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Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1906-11-01 · 11 (11.1906) · p. Seite 18

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Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
18 (1906)
Issue
11 (11.1906)
Date
1906-11-01
Page
Seite 18 (sequence 18)
Language
German
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18 Sendung von mehr als 10.000 Briefen jährlich sehr bedeutend ins Gewicht fällt, so stellt sich die Erhöhung des Mitgliedsbeitrages um eine Krone als eine sehr mässige dar, durch welche die „Union" eigentlich erst das Gleichmass mit anderen ähnlichen Organisationen im In- und Auslande herstellt. Der Vorstand. Legate für die „Union". Unser am 6. d. M. in Tachau verstorbenes Vereinsmitglied. Herr Wolf Neubauer, hat mittelst letztwilliger Verfügung der „Oesterreichisch-Israelitischen Union" eine Renten-Obligation im Nominalbetrage von 100 fl. ö. W. (200 K) mit der Bestimmung hinterlassen, dass die jährlichen Zinsen dieser Rente auf den Namen des Erblassers für ewige Zeiten als Jahresbeitrag für die „Union" verwendet werden. — Der in Meran verstorbene Herr Emil P o Hak hat der „Union" letztwillig den Betrag von K 400 hinterlassen. Aus unserem Rechtsschutz- und Abwehr-Bureau. Entführung einer Minderjährigen ins Kloster. Die minderjährige Tochter Bruelia des Baligroder Einwohners Salomon K a c z k a wurde anfangs September d. J. von dem Gemeindebeamten Josef C o d e 11 o, mit welchem sie ein Liebesverhältnis unterhielt, zur Flucht aus dem Elternhause beredet und am 29. September im Kloster der Felicianerinnen zu Krakau getauft. Sie nahm dabei den Namen Bronislawa Marya an, weilt noch gegenwärtig in diesem Kloster und weigert sich angeblich, zu den Eltern zurückzukehren. — Nachdem Salomon Kaczka 31 Jahre lang mit Chaje geb. Gerlich in ritueller Ehe gelebt, ist am 8. Oktober d. J. die gesetzliche Trauung beider erfolgt. Durch diese Trauung wurde die Tochter Brucha legitimiert und Salomon Kaczka erwarb über dieselbe die volle väterliche Gewalt. Das Verlangen des Ehepaares Kaczka — zur Zeit der Antragstellung war Chaje Kaczka nur erst rituell getraut und Salomon Kaczka gerichtlich bestellter Vormund der Minderjährigen — dass die mit Josef Codello entwichene Minderjährige zurückzubringen sei, wurde mit Bescheid des Bezirksgerichtes Baligrod vom 1. Oktober abgewiesen. Ueber Antrag der Minderjährigen wurde mit Bescheid desselben Beziiksgerichtes vom 7. Oktober für dieselbe als Vormund der Advokat Dr. Bronislaw Olearski in Krakau bestellt und Salomon Kaczka der Vormundschaft enthoben. Das von dem Vater nach erfolgter gesetzlicher Trauung mit

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