Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Journal
- Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Volume
- 22 (1910)
- Issue
- 12 (12.1910)
- Date
- 1910-12-01
- Page
- Seite 15 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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15 geben, sondern durch das jeweilige Milieu, mitbestimmt durch das Milieu der Vorfahren. Das ergibt sich aus der naturwissenschaftlichen Untersuchung dieser Frage, aus den Gesetzen der Vererbung und Erwerbung, die ich ja hier natürlich nicht reproduzieren kann, und das ergibt sich ebenso aus den Resultaten deihistorischen Forschung. Mit den verschiedenen Kulturstufen, die ein Volk durchmacht, ändert sich auch seine Psychologie. Stufenpsychologie, nicht Rassenpsychologie daher ist für den seelischen Habitus irgend eines Volkes verantwortlich. — Einflüsse des Milieus aber können erforderlichenfalls gebrochen werden. Und doch kann mit aller Bestimmtheit behauptet werden, daß die Kulturwertigkeiten verschiedener Völker auch je nach ihrer Rasse variieren. Und das folgt wieder mit ebensolcher Sicherheit aus den Gesetzen der Vererbung, wie es äurch die Exempel der Geschichte bestätigt wird. Es ist für seine Leistungsfähigkeit, für seine seelische und geistige Begabung nicht* gleichgiltig, von welcher Rasse irgend ein Volk abstammt. Die Deszendenten der einen Rasse können tatsächlich ganz gut hoch, die der anderen ganz gut weniger begabt sein. Und die Erklärung dafür ist unschwer zu finden. Sie liegt in der Vergangenheit des betreffenden Stammes. In der ganzen organischen Natur hat jedes Wesen dasjenige Organ zur größten Ausbildung und Durchbildung gebracht, welches am meisten bei ihm betätigt war. Was man übt, wächst. Wenn es für irgendeine Gattung oder Rasse notwendig; war, (das Gehirn zur schärfsten Durchbildung zu bringen, wenn irgend eine Gkttung oder Rasse aus freiem' Willen oder infolge von Nötigfung das Schicksal hatte, gerade auf dem Gebiete der zerebralen Leistungen, der Leistungen des Gehirnes, sich besonders zu vervollkommnen, so haben notwendiger- und natürlicherweise die Abkömmlinge gerade dieser Rasse hier einen Vorrang vor den Ankömmlingen anderer Rassen. Während also die Begabung^- qualität vom Milieu abhängig ist, ist das rein Quantitative an den geistigen und seelischen Fähigkeiten, die Größe der Begabung und die Intensität des Seelenlebens, kurz also die Bega h u n g s q u o t e nicht vom Milieu, sondern von der Rasse abhängig, abhängig von der Intensität der kulturellen Tätigkeit der Vorfahren. — Ob! auch nach solchen Erwägungen die Juden, wenn bei ihnen überhaupt die Neigung bestehen würde, weniger nach individueller Tüchtigkeit zu streben, als auf ihr fRassentum sich viel einzubilden, gar keine Ursache haben wurden, (auf ihre Rasse stolz zu sein, diese Frage brauche ich wohl gar nicht mehr aufzuwerfen. Doch wir sind etwas vorausgeeilt. Die Begabungsquote ist also, je nach den Rassen, verschieden, auf welchem geistigen Gebiete immer sie zur Erscheinung kommen möge. Doch wir