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B'nai B'rith · 1926-05-01 · 5 (5.1926) · p. Seite 141

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Journal
B'nai B'rith
Volume
5 (1926)
Issue
5 (5.1926)
Date
1926-05-01
Page
Seite 141 (sequence 13)
Language
German
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141 Jiiigeasd .zu ums komme. Unser Ziel dürfe nicht die Vorbereitung der Jugend für die Aufnahme m unserem Orden ©ein, sondern die Jugend o ferne Ziel zusammenkommen zu lassen, mit Ahr alles zu besprechen, was ihr am Herzen liegt, Sport. Politik. Wissenschaft um dam diese »11gemeimem Fragen auch die jüdischem Pragein hmeinz us teilen. Namentlich für die kleinerem 'Städte sei dies der emrage Weg. Br. Teltscke.r (Phiilamtihroipda). Das Wesentliche, was ums von der Jugemd trennt, ist ihr Geltungstrieb, der aus einem üibeirkio'mipensieintem Mimderweiiitiigkeitisigefiilhl herrührt. Darum müssen wir ,übr das Vertrauen geben, daß wir sie als vollwertig nehmen. Das durch die wirtschaftlichen Verhältnisse limimier weiter Ihinaiusgeiscbobeme HeiratsailteT und also der Altersunterschied zwischen Elteirm und Kindern erschwere das gegenseitige Verstehen. Das Hauptgewicht liege also in der Familie. Wenn die Kinder .einen Unterschied zwischen Tun und Reden dar Eltern bemerken, verlieren diese jeden erzieherischem Hallt. Diese Gesinnung müsse durch die Loge verbreitet werden. Wir müßten aber, wie Br. Starkemsteim sagt, dem Menschen mittleren AHters ums zuwenden und sie in unsere Mitte ziehen; darum sei et für eine Herabsetzung des Aufnahme alters eingetreten. Br. Großpii'äß.Memt.Ehrmamm (Wien) berichtet über die guten Erfolge des Wiener Jugemdbunies. Die geistige Einstellung der jüdischen Jugend von heute weist deutlich jene Polarität auf, die Martin Buber als Eigentümlichkeit des jüdischen Geistes bezeichnet: unsere Jugemd ist entweder für dien .Sport begeistert oder für den Zionismus. Wik haben der Jugend zu wenig Begeisterndes zu geben, wir müssen nun einmal die Tagesströimiumgen berücksichtigen und ihr Bücher geben, die sie mitreißen. Dubnows Geschichte sei in diesem Zusammenhange zu empfehlen. Aber nur dürfe amam nicht nach einem Schema eine Jugemdvereimigung leiten wollen, vom Tag zu Tag müßten ihre Aufgabem gefunden werden. Br. Hilf (Ostra.via). Die Jugend vom heute ist nicht anders als die Jugemd von ehedem. Wir sind die .Schuidtragemdem. wemm sich die Jugend vom uns entfernt. Wir imüssem ihr etwas Jüdisches bieten. Wir brauchen eine E1 it e r mi b e w e g u m g. iBr. Heller (Beheimia). Wo man der Jugend ein begeisterndes Ziel gibt., prosperieren auch die Jugendvereime. Man sagt nun. unsere Ordensprogramm sei für die Jugemd. zu abgeklärt, als. daß es sie begeistern könnte. Allein auch wir haben Ziele, für die sich die Jugend gewinnen ließe, wie die Idee d e s H u m 1a m d s m u s u m d P a z 1 f i s an u fr. /Br. Hütt er (Union). In Pilsen versuchte man einen ergänzenden Unterricht durch Kurse einzuführen: die Jugend erschien nicht. Man müßte eine Art Urania schaffen, wo neben allgemeinen Themen auch jüdische aur Spirache fcoimimiem. Voir einer direkten Kasernierung der Jugend kämm nicht genug gewarnt werden. Nur dort sollten Vereinigungen gegründet werden, wo eine Jugendbewegung zu finden ist. Darum sollte unser Orden Jugend Vereinigungen fördern, die — nicht rein politischen Charakters — vom den Kultiusgeimeinden selbst gegründet werden könnten. /Br. W'olf (iSilesia). In der Jugemd schwindet das jüdische Bewußtsein mneht. Dafür sorgt schon die Außenwelt. Nur müssen wdr Versuchern, in unserer Jugemd das zu wecken, was wir für das Judentum wünschen, aber miiichjt warten, bis die Jugemd am uns herantritt. Die To ynbeehalle, mit der Verbindung von 'materiellen und geistigem Darbletunrem. könnte zu einem Anzliehumigspunkte für die Jugend werden. Hr. Schwein bürg (Praga). Bei der Jugend heißt es nicht: los vom Judentum, sondern los vom Religionsunterricht! Unsere Schulkommisisionen mußten darauf achten, nur qualif izierte R e 1 ig ioms 1 ehre r anzustellen die der Jugend ethische WeJtgedamken beibringen könnten. lBt. .Grioi ßpräsident Popper. Die jüdische Jugend gehört heute meist der gebildeten Jugemd am. Nun ist die. gebildete Jugemd vom heute JJragerm der Reaktion, wie sie ehemals Trägerin der Revolution war. Darum sollen w,ir am der Jugendbewegung nicht achtlos vorübergehen. Unser Urdensinteresse verlangt, es: nicht daß eine Jugendveremi<nim°- die Vorstufe für den Orden sedm sollte, sondern daß junge Leute, die frühzeitng im Vorurteile himeingedrängt werden, ohne Unterschied ihrer politisclnem Einstellung zusammenklommen und Toleranz lernen

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