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Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1903-05-01 · 5 (5.1903) · p. Seite 20

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Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
15 (1903)
Issue
5 (5.1903)
Date
1903-05-01
Page
Seite 20 (sequence 23)
Language
German
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20 dass sein Vorschlagsich auf die Vorsitzenden der Bezirkskommissionen als Privatpersonen beziehe, die im Wege privater Besprechungen das ihnen passend Erscheinende fallweise veranlassen mögen. Er betont diesen Standpunkt unisomehr, als in den Bezirkskommissionen alle Richtungen vertreten seien und er schon aus diesem Grunde die Förderung spezieller Vereinszwecke nicht im Auge gehabt habe, mag auch die Rechtsschutzagitation im eminentesten Interesse aller Glaubensgenossen liegen. Beirat Dr. Zins beantragt, die in den Bezirken zu ernennenden Vertrauensmänner zu Beiräten des Vereines zu ernennen. Dieser Antrag wird nach längerer Debatte abgelehnt, da eine so grosse Anzahl von Beiräten angesichts des konsultativen Charakters dieser Institution nicht opportun erscheine und weil vor Allem die Agitation in den Bezirken durch diese Vertrauensmänner geplant sei. Der Vorsitzende bemerkt, dass alljährlich zweimal eine Zusammenkunft aller Vertrauensmänner mit dem Vorstande und dem Beirate geplant sei. Beirat Rosenbaum beantragt, dass der Vorstand eine Direktive anfertigen möge, damit alle aufzufordernden Herren wiissten, welche Organisationsarbeit von ihnen gewünscht werde. Die Vorstandsmitglieder Dr. Schreiber und Teweles unterstützen diesen Antrag, welchem zufolge einstimmig beschlossen wird, in allernächster Zeit an die Obmänner der Bezirkskommissionen ein ausführliches Schreiben zu richten, worin sie in ihrer Eigenschaft als Glaubensgenossen und Bezirkshonoratioren gebeten werden, im Laufe des Sommers die nötigen Vorarbeiten in Angritt' zu nehmen, damit schon mit Beginn der Herbstsaison in den einzelnen Bezirken grössere Versammlungen abgehalten werden können und eine Mitgliederwerbung in grösserem Massstabe erfolgen möge. Beirat Dr. Bloch stellt noch den Antrag, hinsichtlich der Plünderungen in Uhnöw7 in Galizien ehebaldigst genaue Erhebungen vornehmen zu lassen und beruft sich auf seine in der Generalversammlung diesbezüglich gestellte Anfrage. Vize-Präsident Siegmund Mayer erwidert, dass er als Obmann des Rechtsschutzbureaus die Erhebungen, wie in allen anderen ähnlichen Fällen; sofort hätte pflegen lassen, wenn man nicht erfahrungsgemäss in Galizien einen anderen Weg befolgen müsste. In mehreren Fällen hätte es sich nämlich gezeigt, dass eine Intervention der Oesterreichisch-Israelitischen Union bei den allbekannten autonomen Verhältnissen in Galizien auch von manchen der dortigen massgebenden Juden nicht unterstüzt, ja vielmehr ungern gesehen wurde. Die Vereinsleitung werde sich zwar dadurch niemals abhalten lassen, überall und jederzeit im Interesse der armen schutzlosen Glaubensgenossen einzugreifen, doch wollte man den eingeforderten Bericht vorerst abwarten, der in ein oder

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