B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 5 (5.1926)
- Date
- 1926-05-01
- Page
- Seite 145 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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145 B r. Band 3. o t {Bio'hemia) irät, lim den Gemeinden durch 'persönliche InitervenitlDoin'aufklärend zu winken. Im dem Gemeinden und auch lim den Logien herrischem falsche Amisiclhlfeein über d&e Fürsorgez einträfe. Die«« hat nur e rigainiilisaito-ir iselh zu wirken umid »o ffäflltl auch die AuMajungisartaitt iim ühirem B«er^Lcftt. ■ ■ . Br. Hilf (Oabranaa), (Däie Fiirisioirgeizeintirale sollte sieh iruur iniift- An-' gelegeiniheiten ibesc.häftiiigem, die für die Juden eben ganzen .ReipubMlk ßemtrales Interesse haben, was -aber le-kale Wiohlitäti gkeit ibetriiifft, soll den! © .k a 1 e n I in ig it i it u 14 o n e n, ®ö wie bisher, überlassen bleiben. 1 Br. Wiesmeyeir ergireifit nochmals das Wort, weist bezüglich des; Wanderbetiteiis auf ein Eiimvei nehmen mit Österreich und Deutschlamd ihim, was freiliicih die Mitarbeit der Geimeiimdem voraussetze. Die aufklärende Arbeit werde weöter fortgesetzt werden. Die Logen sollten ve.ripMic'hteit wenden, das Fiüirisioageiproblem :zu erörtern. Die Beschlüsse. 1. Die Thesen Br. F e i t h s sollen als Grundlage f ü r die weitere soziale Betätigung a n g e n o m in e n w e rd e n, damit unter Zugrundelegung dieser Thesen aufklärende A r fb e i t g e 1 e i s t e t w e r d e. 2. Die Logen halben daihin zu wirken, daß in ihrem 0 r t s b e r e i c h e die G r ü n d u n g v o n L o k a 1 v e r ib ä n d e n der 'bestehenden sozialen Vereine und Institutionen erfolge. 3. Die j ü d i s o h e F ü r s o r g e z e n t r a 1 e für die Ö. S. R. io t in ausreichendem Ausmaße aus Logenmitteln zu fördern. Referat des Br Expr. Bischitzky über den Einfluß unseres Ordens auf die Friedensbewegung. Referent geht von den diesbezüglichen Anträgen /des geistigen Komitees aus und schließt eine kurze Begründung au. Der Friedensgedanke entspricht unserer Ordensidee. Die erste Idee des Pazifismus, Gewalt zu beseitigen, gehört zu den sittlichen Grundsätzen unseres Ordens. Sittliche Pflicht ist es, alles zu tun, um den Menschenhaß abzubauen, allen Religionen zum Trotz. Duldsamkeit in allen Fragen der Überzeugung, (welche Privatsache jedes einzelnen ist, niemals1 Verfolgung, niemals Aufzwingung einer Weltanschauung, der Grundsatz des Wohlwollens: das ist wesentlicher Inhalt des Pazifismus, dem im Leben des einzelnen und im staatlichen Leiben zur Geltung verholfen werden soll. Unser Leben ist das Ergebnis einer Kräftewirkung. Auf der einen Seite wirken Fortschritt und Freiheit, auf der anderen Rückschritt und Beschränkung, hier Offenheit und Wahrheit, drüben Heuchelei und Intrigantentum, hier weiter Blick, dort Mangel an Einsicht. An dem Beispiel der Esperantobewegung ist deutlich sichtbar, wie sprachliche Verständigung ein Mittel zu innerem Verstehen wird. Wenn jeder Esperantokongreß einen Teil seiner Verhandlungszeit dem Andenken seines Begründers, dos Juden Zamenhof, widmet, so muß durch diese Tatsache allein in jedem Esperantisten der Antisemitismus schwinden. . ..;, ... ■