Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Journal
- Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Volume
- 17 (1905)
- Issue
- 5 (5.1905)
- Date
- 1905-05-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/9756662-9603194-9603294--1146-9603305- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
11 Bresnitz, Mirowitz, Pribram, Pilsen, Neuern, Mies, Marienbad, Eger, Franzensbad, Karlsbad, Petschau, Theusing, Tachau, Neustadtl-Haid, Rokycan, Bischofteinitz, Ronsperg, Kosolup-Tuschkau, Postelberg, Kaaden, Töplitz, Libochowitz, Auseha, Tetschen-Bodenbach, Böhmisch-Leipa, Kromau, Gr.-Meseritsch, Iglau, Triesch, Pilgram, Neuhaus, Neubistritz, Krems, Elbekosteletz, Brandeis a. E., Nimburg, Podiebrad, Neu-Benatek, Münchengrätz, Turnau, Jicin, Königgrätz, Jungbunzlau, Pardubitz, Chrudim, Chrast, Luze, Dobruska, Nachod, Senftenberg. Ferner in Floridsdorf, Baden bei Wien, Prossnitz, Olmütz, Oswiecim, Neumarkt (Nowytarg), Bielitz- Biala, Krakau, Wadowice, Tarnow, Rzeszow, Przemysl, Lancut, Bobrka, Rohatyn, Podhajce, Brzezany, Tarnopol, Czortkow, Husiatyn, Czernowitz, Kolomea und Stanislau. Der Delegierte der „Oesterreichisch-Israelitischen Union" fand in allen diesen Städten die herzlichste Aufnahme und wir erfüllen eine angenehme Pflicht, indem wir an dieser Stelle den Kultusrepräsentanten für die werktätige Förderung unserer Bestrebungen unseren herzlichsten Dank zum Ausdrucke bringen. Im Laufe der letzten fünf Jahre hat unser Sekretär in 384 Kultusgemeinden Wandervorträge abgehalten. Der Mitgliederstand hat im Berichtsjahre einen erfreulichen Zuwachs erfahren, der von dem gesteigerten Interesse unserer Glaubensgenossen sowohl in Wien, als auch in der Provinz für die Rechtsschutzarbeit der „Union" Zeugnis gibt. Allerdings musste dieses Interesse durch eine rege und unablässige Agitation wach erhalten, beziehungsweise geweckt werden, zumal der schwierige Existenzkampf der jüdischen Bevölkerung in Stadt und Land in einer ziemlich hohen jährlichen Abgangsziffer seinen Ausdruck findet. Bei der vorjährigen Generalversammlung hatten wir einen Stand von 6283 Mitgliedern, von denen im Laufe des Jahres 539'infolge Austrittes, Ablebens u. s.w. abgeschrieben werden mussten. Hiezu kam bis 15. April 1905 ein Zuwachs von 1387 Mitgliedern, von denen 674 auf Wien und 713 auf die Provinz entfallen. Der derzeitige Mitgliederstand beläuft sich daher auf 7131. (Lebhafter Beifall.) Aus diesen Ziffern wolle die geehrte Generalversammlung ersehen, dass das Missverhältnis, welches längere Zeit zwischen der Mitgliederzahl aus Wien und jener aus der Provinz bestand, teilweise ausgeglichen wurde, und zwar durch eine rationelle Form der Propaganda, die wir zu Beginn des Jahres 1905 in Angriff genommen haben. Diese Propaganda wird von nun ab unausgesetzt fortbetrieben werden und wir hoffen, dass dieselbe mit der Zeit die bedauerliche Indolenz, welche insbesondere in den grossen Städten vorherrscht, doch zum guten Teile zu beseitigen. Im Dezember 1904 erliessen wir einen Aufruf an unsere Mitglieder, für eine Rechtsschutzaktion von besonderer Wichtigkeit und Tragweite, deren Durchführung erhebliche Auslagen verursache,