B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 5 (5.1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- Seite 139 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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139 habe, wo alle Parteien einträchtig im Sinne des Programmes der Zentrale arbeiten. Er befürwortet den Referentenantrag. Br. Dr. F e i t h (Moravia) erörtert in großzügiger Weise das Problem der Zentralisierung der Fürsorge, zählt jene Zweige der Fürsorgetätigkeit auf, welche aus dem Tätigkeitsbetriebe der Zentrale auszuscheiden wären (Studentenfürsorge, Einzelfürsorge), und weist die Wege, welche zur Realisierung des Programmes führen. Er will die Logen imperativ zur Mitarbeit für die Fürsorgezentrale herangezogen sehen. Br. Dr. Hilf (Ostravia) erörtert die eigenen Leistungen und jene der von ihm geleiteten Organisationen auf dem Gebiete der sozialen Fürsorge. Br. Großpräsident übernimmt wieder den Vorsitz. Der Referent weist darauf hin, daß gegenwärtig bereits zahlreiche der beanständeten Mängel behoben seien oder daß an deren Behebung gearbeitet werde. Die Diskussion habe gezeigt, daß noch große Aufklärungsarbeit zu leisten sei, ehe alle sozialen Arbeiter die Intentionen der Fürsorgezentrale erfassen werden. Der Antrag des Referenten wird sodann angenommen. Zu Punkt 14 weist Br. Großschatzmeister darauf hin, daß die Propagandafonde nahezu erschöpft seien, daß aber andererseits der Großloge große Propagandaauf gaben harren. Er beantragt zu diesem Zwecke die Einhebung einer einmaligen Kopfsteuer von Kc 50.—, welche bis Ende des nächsten Jahres abzuführen wäre. Das Erträgnis dieser Kopfsteuer soll zu 2/3 dem Dr. Hammerschlag- und zu 1/3 dem Dr. Blochfonde zugewendet werden. Der Antrag wird nach erläuternden Bemerkungen des Br. Dr. Heller (Bohemia) und des Vorsitzenden angenommen. Zu Punkt 15 berichtet Br. Großschatzmeister Glaser bezüglich der Liquidierung der amerikanischen Aktion für die Einlösung der Kriegsanleihe unserer Witwen und Waisen. Die Aktion ist nunmehr vollständig abgeschlossen und die sämtlichen 5 3^%igen Staatsschuld- Verschreibungen sind hinterlegt. Es wird nunmehr an die Ordensleitung die Mitteilung davon gemacht und derselben überlassen werden, werden, ob die Staatsschuldverschreibungen oder der Betrag von $ 5000.— rückgestellt werden soll. Zu Punkt 16 berichtet Br. Expräsident Dr. Hütt er (Union) über den Antrag der Loge „Freundschaft", es möge beim nächsten Brudertag darüber beraten werden, welche Abwehrmaßnahmen gegen den Antisemitismus zu unternehmen wären, insbesondere soweit er das geistige Leben der Juden tangiert. Die Sache erfordert nach der Anschauung des Referenten eine Diskussion von zwei Gesichtspunkten. a) Soll die Großloge in der Frage des Antisemitismus positiv hervortreten, oder es der privaten Beteiligung der Brüder überlassen, oder b) ist der Brudertag in Karlsbad der entsprechende Ort zur Diskussion dieser Frage? Bei beiden Punkten kommt der Referent zu einem negativen Ergebnisse; bezüglich des ersten Punktes, weil hiedurch die Großloge in das Gebiet der Politik geriete, was vermieden werden muß; bezüglich des zweiten Punktes, weil nicht zu gewärtigen sei, daß bei der Art der