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Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1901-01-01 · 1 (1.1901) · p. Seite 17

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Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
13 (1901)
Issue
1 (1.1901)
Date
1901-01-01
Page
Seite 17 (sequence 22)
Language
German
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17 2. Samstag den 19. Jänner, präcise 8 Uhr abends, im Restaurant K h u n « r, L, Adlergasse 6 : V o r trag des Schriftstellers Herrn Doctor Heinrich Glücksmann : „Ins neue Jahrhundert". Nach dem Vortrage gemeinsames Abendessen. Die Damen unserer Vereinsmitglieder sind herzlichst willkommen, für von Mitgliedern einzuführende Gäste wolle man Eintrittskarten im Vereinsbureau, IX., Berggasse 20, beheben. # Jene Herren Vertrauensmänner, welche die Listen neu beigetretener Mitglieder an unser Bureau noch nicht abgesendet haben, bitten wir, dies so rasch als möglich zu thun, damit die Mitgliedskarten pro 1901 ausgefertigt werden können. * Wandervorträge der „Oesterreichisch-Israelitischen Union". Im Laufe der Monate October und November hat der Leiter unseres Rechtsschutz- und Abwehrbureaus, Herr Siegfried Fleischer, in 51 israelitischen Cultusgemeinden Böhmens Wandervorträge über den Zweck und die Thatigkeit des genannten Bureaus gehalten. Diese Wandervorträge werden in nächster Zeit successive in Nieder- und Oberösterreich, Mähren, Schlesien, Galizien und Steiermark fortgesetzt werden. & Die P. T. Herren Vereinsmitglieder werden in ihrem eigenen Interesse dringend ersucht, Wohnungsveränderunge n sofort dem Vereinsbureau bekannt zu geben. oppespoodeozei). Krakau, 26. December. (Die Affaire Rochme Weiss.) Im August 1899 hat die damals 16 Jahre zählende Rochme Weiss, Tochter des Markus Weiss in. Wieliczka, das Elternhaus heimlich verlassen, und die Eltern erfuhren erst nach einiger Zeit, dass sich ihr Kind im Kloster der Felicianerinnen in Krakau befinde. Alle Versuche der Eltern, ihr Kind zu sehen, waren vergeblich; es schien, dass die Angelegenheiten denselben Lauf, wie die anderen zahlreichen Fälle von Mädchenraub in Galizien, nehmen werde. In der Untersuchung, die wider die Verführer der Rochme Weiss geführt wurde, verlangte Rochme die; A.b erkennung der väterlichen Gewalt über sie und die Einsetzung einer Vormundschaft. Sie behauptete, ihr Vater hätte sie zuhause schlecht behandelt, und sie wolle deshalb, zumal sie getauft sei, nicht mehr nachhause zurückkehren. Auf Ersuchen der „Oesterreichisch-Israelitischen Union" übernahm der Krakauer Advocat Herr Dr. R. Landau in bereitwilligster und uneigennützigster Weise die Vertretung des schwergebeugten Vaters. Dr. Landau widersetzte sich dann diesem Ansuchen der Tochter, da nicht der mindeste gesetzliche Grund zur Aberkennung der väterlichen Gewalt vorlag. Er wies durch unbescholtene Zeugen nach, dass Markus Weiss sein Kind zuhause stets gut behandelt habe, und da die Taufe im Sinne des A. B. G.-B.

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