B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 9 (11.1925)
- Date
- 1925-11-01
- Page
- Seite 246 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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246 Lee J. Levinger wurde zum Direktor bestellt; es wurde ein Haus gemietet, in dem Räume für Kurse und Unterhaltungszwecke zur Verfügung stehen. Die Zahl der interessierten Studenten wird auf 600 geschätzt. B'nai B'rith-Magazine. Ordenspräsident Cohen kündigt die Ausgestaltung der Zeitschrift an. Erdbeben in Santa Barbara. Br. Richard E. G u s t a d t, Distrikt IV, erlangte von dem Exekutivkomitee die Beistellung von Mitteln für die Betroffenen. Dieselben wurden nur als rückzahlbare Darlehen und nicht als Zuwendungen angenommen. Aus der Großloge VIII (Deutschland). Erteilung von Freibriefen: Für die Gründung von Logen in Bochum und Plauen wurden Freibriefe erteilt. — Spenden für geistige Arbeiter: In den Protokollen des Geschäftsausschusses und den Monatsberichten sollen die Brüder aufgefordert werden, gelegentlich Spenden an die Großloge für die Schaffung eines Fonds geistiger Arbeiter abzuführen, bei denen gegenwärtig eine wirtschaftliche Notlage vorliegt. — Künstlerischer Wettbewerb: Über Vorschlag des Kunstausschusses der Großloge wurde beschlossen, einen Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen einer symbolisierenden Darstellung des Logengedankens auszuschreiben. Gesellige Zusammenkünfte in Marienbad. Während der Kursaison 1925 fanden vom 29. Mai angefangen Zusammenkünfte der zur Kur anwesenden Brüder gemeinschaftlich mit den ortsansässigen statt. Zumeist war der Saal im Hotel „Walhalla" zu klein, um alle Erschienenen zu fassen. Die Abende gewannen dadurch an Wert, daß verschiedene Führer des deutsehen Distriktes während der Dauer ihrer Kuranwesenheit regelmäßige Teilnehmer waren. Insbesondere haben sich um das Gelingen der Abende die Brüder Ehrengroßpräsident geheimer Justizrat Berthold Timendorfer, Vizegroßpräsident Maximilian Stein und Vizegroßpräsident Dr. Max Jesselsohn des deutschen Distriktes, sowie Großpräsident Dr. Niemirower aus Bukarest, Prof. Simonson aus Kopenhagen und Expr. Dr. Seligsohn aus Berlin verdient gemacht. Von den bei diesen Abenden gehaltenen Vorträgen seien angeführt: Ehrengroßpräsident Timendorfer: „Referat über die Ausgestaltung der Marienbader Abende", und „Briefe des Dichters Berthold Auerbach aus Marienbad", Vizegroßpräsident Dr. Jesselsohn (Mannheim): „Die Aufgabe der Logen", Vizegroßpräsident Maximilian Stein: „Jüdisches Schrifttum" und „Affenprozeß", Großpräsident Dr. Niemirower (Bukarest): „Über die Juden in Rumänien" und „Über Zionismus", Mathias Pulverm a c h e r (Chemnitz): „Über das Zusammenwirken aller Faktoren zur Hebung des geistigen Niveaus der Juden", Expr. Münz (Nürnberg): „Über die letzte Großlogensitzung in Berlin", Expr. M o s a u e r (Karlsbad): „Referat über die Logentätigkeit in Karlsbad", Expr.- Dr. Seligsohn (Berlin) über „Wohltun", Schwester Mina Schwarz (Berlin) übe*r „Schwesternaufgaben", Expr. Dr. S e 1 i g s o h n (Berlin): „Die Reise, des Großpräsidenten Baeck nach Amerika", „Das Geheimnis in den Logen" und „Die Erziehung der Juden zum Ordensgedanken", Br. Dr. P o 11 e n z (Brünn): „Zionistischer Kongreß vom deutsch-fortschrittlichen Standpunkte betrachtet", Br. Obermedizinalrat Expr. Dr. Laub (Wien) über „Judenfeindliche Bestrebungen aus Anlaß des Zionistenkongresses in Wien". Br. Dr. Grünwald: „Die hygienische Ausstellung in Düsseldorf und die jüdische Abteilung daselbst", Frau Präs. Gutmann (Breslau) über die „Tätigkeit der Lessingloge in der Blindensorge und Hilfeleistung an verschämte Arme", Dr. Diamant über die „Deutsche Kinderaktion in Marienbad im Vorjahre", Br. Sigmund Schneider (Marienbad) über die „Bildung des Charakters", Dr. Josef Steiner (Marienbad): „Anteil der Juden an der deutschen Literatur in Böhmen" usw. An die Vorträge schlössen sich in der Regel gesellige Veranstaltungen; überdies wurden häufig gemeinsame Ausflüge veranstaltet. Die Logenabende waren im Ganzen von etwa 2000 Personen besucht. Es beteiligten sich: aus dem cechoslovakischen Distrikte 60, aus dem deutschen 382, aus dem österreichischen 17, aus dem polnischen 7, aus dem rumänischen 3, aus der Schweiz und Dänemark 5, aus der Türkei 1, aus Amerika 2 Brüder, insgesamt 477 Brüder. Dr. Steiner, Marienbad.