Mannheim
Compact Memory

B'nai B'rith · 1926-01-01 · 1 (1.1926) · p. Seite 15

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
5 (1926)
Issue
1 (1.1926)
Date
1926-01-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/9582244-9582244-9598440-9598450--0955-9598465
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

15 herantreten, sie mit den Zwecken und Zielen des Ordens bekannt machen. Wir sind eine lebende Organisation und müssen darauf bedacht sein, uns zu vermehren. Langsam aber sicher sollen wir unsere Kreise weiter ziehen. Daher halte ich es für richtig, wenn wir Umschau halten und unsere Brüder dazu anhalten, es nach einer gewissen Karenzzeit selbst zu tun. Aus verschiedenen Fäden muß das Sieb geflochten werden, durch das die kommenden Adepten gehen müssen; sorgen wir dafür, daß seine Maschen nicht zu weit, aber auch nicht zu enge seien!" Aus anderen Distrikten. Österreich. Außer den üblichen Vereinsnachrichten enthält das Dezember-Heft der „Mitteilungen" einen instruktiven Aufsatz über die Einigung im amerikanischen Judentum. Br. Dr. Jakob Ornstein beendet sein ausführliches Referat über das Werk Zieglers „Die sittliche Welt des Judentums". Br. Dr. Viktor K u r r e i n, Linz, greift das Thema „Logenheim und Geselligkeit" auf. Ausgehend von der Gegenüberstellung von „Haus" und ..Heim" kommt er zu dem Schlüsse, daß der Logengedanke dem Bruder ein Stück seines Selbst, seiner eigenen Natur werden müsse. Darum verlangt Logengedanke und Logengeselligkeit mehr als „geschlossenen Raum". „Das Logenheim" ist daher nicht nur der Logentempel, sondern ein Welt-Heim. Es ist die Atmosphäre, die den Bruder dauernd umgibt, ist und bleibt das geistige und faktische Milieu, in dem er sich und die Seinen dauernd erzieht. Die geistigen und moralischen Werte sind und bleiben die größten Spenden, die man der Loge widmen kann. Sie schaffen die ideale Gesellschaft und die idealste Geselligkeit, die Humanität im Sinne des Edelmenschen. R. Deutschland. In der Dezember-Sitzung des Geschäftsausschusses berichtete der Vorsitzende der Jugendschriften k o m m i s s i o n, Br. G a 11 in e r, über Herausgabe von Büchern und Heften. Es liege bereits ein Material für zehn Hefte vor, die ohne jede Parteieinstellung positiv jüdisch, für die heutige Jugend geschrieben und vor allem billig sein sollen. Der Mangel solcher Lektüre habe sich schwer fühlbar gemacht, weil die Bücher, welche die Jugend in die Hand bekomme, rein „germanisch-deutsch" eingestellt seien und das Judentum völlig negieren. Von einigen Frankfurter Brüdern ist ein ähnlicher Plan vorgebracht worden, und zwar soll unter dem Gesamttitel „Der Väter Erbe" eine quellenmäßige Sammlung über Judentum und jüdische Geschichte herausgegeben werden. Ferner ist angeregt worden, Schriften den Lehrer- und Schülerbibliotheken an den höheren Schulen zuzuführen. Tagtäglich werde die jüdische Jugend in der Schule gedemütigt, und zwar weniger aus Absicht als aus Unwissenheit der Lehrer, die ihre Kenntnisse aus Büchern schöpfen, die dem Judentum nicht objektiv gegenüberstehen. Es wird beantragt, drei Bücher, und zwar Baeck: „Wesen des Judentums", Elbogen: „Geschichte des jüdischen Volkes" und „Lehren des Judentums" zu verbreiten. Br. Galliner wird diesbezüglich ein Rundschreiben an die Logen entwerfen und mit dem Zentralverein in Verbindung treten. — Das Logenadreßbuch ist zum Preise von Mk. 4.50 erschienen. England. Die jungen englischen Logen sind ihrer Mitgliederzahl nach klein. Der Logengedanke faßt nur langsam in England Fuß. Jewish Chronicle bemerkt anläßlich einer Propagandarede des Br. Dr. D a i c h e s, daß sogar in Bezirken, wo man für den Orden Interesse erwarten dürfte, harter Boden sei. Es könne nicht leicht angegeben werden, warum dem so sei. Man könne nicht behaupten, daß die englischen Juden

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.