Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Journal
- Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Volume
- 17 (1905)
- Issue
- 6/7 (Juni/Juli 1905)
- Date
- 1905-06-01
- Page
- Seite 20 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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20 erforderlichen Beträge, welche durch Aufteilung der Kultussteuer hereingebracht werden sollten: Im Jahre Prälim. Betrag Kultussteuer 1870 fl. 3.100 1873 fl. 6.042 »7 3.300 1876 ,. 10.742 n 3.722 1880 „ 10.172 » 4.112 1885 „ 12.380 H 4.320 1890 „ 12.337 » 4.517 1895 „ 12.792 n 6.004 1900 „ 18.604 » 6.624 1901 K 44.157 K 15.600 1903 „ 30.077*) » 15.560 1904 „ 33.447 H 15.598 1905 „ 33.881 >' 16.112 An Stelle des im Jahre 1900 abgebrannten Friedhofgebäudes wurde auf Kosten der Gemeinde eine neue Halle aufgebaut; gleichzeitig wurde aus Spenden der Gemeindemitglieder die rTriedhofmauer aufgeführt. Für die Unterbringung der Gemeindekanzlei, Matriken und der Eabbinatskanzlei war durch viele Jahre gar nicht vorgesorgt. Der jeweilige Kultuspräsident, Rabbiner oder Matrikenführer verwahrte die betreffenden Dokumente und Belege in seiner Privatwohnung und der Gemeindesekretär besorgte gleichfalls die einschlägigen Agenden in seiner Wohnung. Diese für die Dauer unhaltbaren Verhältnisse waren die Veranlassung, dass im Jahre 1898 die Errichtung einer eigenen Gemeinde- und Eabbinatskanzlei in den im Schulgebäude zu diesem Zwecke hergerichteten Räumlichkeiten beschlossen und im Jahre 1899 durchgeführt worden ist. Allein dieser Umstand war nicht von langer Dauer denn schon nach Veränderung der Schule musste die Gemeinde-' kanzlei aus dem Schulgebäude entfernt werden und in eine Mietwohnung übersiedeln. Die Gemeindevertretung befasste sich schon im Jahre 1895 mit der Frage der Erwerbung eines entsprechenden Grundstückes zur Erbauung eines Gemeindehauses und war zu jener Zeit das gegenüber der westlichen Front des Tempels gelegene Grundstück als Kaufobjekt in Aussicht genommen. Dieses Projekt gelangte jedoch nicht zur Ausführung. Erst im Jahre 1903 wurde durch einhellige Beschlüsse des Vorstandes vom 7. Juni und des Ausschusses vom 10. Juni 1903 der Ankauf des an der Ecke der Schul- und Elisabethstrasse gegenüber der nördlichen Front des Tempels gelegenen Grundstückes genehmigt und unter Vorsitz des Kultuspräses ein aus mehreren Mitgliedern des Ausschusses bestehendes Komitee mit der Durchführung der Kauf- und Bau- *) Ermässigung zufolge Veränderung der Schule.