B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 5 (5.1926)
- Date
- 1926-05-01
- Page
- Seite 147 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/9582244-9582244-9598440-9598578--1087-9598597- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
147 b) Durch Diskussionen, durch welche eine Überbrückung der gegensätzlichen Anschauungen unter den Brüdern angestrebt wird. 2. Informierung der Brüder über die Tätigkeit der Friedensorganisationen und denen verwandte Bewegungen. a) Durch Abonnement der Veröffentlichungen der Friedensvereinigungen durch die Logenbibliothek und Bestellung ständiger Referenten für die Logensitzungen. (Hier werden empfohlen: Friedenswarte. Paneuropa, Wahrheit, Mitteilungen des internationalen Versöhnungsbundes, <Sbratrem.) b) Durch Vorträge über den Völkerbund, Zweck und Tätigkeit der Völkerbundliga, Liga für Menschenrechte und Vorträge über die völkerverbindende Mission des Esperanto. 3. Aufforderung der Brüder, an der Friedensbewegung aktiv teilzunehmen. Jeder Bruder soll einer Friedens Vereinigung oder einer Völkerbundliga obligatorisch angehören. Die Förderung des Esperanto ist den Brüdern zu empfehlen. 4. Gewinnung der Jugend für deu Friedensgedanken. Logen, welche Jugend-Organisationen gründen oder gegründet haben, sollen diesen in Pazifismus, Paneuropa, Esperanto ein konkretes Programm geben. *) Referat des Br. Expr. Dr. Groß über die Stellung zu Vereinigungen ähnlicher Tendenz. Es handelt sieh hier lediglich um die Stellung zur Aufnahme von Mitgliedern einer Vereinigung mit ähnlicher Tendenz oder zum Eintritt eines Bruders in eine derartige Vereinigung. Die einzelnen Logen sind über ihren Standpunkt befragt worden und die Antworten liegen nun vor. Es lassen sich drei Gruppen von Antworten untersoheiden: 1. Beibehaltung des bisherigen Verhaltens, d. h. vollständige Freiheit betreffs anderweitiger Mitgliedschaft. 2. Verbot der gleichzeitigen Mitgliedschaft. 3. Individuelle Behandlung der Frage, um unlauteren Versuchen, möglichst vielen Vereinigungen anzugehören, entgegenzutreten. Referent weist auch auf die feinen Nuancen innerhalb der drei Gruppen hin und schlägt im Sinne der Erörterungen des gieistigen Komitees das Prinzip vor, daß für alle V e r e i n i g u n g en — ob lokale oder zwischenstaatliche — die g 1 e i c h e n B e s t i an m u n g e n gelten sollen. Ein Veto in allgemeiner Form ist nicht empfehlenswert, aber immerhin handelt es sich darum, den Logen ein Regulativ in die Hand zu geben, um unerwünschte Elemente fernzuhalten und die eigenen Energien nicht zu zersplittern. Die Debatte «©igt eime zwiespäditiig© Meinung diecr (Brüder du diesem Punkte. Die einen (S ,t & r k e m s t e i m. B Ii ie Ih 1a X. T e i t s ©!h e er) wollen gerade ikinigere Bez'ielhumgem izu anderen Vereinigungen .angebahnt wissen, sie sehein lin .einer Erachrwerimig gemeiiuisamier Mitgliedschaft 'eiimem Rückschritt, und eine Einschränkung persönlicher Freiheit; es sei übrigens bei einer individuellen Prüfung ausgeschlossen, 'eventuelle unlautere Gründe zu eruieren. Die anderem Spredner (Led er er, Fuchs, Heller) weisen auf die verschiedenen Verhälitinisse 'bei den einzelnen Logen hin und »eigen, daß mit einem *) Vgl. hiieziu den Artikel lin deir Umschau: Wie kann der einzelne die Friedensbewegung fördern?