Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Journal
- Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Volume
- 20 (1908)
- Issue
- 3 (3.1908)
- Date
- 1908-03-01
- Page
- Seite 13 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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13 zeichnen. Hingegen weist Wien infolge des Zuzuges von Juden aus allen Teilen der Monarchie ein weitaus höheres Zuwachsprozent bezüglich der jüdischen Bevölkerung als bezüglich der Gesamtbevölkerung auf, nämlich von 1880—1890 81-58% (beider Gesamtbevölkerung 17-07%) und von 1890—1900 35*42 Prozent (bei der Gesamtbevölkerung 14-21%)« Mähren partizipiert hierbei nächst Galizien mit dem grössten Prozentsatz. Unter der Gesamtbevölkerung Mährens bildeten die Juden : im Jahre 1869 mit 42.644 Seelen 2-13% „ 1880 „ 44.175 „ 2 05,, „ 1890 „ 45.324 „ 1'99 „ „ 1900 „ 44.255 „ 1-84 „ Es erübrigt nur noch, die Berufsstellung der Juden kurz zu berühren. Wie bereits erwähnt, haben die Juden nach der Emanzipation hauptsächlich diejenigen Berufe ergriffen, mit denen sie bereits vertraut waren, nämlich Handel und Gewerbe, nur wenige den Ackerbau. So ist es bis auf den heutigen Tag geblieben; es ist jedoch ein neuer, ihnen bis zur Emanzipation nur noch in beschränktem Masse zugänglicher Berufszweig hinzugetreten, dem die Juden in ziemlich grosser Anzahl obliegen, die freien Berufe. Nach der letzten Volkszählung (1900) sind von den mährischen Juden dem Berufe nach: in in % unter 100 Berufsabsolut, aller zugehörigen sind Zahlen Juden Juden Landwirte........ 2014 4'55% 0'5% Industrielle und Gewerbetreib. 11878 26*84% 1*3% Handeltreibende...... 20524 46-38% 10"0% Angehörige freier Berufe . . 9839 22-23% 3-0% Der Umgangssprache nach sind unter den Juden 34.261 ...............Deutsche (=77%) 6.792 ...............Tscbechen (= 16%) und 124...............Polen (= 0-3%) 3.078...............Juden (= 7%) sind auswärtige Staatsangehörige, hauptsächlich Ungarn. Jüdisches Altertum in China. Von 0. F. Hoppe. Vor einige,? Zeit wurde in englischen und amerikanischen Blättern neuerdings auf die frühere Existenz beziehungsweise auf die wenigen vorgefundenen Ueberreste einer jüdischen Synagoge in Kaifengfuh in der chinesischen Provinz Honan hingewiesen und