bevor wir zur Abstimmung schreiten, welche wohl in dieser Angelegenheit infolge der unbestrittenen Beliebtheit des Herrn kais. Rates Leopold Mostny nur eine Formalität ist, erlaube ich1 mir, an Sie einige Worte zu Iribhten: Seit mehr als vier Dezennien wirkt Herr kaiserlicher Rat Leopold Mostny in unserer Gemeinde. Fast 30 Jahre gehört derselbe der Gemeindevertretung an. Seine erprobte Tüchtigkeit, seine Milde und Nachsicht mit den. Taten des Nächsten, seine stille, aber nie versagende Güte für wirklich Hilfsbedürftige braucht hier nicht erst betont zu werden. Alles das hat schon längst im weiten Kreise der Gemeinde dankbare Anerkennung gefunden. Oft und oft hat sein Rat im Gemeindehaushalte den rechten Weg gewiesen, wenn die Verhältnisse zur Ueberstürzung, zur falschen Sparsamkeit drängten. Nur zwei Gebiete will ich' besonders hervorheben, auf welchen Herr kais. Rat Leopold Mostny mit größtem Erfolge tätig

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