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B'nai B'rith · 1926-01-01 · 1 (1.1926) · p. Seite 16

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Journal
B'nai B'rith
Volume
5 (1926)
Issue
1 (1.1926)
Date
1926-01-01
Page
Seite 16 (sequence 16)
Language
German
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16 mit den Juden anderer Länder kein Gemeinschaftsgefühl verbinde und wenn sie auch an jüdischem Wissen den anderen Juden nicht gleichkämen, so sei dies ein Fehler, der sieh leicht gut machen lasse. Dagegen stünden die englischen Juden, was Wohltätigkeit betreffe, denen anderer Länder gewiß nicht nach. Es handle sich also nur darum, den Orden in England populär zu machen und seine Zwecke und Ziele zu verbleiten. Damit habe Dr. Da ic lies einen glänzenden Anfang gemacht. Die Frauenlogen im Orient. Der Distrikt XL „Orient", zählt gegenwärtig 25 Logen, von denen 3 in der türkischen Republik. 9 im Königreich Bulgarien, 2 in Griechenland. 1 auf Rhodus, 1 in Jugoslavien, 3 in Syrien und 1 in Ägypten sich befinden. Besonders interessant ist ein Sonderbericht dieses Distriktes über die Gründung der Frauenloge (B'noth B'rith). Am 7. Dezember 1923 wurde die Mirjamloge in Konstantinopel feierlich gegründet. Sie hat ein den Männerlogen ähnliches Rituale, ist allerdings als eine Sektion der Konstantinopelloge organisiert und trägt auch ihre Logennummer 678. Ihr Ziel ist: a) Hebung des intellektuellen und ethischen Niveaus durch die Kenntnis jüdischer und außerjüdischer Kultur, b) Hebung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Stellung der jüdischen Frau im Orient, c) Zusammenarbeit mit den Männerlogen auf dem Gebiete der Wohltätigkeit und Erziehung. Die Aufnahme ist für die Frauen, Schwestern und ledigen Töchter der Brüder, sowie für jede Jüdin von mindestens 20 Jahren an bestimmte Bedingungen geknüpft. Die Führung liegt in den Händen von 7 Beamtinnen, 4 Komitees (Wohltätigkeit. Geistige Interessen. Soziale Interessen, Vergnügung) und der Mitgliederversammlung, die einmal im Monate erfolgt. Am 10. Jänner 1925 wurde eine ähnliche Frauenloge im Anschluß an die Männerloge in Sofia gegründet: ..Schunamith" Nr. 674. Gründungsschwestern waren über 50 Damen aus den besten jüdischen Kreisen. Am 20. Feber 1925 wurde in Adrianopel die Frauenloge ..Havazelet Hasharon" Nr. 677 ins Leben gerufen. Am 8. März 1925 folgte die ..Judith"-Loge Nr. 993 in Athen, bei der die Einführungen besonders feierlich waren. Interessant ist eine Aktion in der ,.Schunamith"-Loge in Sofia gegen hazardierende Kartenspiele. Erwähnenswert ist ferner die Eröffnung eines Pflegeheimes für sittlich gefährdete Mädchen, Versorgung von Unterkunft für Mädchen und Flauen, die allein nach Sofia kommen, und die Schaffung eines Logenchores. N. Amerika. Das wichtigste Ereignis im jüdischen Leben Amerikas während der verflossenen Monate war die Konferenz in Philadelphia, der auch der größte Teil der Oktober-Nummer des B'nai B'rith-Magazine gewidmet ist. Zur Beratung stand das auch in unserer Monatsschrift schon besprochene Projekt des Br. David Brown, der seit seiner Rückkehr von einem mehrmonatigen Studienaufenthalte in Rußland eine iastlose Tätigkeit entfaltet, um in den Vereinigten Staaten einen Fond in der Höhe von 15 Millionen Dollars zwecks Ansiedlung russischer Juden auf dem Lande in den von den Sowjets hiefür bestimmten Gebieten aufzubringen. 750 Vertreter aller jüdischen Parteiriehtungen waren bei der Konferenz, anwesend. Die schon vorher in der Presse leidenschaftlich erwogenen Argumente für und wider, insbesondere die Befürchtungen der Zionisten. daß durch das Fkraina-Projekt große Beträge an ein zweifelhaftes Unternehmen gewendet und dem Palästina-Aufbau-Werk entzogen werden könnten, gelangten zur Debatte, die mit einem Kompromiß beendet wurde. Es wurde die Schaffung eines Fondes unter dem Namen „Overseas Chest" beschlossen und in der Schlußresolution die Erwartung ausgesprochen, daß die amerikanischen Juden nach wie vor in angemessener und generöser Weise zu dem Palästina-Werke beitragen werden. Den Höhepunkt der Konferenz bedeutete die Bekanntgabe der Spende des Chicagoer Philanthropen Julius Rosenwald, der für die Ansiedlung russischer Juden in der Ukraina den Betrag von einer Million Dollars widmete. Die hervorragenden Teilnehmer an dem Kongreß, u. a. auch der h, w. Ordenspräsident Br. Alfred M. Cohen, werden im Bilde festgehalten, auch

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