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Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1902-07-01 · 7 (7.1902) · p. Seite 12

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Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
14 (1902)
Issue
7 (7.1902)
Date
1902-07-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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3. Es ist unwahr, dass auf der Rückseite eines mit 45 kr., beschriebenen Zettels der Preis von 95 kr. notiert war. Wahr ist vielmehr. 1. dass nach diesem Gruppenbilde seit einem Monate nicht verlangt wurde, 2. dass ich nur solche Preiszettel verwende, die auf einer Seite bedruckt sind, 3. dass ich die Ware in meinem Laden genau nach den im Schaufenster verzeichneten Preisen notiere. Bozen, 24. April 1902. Friedrich Loebl Museumstrasse 54. Professor Spika — amoviert. Wie wir erfahren, ist der Professor am k. k. Staatsg}nrinasium im XVII. Wiener Bezirke, Johann Spika, welcher Ende Dezember 1901 wegen Beleidigung der Familie Kopstein durch brutale antisemitische Schimpfreden zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, im Disziplinarwege von seiner Lehrtätigkeit an der genannten Anstalt enthoben worden. Korrespondenzen. Wien. (EinHauptzeugeimHilsne r-P rozesse.) Der Sträfling Vinzenz Zelinger aus Polna, der bekannte Belastungszeuge aus dem Hilsner-Prozesse, beging, wie berichtet, in der Strafanstalt Mürau, wo er eine Strafe verbüsste, fünfmal nacheinander das Verbrechen der Majestätsbeleidigung. Als Motiv seiner Handlungsweise gab er an, dass er m der Strafanstalt misshandelt werde. Als er nun sofort nach der letzten Bestraf jng neuerlich dasselbe Verbrechen beging, wurde Zelinger zur Ueberprüfung seines Geisteszustandes in die Irrenanstalt nach Sternberg geführt. Dieser Tage wurde nun die Untersuchung abgeschlossen, welche ergab, dass Zelinger geistig nicht normal und nicht zurechnungsfähig ist. Zelinger wird in der Sternberger Irrenanstalt interniert bleiben. Klosterneuburg. Bei der in Klosterneuburg stattgefundenen Wahl des Kultusausschusses, respektive in der darauf am 9. d. M. gefolgten Vorstandswahl wurde der hierorts allgemein beliebte, hochgeachtete Herr Dominik Weinberger, Weingrosshändler, Hausbesitzer und Bezirksschulratsmitglied etc. etc., einstimmig wiedergewählt. Der Genannte bekleidet dieses Ehrenamt durch ununterbrochen elf Jahre, während welcher Zeit er fünfmal einstimmig hierzu gewählt wurde, und hat der Kultusausschuss am 9, d. M., anlässlich der Wiederwahl durch einstimmigen Beschluss, zu Protokoll geben lassen, dass dem Herrn Weinberg er für sein langjähriges, mühevolles, uneigennütziges Wirken Dank, Anerkennung und Vertrauen ausgesprochen werde. Der Genannte ist ein grosser Wohltäter der Armen und haben wir Kultusgemeindemitglieder ihm zu verdanken, dass er mit Ausserachtlassung aller persönlichen und materiellen Interessen durch Verschönerung des Gotteshauses wie: elektrische Beleuchtung, modernen Gesang mit Chor und Hebung des Religionsunterrichtes

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