Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Journal
- Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Volume
- 15 (1903)
- Issue
- 10 (10.1903)
- Date
- 1903-10-01
- Page
- Seite 15 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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15 vermieden werden wird. In vielen Fällen ist diese Schädigung gewiss nicht eine absichtliche, sondern nur auf Unachtsamkeit und Vergessliclrkeit zurückzuführen. Unsere Mitglieder sollten sich aber vor Augen halten, dass ein Verein, dem keinerlei ausserordentliche Zuflüsse für seine ausgedehnten und kostspieligen Agenden zur Verfügung stehen, auch auf den kleinsten Geldbetrag nicht verzichten kann. Kür die Opfer von Kischenew sind der „Oesterreichisch-Israelitiscben Union" weiter zugegangen : Sammlung der Cultusgemeinde Königliche Weinberge, und zwar: mistni odbor Närodui jednoty ceskozidovske K 50.—, Jakob Mautner 10.—, Director Ig. Bayer 20.—, Rabbiner M. Stark 5.— , Jonas Heller 10.— , Josef Porges 1.—, Ed. May 2.—, W. 2.—, W. 2.—, Lichtenstern Josef 1.— , Fr. Carl Schalek 20.—, Moritz Heller 10.—, Marie Pflaum 5. -, Richard Pflaum 5 —, Wilhelm Jeliuek (Wolschan bei Tremles) 2.—, Marianne S, 50,—, Josef Bejkovsky 10.—, Carl Pollak (Neudek, Sammlung) 28.-, Adolf Flor (Rene, Sammlung) 6.20, Rud. Stransky 1.—, Adolf Laufer 10.—, Jakob Schwarz 5.-, Max Epsteiu 10.—, Mor. J. Lederer 4 —, Hochzeit Kraus—Fleischer (Sammlung im Hotel Bristol) i'4.—, Nagelstock Em. 1.—, Max Grab 4.—; zusammen...............K 298.20 Hiezu die bereits ausgewiesenen........ . . „ 2831.30 Summe . . . K 3129.50 Aus unserem Rechtsschutz- und Abwehr-Bureau. Die Judenexzesse von Zablotow. Die antisemitische Bewegung in Eu sland ruft eine Reflexströmung auch in Galizien hervor. Ein grosser Teil der russischen Presse, allem voran die offizielle und offiziöse, predigt täglich flammenden Judenhass, und die ruthenischen Blätter Ostgaliziens schöpfen aus diesen russischen Quellen. Dieser Ruf fällt umsomehr auf fruchtbaren Boden, als die ruthenische Propaganda den galizischen Juden es sehr verübelt, dass sie bei allen Wahlen mit den Polen stimmen. Das ist der politische Hintergrund, von welchem sich jene Judenexzesse abheben, die kürzlich in ras'cher Folge in Zablotow, Gwodziedz und Kulaszkowcze, drei Ortschaften im Kreisgerichtssprengel Kolomea, die fast ausschliesslich von Ruthenen bewohnt sind, stattfanden... Insbesondere die Exzesse in Zablotow trugen einen wilden und für Leben und Eigentum unserer Glaubensgenossen besonders gefahrdrohenden Charakter. Bei einem Jahrmärkte streute irgend ein nichtswürdiger Hetzer, dessen Eruierung bis heute nicht möglich war, das falsche Gerücht aus, dass die Juden