B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 9 (11.1925)
- Date
- 1925-11-01
- Page
- Seite 247 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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247 Das Miröschauer Studenten-Ferienheim, das vor drei Jahren durch "Vermittlung des verstorbenen Bruders Alb. Freund der w. „Praga" zur Verfügung gestellt wurde, hat auch im heurigen Sommer 37 jüdischen Studenten und Studentinnen kostenlosen Aufenthalt, Verpflegung und Erholung geboten. Dank einer größeren Spende des Besitzers des Hauses, des Herrn Dr. Richard Freund in Wien, konnte das Haus hergerichtet und nötige Einrichtungsgegenstände beschafft werden. Zur Aufnahme in das Ferienheim meldeten sich über 70 Hörer und Hörerinnen cechoslovakiseher Hochschulen, von denen die nach ärztlicher Untersuchung und gründlichen Recherchen Bedürftigsten für vier, bzw. sechs und acht Wochen aufgenommen wurden. Die meisten Pfeglinge waren auch heuer jüdische Studenten aus Rußland, Polen, Ukraine und Rumänien, die in der Cechoslovakei studieren. Ein Beweis für den guten Erfolg des Landaufenthaltes kann darin erblickt werden, daß alle Pfleglinge bedeutende Gewichtszunahmen (von 2 bis 6 kg) aufwiesen und die meisten von ihnen sorglos ihren Studien obliegen konnten. Der Kostenaufwand für die Verpflegung und Erhaltung des Heimes betrug rund Kc 20.000.—, der zu gleichen Teilen von den Logen „Bohemia" und „Praga" getragen wurde. Auch heuer wieder hat sich Br. Max Mandl um die klaglose Leitung des Heimes durch nahezu tägliche Inspektion und Fürsorge besonders verdient gemacht. Aus Zeitschrift und Zeitung. Hamenora (1925, Nr. 8). Im Leitartikel referiert der Großsekretär des XI. Distriktes, Br. Dr. Y. B e h a r, über den Verlauf der Beratung der Vertreter der europäischen Großlogen behufs Schaffung einer Arbeitsgemeinschaft. — Der sachliche Inhalt deckt sich im wesentlichen mit unserem Referate im Oktoberhefte. Besonders begeisterte Worte findet der Referent für die von den drei Prager Logen veranstaltete Festsitzung und den anschließenden Rout. Bei Besprechung der Beratungen betont er, daß die abgehaltene Konferenz einen wichtigen Abschnitt im Leben der europäischen Großlogen darstelle, indem alle Teilnehmer der Überzeugung Ausdruck gegeben haben, es sei nötig, alle gemeinsamen Fragen in brüderlicher Weise einheitlich zu regeln. Br. Dr. Behar dankt herzlichst für die Gastfreundschaft und Liebenswürdigkeit, die er erfahren, und feiert sodann Prag als bedeutungsvolle Stadt für die Geschichte des Judentums, als Hauptstadt der Cechoslovakisehen Republik, und schließt mit Worten der Bewunderung für das Werk des Präsidenten T. G. Masaryk „Die Weltrevolution" mit dem Zitate des der Lehre des Hus und der böhmischen Brüder entnommenen Wahlspruches von der anzustrebenden harmonischen Vereinigung der Liebe zu seinem Volke mit der Liebe zur Menschheit. Ein weiterer Artikel. ..Die Juden und der Bolschewismus", bekämpft an der Hand statistischer Daten die Anschauung, als bildeten die Juden den Grundstock der bolschewistischen Bewegung. Die Aufzählung einer Anzahl hervorragender jüdischer Namen, welche im antibolschewistischen Lager stehen und gegen den Bolschewismus propagatorisch tätig sind, soll diese Behauptung erhärten. Weitere bemerkenswerte Aufsätze sind: Der Kongreß der Sefardim in Wien, das polnisch - jüdische Abkommen, die Neger und die Juden, eine interessante Artikelserie über das Judentum in Mesopotamien, endlich ein Artikel, welcher die jüdische Abkunft von Christoph Kolumbus nachweisen will. Von den Illustrationen sei ein Gruppenbild der Brüder der Loge „Yeshura" in Aleppo hervorgehoben. —er. B'nai B'rith Magazine. Die Septembernummer berichtet zunächst über einige interne Logen-Angelegenheiten. Da der Ordenssitz nach dem Wohnorte des gegenwärtigen Ordenspräsidenten Alfred M. Cohen, das ist nach C i n c i n n a t i verlegt wurde, hat sich ein Wechsel in der Person des Ordenssekretärs als notwendig erwiesen. In einem längeren Artikel berichtet Br. Rabbi Martin Z i e 1 o n k a über die Eindrücke während seiner offiziellen Inspektionsreise in Mexiko. Noch immer beträgt die Anzahl der jüdi-