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B'nai B'rith · 1926-01-01 · 1 (1.1926) · p. Seite 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
5 (1926)
Issue
1 (1.1926)
Date
1926-01-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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8 ihnen im Dienste der Menschheit einen Wert geben, »las fest die Voraussetzung' realer Sittlichkeit. Bronislav Hübet m a n n, der berühmte Geiger, sagt in seiner Schrift „Mein Wegzu Paiieuropa": „Es ist meine unerschütterliche Überzeugung, daß die Niederreißung der Zollgrenzen Europas keinen oder nur einen geringen Einfluß auf die individuelle Eigentümlichkeit der einzelnen europäischen Nationen haben wird... Die kulturellen Grenzen sind nicht identisch mit ökonomischen und durch die Aufhebung letzterer werden die kulturellen Unterschiede keineswegs verwischt" Paueuropa ist nicht ein letztes Ziel, sondern nur ein vorletztes. Aber oft wird dieser Gedanke übersehen: Wer in der Welt des Raumes nacheinem Ziele -strebt — und sei es nur ein Reiseziel —, der läßt mit jedem Schritt nach vorwärts die durchmessene Etappe hinter sich; wer. in der sittlichen Welt nach einem Ziele strebt, der muß alle Stadien des „Weges" in sich lebendig tragen, denn das sittliche Ziel ist die Summe seines Lebens. Bei jeder sittlichen Tat muß von neuem summiert werden und wenn die Größe eines Summanden fehlt, wird die Rechnung zu klein. Gerade die Betrachtung so umfassender Menschheitspläne, wie es das paneuropäische Programm ist. macht es uns klar, wie wir durch unseren jüdischen Orden in der allgemeinen Menschheitswelt erst richtig1 lokalisiert werden. —ger. <Chanukah-Botsd}aft des h. w. Bundespräsidenten. — Neue GrolV löge England. — Vom geistigen Komitee.) Das h. w. Exekutiv-Komitee sandte am 1. Dezember v. J. anläßlich des Chanukahfestes eine Betschaft des h. w. Ordenspräsidenten Alfred M. Cohen an alle Logen, in der es heißt: ..Meine Brüder! Entzündet mit mir die Chanukahlichter, so wie es unsere Väter taten seit jenen Zeiten, als Juda Makkabi den Tempel in Jerusalem wieder einweihte, 169 Jahre vor der christlichen Ära. Die Geschichte bewahrt Namen, bei deren bloßer Erwähnung wir sofort wissen, warum sie unsterblich sind. So bedeutet der Name Makkabi unerschrockene Tapferkeit, Bereitschaft, für seine Überzeugung zu sterben. ,Meine jüdischen Soldaten sind wahre Makkabäer', sagte Zar Nikolaus zu Moses Montefiore, als der englische Philanthrop für die bedrückten russischen Brüder bitten kam, die wenig' Aussicht auf Gerechtigkeit hatten. Der Name Makkabi wurde vom russischen Kaiser gebraucht, der gewiß kein Freund des Juden als eines Musters von Tapferkeit und Charakter war. Hier wurde nach zweitausend Jahren das Legat eines Helden an das jüdische Volk fällig. Unser Chanukah versinnbildlicht den Sieg religiöser Freiheit über unduldsame Frömmelei. Chanükah ist ein allmenschliches Fest; es ist das Symbol des uralten Kampfes zwischen den Mächten des Lichtes und der Finsternis." In seinen Mitteilungen vom 15. Dezember v. J. berichtet das Exekutiv-Komitee, daß es in seiner Sitzung vom 6. und 7. Dezember die Gründung einer neuen Großloge in England als Distrikt Nr. 15 be- Von

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