Mannheim
Compact Memory

Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1903-12-01 · 12 (12.1903) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
15 (1903)
Issue
12 (12.1903)
Date
1903-12-01
Page
Seite 4 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/9756662-9602757-9603029--0874-9603035
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

4 letzten Zeit von unreellen jüdischen Geschäften bekannt seien und dass man sich schämen müsse, von einem Christen gesehen zu werden, wenn man aus einem Judengeschäfte herausgehe. In einem von M. Jocksch verlebten und von Georg Adler gedruckten Egerer Flugblatte heisst es: „W enn kein Deutscher sein Geldindie Judenläden mehr tragen wird, inuss der Jude von selbst den Bündel schnüren. Der Kampf gegen das Judentum muss daher in erster Linie auf wirtschaftlichem Boden geführt werden. Da müssen alle deutschen Volksgenossen ohne Unterschied des Standes zusammenwirken. Nicht einen Heller dürfen sie in den Judenladen tragen... Es muss besonders darauf hingewiesen werden, dass die Egerer Juden ein äusserst freches Benehmen an den Tag leg:n . . . Jüdische Aerzte und Advokaten, die ihr „Geschäft" verstehen, besitzt Eger genug und unsere deutsche Bevölkerung läuft unglaublicherweise in Scharen zu ihnen . . . Besonders unsere deutschen Frauen und Mädchen seien hiemit aufgefordert, dieJudenläden gänzlich zu meiden . . . Deutsche, welche in Judenläden gehen, werden durch das Beobachtungskomitee der Oeffentlichkeit namhaft gemacht und der allgemeinen Verachtung preisgegeben . . . Kaufet nur bei arisch-deutschen Stammesgenossen und meidet die jüdischen Läden wie die Pest." Im Anhange befindet sich eine vollständige Proskriptionsliste sämtlicher Juden der Stadt Eger. Das in Triest erscheinende antisemitische Tagblatt „II Sole" veröffentlicht seit geraumer Zeit eine Artikelserie unter dem Titel: „La m o r a 1 e d eg 1 i Ehre i." (Die Moral der Juden.) Wir zitieren aus dieser Artikelserie folgende Stellen: Nr. 1727 v. 21. November 1903: „Es gelingt den Juden, indem sie in der Presse ganze Banden von Skriblern mit dem Gelde besolden, welches sie aus der Tasche des Volkes rauben oder auf infame Weise durch Wucher verdienen, indem sie ferner diejenigen Akte, welche die vollständigste Negation der elementarsten Grundsätze der Moral und des Altruismus bilden, sich den Schein des Liberalismus und der Philantrophie zu geben." In derselben Nummer wird das Märchen von der Entführung eines Knaben in Smyrna zum Zwecke des Ritualmordes erzählt, eines Christenknaben, der angeblich der drohenden Haltung der Menge wegen später von den Juden zurückgebracht wurde. In der Nr. 1728 v. 22. November wird die Geschichte von dem Knaben aus Smyrna fortgesetzt und hiebei von der infamen jüdischen Sekte gesprochen. Im letzten Absätze dieses Artikels wird es als ein grosses Glück bezeichnet, dass die Juden infolge der raschen Dazwischenkunft des Volkes das vorerwähnte Verbrechen nicht verüben konnten. Zum Schlüsse wird von einem Bunde des Talmuds und des Korans gegen das Christentum gesprochen. In Nr. 1731 vom 25. November heisst es wörtlich : „Wir haben nur noch zu betrachten, welchen Nutzen die Juden aus der Anwendung ihrer Kräfte und aus ihrem Geschick, in Glacehandschuhen Verbrechen zu begehen, zu ziehen vermögen." (Loro attitudini di delinquenti in guanti gialli.) Weiter wird von enormen Reichtümern gesprochen, welche die Juden leicht erwerben, indem sie sich aller Hilfsmittel bedienen, die der Betrug, die Täuschung, die Hinterlist, der Wucher und das Verbrechen darbieten. (La frode et la mistificazione, 1' insidia e l'inganno, l'usura e il delitto.) Im 4. Absatz desselben Artikels wird erklärt, das jüdische Prinzip gibt seinen Anhängern Gelegenheit, uns zu Sklaven der Aussaugung und des Wuchers zu machen. Im 6. Absätze heisst es, dass die Juden, nachdem sie in die Banken und Handelsgesellschaften eingedrungen sind, ihr Werk der Aussaugung und der Verfolgung gegen alle diejenigen vollführen, welche nicht zu ihrer perfiden Rasse gehören. (Alla loro perfidissima razza.)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.