Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Journal
- Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Volume
- 18 (1906)
- Issue
- 11 (11.1906)
- Date
- 1906-11-01
- Page
- Seite 16 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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16 Das Zentralwahlkomitee für die Wiener Kultuswahlen 1906 hat einstimmig beschlossen, folgende Kandidaten zur Wahl am 2. Dezember zu empfehlen, und zwar: Mit sechsjähriger Funktionsdauer (weisser Stimmzettel): Dr. Alfred Berger, Hof- und Gerichtsadvokat, I., Judenplatz 8. Emanuel Hoffmann , Brauhauskassier, XVIII., Karl Ludwigstrasse 27. Dr. Gustav Kohn, Hof- und Gerichtsadvokat, IX., Hahngasse 25. Dr. Josef Pollak, Universitätsprofessor, I., Aimagasse 1 (neu). Adolf Schramek, Kaufmann, IL, Novaiagasse 21 (neu). Kommerzialrat Leopold Simon, Kaufmann, L, Freisingerg. 1 (neu). Dr. Maximilian Steiner, Generalrepräsentant, L, Graben 16. Dr. Alfred Stern, IL, Untere Donaustrasse 27. Mit vierjähriger Funktionsdauer (grüner Stimmzettel); Kaiserlicher Rat Leopold Langer, Bankier, L, Kärntnerring 1 (neu). Mit zweijähriger Funktionsdauer (blauer Stimmzettel): Max Frank, Handelsgesellschafter, IX., Berggasse 19. Dr. Hermann Löwi, praktischer Arzt, IL. Novaragasse 20 (neu). Samuel Steiner, Bauunternehmer, VII., Burggasse 72 (neu). Der Mitgliedsbeitrag pro 1907. In dem Rechenschaftsberichte, welcher der Geneialversammlung im April d. J. vorgelegt wurde, haben wir bereits angedeutet, dass infolge der stetigen Vermehrung unserer Agenden und der damit verbundenen Steigerung der ordentlichen Ausgaben eine mässige Erhöhung des jährlichen Mindestbeitrages nicht länger zu vermeiden sein werde. Der Mindestbeitrag von4 Kronen stammt noch aus der Gründungszeit der „Oesterreichisch-Israelitischen Union", als die Tätigkeit des Vereines sich kaum noch über das Weichbild Wiens hinaus erstreckte und das weite Gebiet des Rechtsschutzes noch nicht in seinen Wirkungskreis miteinbezogen war. Seither hat sich die „Union" zu einem Reichsverein entwickelt, der seine Organisation über alle Kronländer unseres Vaterlandes spannt, und sowohl dieser Umstand, als auch der im umfassendsten Maasse geübte Rechtsschutz macht nicht nur die Erhaltung eines entsprechenden Bureaus, sondern auch zahlreiche und oft weite Reisen zur genauen Erhebung und Feststellung der gegen unsere Glaubensgenossen begangenen Rechtsverletzungen und Ausschreitungen erforderlich. Obwohl nun seit der Einführung der Fahrkarten Steuer die Fahrpreise auf allen Eisenbahnen um 20 Perzent, auf der Nordbahn sogar um 40 Perzent gestiegen