B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 2 (2.1926)
- Date
- 1926-02-01
- Page
- Seite 36 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/9582244-9582244-9598440-9598473--0975-9598485- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
36 Tiber unsere Tätigkeit nach außen sei nur festgehalten, daß unsere besondere Fürsorge auch in diesem Jahre den Vereinen galt, die zum Teil von uns ins Leben gerufen wurden und segensreich wirken: Freitischverein, Waisenheim, Mädchenfreitisch- und Fürsorgeheim. In unserem von Br. Saud Benan der Loge gewidmeten Hanse sind derzeit vier Institutionen untergebracht: der Freitisch verein, das Technikerheim, die Mensa academica judaica und das Waisenheim. Eine von Br. Bibliothekar Dr. Donath geleitete planmäßige Arbeit unter den Brüdern und auch außerhalb der Loge gilt der Fördern n g der hebräischen Universität in Jerusalem. Als einen Akt der uns obliegenden Kunstpflege betrachten wir die Anschaffung eines schönen Bildes von Maler S. Brunner für unser Ver< insheim. Auf Vorschlag des Komitees für soziale Fürsorge haben wir insgesamt Kc 7782.— an Subventionen bewilligt; beteilt wurden: das tschechoslowakische Rote Kreuz, der Haus/baufond der Volkshochschule, das Brünner Kinderspital, die Blindenfürsorge für Mähren und Schlesien, sowie eine Reihe jüdischer Vereine und Institutionen. Die Loge beteiligte sich auch mit einem Betrage an der Eintragung des Präsidenten der Republik ins goldene Buch des jüdischen XationalfoiuK »Präga«. Im Termine 1926 wurden 16 ordentliche Sitzungen, zwei mit der w. „Bohemia" gemeinsame Logen Sitzungen abgehalten. Der Durchsehnittsbesuch ergab eine Ziffer von 59%. Die Leistungen der Loge auf geistigem und kulturellem Gebiete erscheinen durch die bereits veröffentlichten Vorträge und Referate angedeutet. An die Referate: .,Unsere Stellungnahme zu anderen Brudervereinigungen" und ..Große und kleine Logen" schloß sich eine lebhafte Debatte an. Das geistige Komitee hat im heurigen Jahre die Institution der durch die Brüder des sozialen und Jungbrüderkomitees e r w e i t e rt e n A b e n d s i t z u n g e n eingeführt, welche sich aufs beste bewährt hat. Vor allem war zu konstatieren, daß viele Brüder, die aus Bescheidenheit oder schwer zu überwindender Scheu in der Loge das Wort überhaupt nicht oder nur selten ergreifen, sich in diesem engeren Kreise an allen Diskussionen eifrig beteiligen. Die Wichtigsten Themen, welche in den Abendsitzungen zur Erörterung gelangten, waren: ..Hebung des Vertraut werdens der Brüder", „Allgemeine menschliche Fragen", „Jüdische Fragen". „Der Religionsunterricht unserer Kinder". Auf dem Gebiete der sozialen Wohlfahrtspflege beschäftigte sich das soziale Komitee außer mit den Fragen der Jugendfürsorge und Studentenfürsorge vornehmlich mit jener der Berufsumschichtung und mit der Frage der Reorganisierung und Ausgestaltung der Fürsorgezentrale.