Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Journal
- Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Volume
- 13 (1901)
- Issue
- 2 (2.1901)
- Date
- 1901-02-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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7 ländische Jaden in Anregung gebracht wurde, wäre es eine sträfliche Vernachlässigung seitens der jüdischen Bevölkerung, wenn dieselbe das Inkrafttreten des neuen Heimatsgesetzes nicht unverzüglich benützen würde, um in die oben geschilderten, überaus verworrenen Verhältnisse Ordnung zu bringen. Wer aus Bequemlichkeit oder aus sonstigen nichtigen Rücksichten von den humanen Bestimmungen des neuen Heimatsgesetzes keinen Gebrauch macht, der hat es sich selbst zuzuschreiben, wenn dieses unverantwortliche Versäumnis früher oder später ihm oder seinen Nachkommen grossen Schaden zufügt. Ü>OF$ef fäf Euer fleiti)ateFecf)K Für alle Glaubensgenossen und deren Kinder ist es von höchster Wichtigkeit, dass sie auf Grund des am 1. Jänner 1901 in Wirksamkeit getretenen neuen Heimatsgesetzes ihr Heimatsrecht so schnell als möglich in Ordnung bringen. Namentlich gilt dies von Jenen, deren ungarische Staatsbürgerschaft auf Grund eines mehr als zehnjährigen Aufenthaltes in Oesterreich von selbst erloschen ist. Nicht nur die Ausübung der bürgerlichen Rechte, sondern auch die Sicherheit der wirtschaftlichen Existenz ist untrennbar mit dem Heimatsrechte verbunden. Wer die Regelung desselben versäumt, handelt deshalb nicht nur pflichtvergessen gegen die Gesammtheit, sondern auch gegen sich selbst und seine Familie. Das Rechtsschutz-Bureau der „Oesterreichisch- Israelitischen Union", IX., Berggasse 20 (Bureaustundeu von 10—12 und 3—6), ist bereit, jedermann diesbezüglich mit Rath und That an die Hand zu gehen und die erforderlichen Schritte einzuleiten. Kinderraub in Galizien, Vortrag des Landtagsabgeordneten Dr. Julius Ofner. (Schluss.) Dagegen ist seine Phantasie gerade in diesen Jahren leicht zu erregen, es ist für Ausserlichkeiten, für Versprechungen und Zukunftsträume empfänglich, es lebt mit seinen Ideen in der Traumwelt der Romane, Lassen Sie dem 14jährigen Mädchen von einer Respectsperson, von einer vorehmen Dame zureden, lassen Sie es denken, dass es Object besonderer Fürsorge, einer grossen Action sei, lassen Sie ihm Ausblicke in eine schönere Zukunft geben, eine Liebelei mitspielen und die Kleine glauben machen, dass sie nur zum Christenthum überzugehen