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Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1906-01-01 · 1 (1.1906) · p. Seite 11

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Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
18 (1906)
Issue
1 (1.1906)
Date
1906-01-01
Page
Seite 11 (sequence 16)
Language
German
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] 1 Die „Antisemitische Korrespondenz" vom 8. Februar 1891 brachte einen Artikel mit der Aufschrift: „Den Mitgliedern des „Vereins zur Abwehr des Antisemitismus" als Angebinde!*' Die Einleitung dieses Artikels lautet: „Wir lenken die Aufmerksamkeit aller der Herren, die „wirklieh vorkommende Ausschreitungen und Missstände weder verhehlen, noch entschuldigen wollen", auf eine Rede, die ein Gross-Rabbiner in einer geheimen Versammlung gehalten hat. Diese Rede wurde einem englischen Werke entnommen, das von John Retcliff unter dem Titel „Rechenschaftsbericht über die politisch-historischen Ereignisse der letzten zehn Jahre" herausgegeben wuide. Dieselbe ist von solcher Bedeutung, dass sie nicht oft genug gelesen werden kann. Sie ist eine Ungeheuerlichkeit sondergleichen und gibt uns einen Massstab für die endgiltigeu Absichten der Judenschaft." (!!) Es folgt nach dieser Einleitung ein Abdruck dieser angeblichen Rede eines Gross-Rabbiners. Allerdings sind darin die ungeheuerlichsten und abscheulichsten Dinge über die Absichten der Juden enthalten. Das Programm dieser angeblichen Rabbiner - Rede ist: Vernichtungskrieg gegen die Christen. Durch die Macht des Geldes sollen die Fürsten und Regierungen beherrscht, der Grundbesitz, die einflussreichsten Stellen in die Hände der Juden .gebracht werden. Als Aerzte müssten sie in die intimsten Verhältnisse der Familie eindringen und als solche die Gesundheit und das Leben der Todfeinde, der Christen, in Händen haben. „Sind wir einmal — so heisst es u. a. in dieser angeblichen Rabbiner-Rede — die absoluten Herren der Presse, so können wir leicht die bestehenden Begriffe über Ehre, Tugend und Offenheit des Charakters ändern und den ersten Stoss gegen die geheiligte Institution der Familie führen und deren Vernichtung vollenden.- Die Juden müssten sich enthalten, Frauen ihrer heiligen Religion zu Maitressen zu nehmen, für diese Rolle können sie unter den christlichen Jungfrauen wählen usw. „Das Proletariat — so schliesst die ungeheuerliche, freche und widerwärtige „Rede" — werden wir für die Juden in Stimmung erhalten und es jenen unterweifen, in deren Händen sich Geldmittel befinden. Wir werden dasselbe zu Umwälzungen, zu Revolutionen treiben, und jede solcher Katastrophen bringt uns in unserem Streben um einen grossen Schritt vorwärts und nähert uns unserem einzigen Ziele, auf der Erde zu herrschen, wie solches unserem Vater Abraham versprochen worden." Das Bureau des „Vereins zur Abwehr des Antisemitismus" forschte sofort nach: Wer ist denn dieser Gross-Rabbiner? Wie heisst er? Wo hat er gelebt? Wo und wann hat er diese niederträchtige Rede gehalten? Ist er wirklich ein lebendiger Mensch von Fleisch und Blut gewesen? — Nichts von alledem! Diese Rede, die nach Nr. 130 der „Antisemitischen Korrespondenz"

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