B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 9 (11.1925)
- Date
- 1925-11-01
- Page
- Seite 235 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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235 rechtes, über den die Br. Lisser, Hamburg, und Merzbach, Frankfurt, referierten, sei erwähnt, daß dieser Antrag enge Beziehungen zu jenem Standpunkte aufweist, den Br. Dr. Arnold Pollak unserer w. „Praga" bei der seinerzeitigen Behandlung der Frage über die Grad-Loge vertrat und es sei eben darum im Zusammenhange mit diesem Berichte der Wunsch ausgesprochen, daß die Frage in unserer Monatsschrift nochmals zur Diskussion gestellt werde. Wir sind im Streben nach allzuweit gehender, falsch verstandener Demokratie zu sehr auf den Gleichheitsstandpunkt eingestellt, ein Ziel, das sicherlich wünschenswert wäre, das aber dadurch in die Ferne gerückt wird, weil sich viele Teile des Ordens außerhalb des Gleichheitszeichens stellen und dadurch die Behandlung von gleich und gleich unmöglich machen. Es ist begreiflich, daß eine solche Ungleichheit schon an sich bei neueintretenden Brüdern gegeben ist; sie ist vielfach auch bei längerer Ordenszngehörigkeit verständlich, wenn auch nicht immer verzeihlich, aber die Tatsache allein stellt naturgemäß solche Forderungen auf, wie sie in den erwähnten Anträgen zum Ausdrucke kamen. Die Erfahrungen der deutschen Großloge sind dieselben treibenden Momente, wie sie die Anregungen Br. Pollaks fundierten. Der Antrag der deutschen Reichsloge wurde an einen bestehenden Ausschuß verwiesen, der sich ernstlich mit dieser Frage und mit allfälligen, dadurch notwendigen 'Statutenänderungen, bzw. Änderungen der Geschäftsordnung befassen wird. Im Rahmen dieser Diskussionen wurden auch Fragen über große und kleine Logen, über die Stellung von Aufgaben und Themen der Großloge für die einzelnen Logen, über die Ar.- der Veranstaltungen bei Logenfesten, über Frauenlogen, über die Arbeitsgemeinschaft der europäischen Distrikte, Studentenfürsorge und viel \i andere behandelt, das uns ja nicht fremd ist und sowohl nach Inhalt, ais auch nach Form Verhandlungsgegenstand unseres Distriktes bildete. Die Verhandlungen begannen um neun Uhr morgens, wurden für eine einstündige Mittagspause unterbrochen und um sechs Uhr nachmittags vom s. w. Großpräsidenten geschlossen. —n. Salomon Ehrmann: Böhmische Dorfjuden. Erinnerungen aus früher Jugend. (Fortsetzung.) Andere traten als Wanderkrämer auf, meist handelten sie mit Kurzware, billigen Bändern, Zwirn, Nadeln, Borten u. dgl. Sie führten häufig, nach dem vulgär tschechischen Worte „pentle" das Band, den Namen Pentlarz. Eine schon sehr reich gewordene Bruderfamilie in Amerika, Angehörige unseres verstorbenen Br. Winterberg, anglisierte diesen Namen und heißt jetzt P e n 11 a r <g e. So äußert sich in veränderter Form der Rest des böhmischen Dorfmilieus in der angesehenen amerikanischen Judenheit.