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B'nai B'rith · 1925-10-01 · 8 (10.1925) · p. Seite 226

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
4 (1925)
Issue
8 (10.1925)
Date
1925-10-01
Page
Seite 226 (sequence 10)
Language
German
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226 beamte, Politiker, Erziehungsanstalten, öffentliche Bibliotheken usw. zur Versendung gebracht. Mit Genugtuung werden anerkennende Urteile von nichtjüdischer Seite, die nicht selten von Geistlichen herrühren, veröffentlicht. Von Ordensangelegenheiten nimmt den größten Teil die Besprechung der Konventionsgroßlogentagung in Atlantic-City ein, bei der Br. Adolf Kraus nach langjähriger, aufopfernder Tätigkeit sein Amt als Großpräsident an Br. Alfred M. Cohen, Cincinnati, übergab. Es sei hier erwähnt, daß Br. Adolf Kraus sein Memoirenwerk „Reminiscences and Comments", das ursprünglich als Privatdruck erschienen war, für den Buchhandel freigegeben hat. Der Reinertrag ist zur Hälfte für ein Krankenhaus, zur anderen Hälfte für die jüdische Universität in Jerusalem gewidmet. Bei der Ordenstagung wurde der Beschluß gefaßt, bei allen jüdischen Angelegenheiten nicht nur mitzuarbeiten, sondern auch die führende Stellung anzustreben, wie sie einem Orden von nahezu achtzigtausend Mitgliedern gebührt. Ein wichtiges Mittel, um unter der jüdischen Jugend künftige Führer heranzuziehen, erblickt die Ordensleitung in den B'nai B'rith Hillel Foundations. Es sind dies Gründungen des Ordens, die mit der bekannten YMCA eine gewisse Ähnlichkeit besitzen. Für die jüdische studierende Jugend werden an den amerikanischen Universitäten Heime ins Leben gerufen, welche einen geselligen Zusammenschluß ermöglichen, Bibliotheken und Vortragsräume besitzen und eine vertrautere Fühlungnahme mit dem jüdischen Leben anbahnen und vertiefen wollen. Die erste Institution dieser Art an der Universität Illinois blickt bereits auf eine längere Tätigkeitsdauer zurück, die zweite Stätte in Wisconsin ist noch kein Jahr alt, eine dritte in Ohio in Gründung begriffen. Oskar Leonhard würdigt in einem Artikel ,.Ein Heim für die Seele" die. Bedeutung dieser Gründung und deren spiritus rector Benjamin Fiankl. — Verschiedene Artikel der Zeitschrift befassen sich mit der ..GoodwüT'-Bewegung. welche sich die kulturelle und ethische Zusammenarbeit jüdischer und christlicher Wohlfahrtsvereinigungen zum Ziele setzt. Der Sekretär dieser Bewegung, Rev. John W. Herring, dessen Namen wir in der Zeitschrift wiederholt begegnen, hat der Konventionsgroßloge einen offiziellen Bericht erstattet und die Gründung eines Institutes in Washington beantragt, das dem Studium des Problemes der sozialen Gerechtigkeit dienen soll. Dem Judentum gegenüber vertritt dieser Geistliche den Standpunkt „Nicht Toleranz, sondern Kameradschaft". — Eine Tat praktischer Hilfsarbeit hat der Orden durch die Gründung eines Mexiko-Bureaus geleistet. Da die Einwanderungs-Bill die Tore der Vereinigten Staaten verschlossen hat, ergießt sich ein Teil des jüdischen Flüchtlingsstromes nach Mexiko. Die Zahl der Einwanderer beträgt ca. 400 im Monat. Der mexikanische Präsident Diaz verspricht sich von der jüdischen Einwanderung eine Hebung des Geschäftslebens. Ein Teil der Einwanderer sucht allerdings, von der jüdischen Sehnsucht „zurück zur Scholle" ergriffen, Betätigung auf landwirtschaftlichem Gebiet, wofür in Mexiko weder Bedarf, noch günstige Vorbedingungen eines Erfolges gegeben erscheinen. Der Vizepräsident des VII. Distriktes, Br. Rabb. Martin Zielonka (El Paso, Texas), ist Obmann des Mexiko-Komitees und. hat als solcher die manchmal undankbare Aufgabe zu erfüllen, den Einwanderern den Zwang der Verhältnisse begreiflich zu machen. Der Orden ist den Einwanderern behilflich, sich bescheidene Existenzen in Handel und Industrie zu gründen, sich die Landessprache anzueignen und sich den neuen Lebensbedingungen anzupassen. Von einer Einwanderung nach Mexiko in größerem Umfange wird abgeraten. •— Daß in Kreisen des Ordens die Heranbildung jüdischer Landwirte und Handwerker höher gewertet wird, als die notgedrungene Aktion in Mexiko, beweisen die zahlreichen Zuwendungen oft bedeutender Beträge an die ,,0 r t"-Bewesrung. Eines def Hefte enthält den Bericht David A. Browns, der im Auftrage des Joint Distribution Committee die Ukraina und die Krim bereist hat. 4000 Familien sind nach ihm bereits in den Gebieten angesiedelt, welche die Sowjet-Regierune' für jüdische Kolonisten zur Verfüsfuns: gestellt hat. Das Joint Distribution Committee plant die An-

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