Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Journal
- Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Volume
- 13 (1901)
- Issue
- 5/6 (Mai/Juni 1901)
- Date
- 1901-05-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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2 Dr. Bloch zieht seinen Antrag zurück. Secretär Türkei verliest nunmehr das Protokoll der vorjährigen General-Versammlung. Dasselbe wird verificiert. Präsident: „Ehe wir an die Erledigung unserer Tagesordnung schreiten, ist es mir eine angenehme Pflicht, im Namen des Vorstandes die Herren Vorstandsmitglieder der Cultursgemeinde Architekt Max Fleischer, Oberingenieur v. Mises, Director Simon, sowie unsere EhrenmitgliederDocent Dr. Grünfeld, Dr. Spitzer und kaiserlichen Rath Anninger zu begrüssen Ebenso begrüsse ich unsere Gäste und die anwesenden Damen auf das herzlichste und heisse Sie alle willkommen, die gekommen sind, um die Rechenschaft über ein Jahr unserer Vereinsthätigkeit zu hören. Ihr Fernbleiben haben entschuldigt: Landes-Schulrath Dr. Gustav K o h n, kaiserlicher Rath Wilhelm P o 11 a k, Redacteur Lichtblau, Gottlieb T a u s s i g, Salo Cohn, Dr. Alfred ß e r g e r, kaiserlicher Rath Moriz Hirsch, Abgeordneter Doctor Julius 0 f n e r, Baurath Wilhelm S t i a s s n y. Von Herrn Oberrabbiner Doctor Güdemann langte ein sehr warm gehaltenes Begrüssungsschreiben ein. (Der Präsident verliest dasselbe, und wird dessen Inhalt unter lebhaftem . Beifalle zur Kenntnis genommen.) Der Rechenschaftsbericht des Präsidenten. Der erste Punkt gilt der Erstattung des allgemeinen Rechenschaftsberichtes. Die Jahreszahl 1900 d arf die „ Oesterreichisch-israelitische Union" als einen Markstein in ihrer Entwicklung betrachten. Ein intensiv pulsierendes Leben hat sich seit der XIV. General-Versammlung entwickelt, das in den Ziffern, die wir Ihnen bieten, markanten Ausdruck findet. Die Ziele des Vereines wurden weiter gesteckt, der Vorstand hat seine Aufgaben von einem höheren Gesichtspunkte erfasst und das, was den Gründern der „Union" seinerzeit vorgeschwebt hat, seiner Durchführung näherzubringen gesucht. Aus unserer „Union" hat der Vorstand wirklich das zu machen gesucht, was der Titel besagt: eine österreichisc h-israelitische Union. Das Rechtsschutz-*Bureau, dessen Thätigkeit nach wie vor der Gentraipunkt unserer angestrengtesten Thätigkeit wrar, liefert Ihnen einen besonderen Bericht; seine Erfolge waren segensreich, und nur vereinzelte Fälle eigneten sich zur Publication. Der ungleich grössere Theil unserer Arbeit auf diesem Gebiete mit seinen wirksamen Erfolgen bleibt in den Archiven erhalten, und der Dank, der von ungezählten Betheiligten für die stets opferbereite Thatkraft unseres Vorstandes mehr empfunden als gesagt wird, bildet jene Befriedigung, welche der Verein für sich in Anspruch nehmen darf. Die breitere Basis, welche unserem Vereine gegeben wrurde, erforderte die Schaffung eines regelmässig functionierenden Bureaus. Unser bewährter Leiter des Rechtsschutz-Bureaus