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B'nai B'rith · 1925-05-01 · 5 (5.1925) · p. Seite 136

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
4 (1925)
Issue
5 (5.1925)
Date
1925-05-01
Page
Seite 136 (sequence 16)
Language
German
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136 Über Antrag des Br. Dr. S c h 1 e i ß n e r (Bohemia) wird über die einzelnen Punkte gesondert abgestimmt. Nach einem Resümee des Br. Großpräsidenten werden die einzelnen Punkte teils einstimmig, teils mit Stimmenmehrheit angenommen. Nach einer einstündigen Mittagspause stellt Br. Dr. Z i e g 1 e r (Karlsbad) einen Reassumierungsantrag zu Punkt 13 der Tagesordnung. Der Vorsitzende weist darauf hin, daß dieser Fall in der Geschäftsordnung nicht vorgesehen sei. Br. Dr. S c h 1 e i ß n e r. (Bohemia) ist der Anschauung, daß eine Reassumierung nicht möglich sei, daß jedoch nach Analogie der für die Logen gültigen Grundsätze dem Großpräsidenten das Recht zustehen müsse, die Durchführung eines gefaßten Beschlusses zu sistieren. Für die Reassumierung sprechen die Br. Dr. B i e h a 1 (Bohemia), Dr. Groß (Humanitas), Prof. Dr. Starkenstein (Bohemia), der die Statuierung einer Zweidrittel-Mehrheit für gewisse Beschlüsse in der Geschäftsordnung vermißt, Ing. Teltscher (Philanthropia), Dr. G i n t z (Bohemia), König (Allianz), welcher auf die besonderen Verhältnisse in den Provinzlogen hinweist, Weiß (Praga), Dr. Kornfeld (Freundschaft), dagegen Dr. Heller (Bohemia), Dr. P o 11 a k (Praga), Dr. Schleißner (Bohemia), Dr. Haas (Bohemia), Br. Dr. H u 11 e r (Union) wünscht, die Großloge möge beschließen, daß stante concluso die Durchführung auf ein Jahr hinausgeschoben werde, um den Logen Gelegenheit zu geben, zur Sache Stellung zu nehmen. Br. Großpräsident erklärt, daß er in Anlehnung an die Auslegung des Br. Dr. Schleißner unter Aufrechterhaltung des Beschlusses denselben vorläufig nicht in Kraft setze. Spätestens vier Wochen vor dem nächsten Generalkomitee mögen die Logen ihre Stellungnahme zu dieser Frage bekannt geben. Der s. w. Großpräsident bittet um die Ermächtigung, in dringlichen Fällen die gefaßten Beschlüsse in Kraft treten lassen zu dürfen. Die Zustimmung wird erteilt, Zu Punkt 12 führt der Referent Br. Großsekretär aus: „Das Referat über die Zukunft der Fürsorgezentrale hat sich hauptsächlich mit zwei Gesichtspunkten zu befassen, einmal mit der Frage der Bedeutung der Fürsorgezentrale, und diese ist hier bereits öfters erörtert und auch bei der Besprechung des Generalberichtes von Br. Expräs. Dr. Feith beleuchtet worden, ferner aber auch mit der Frage, warum die Fürsorgezentrale dermalen noch immer nicht alle Hoffnungen erfüllen konnte, die man in sie gesetzt hat. Die Gründe liegen hierfür teilweise in der Vergangenheit, teils in der Gegenwart, Die Fürsorgezentrale kam mit einem zu großen Kopfe zur Welt, man hat zuviel hineingelegt, sie aber auch dadurch belastet, daß sie die Aufgaben einer amerikanischen Institution übernehmen mußte, die mit ganz anderen Mitteln zu arbeiten in der Lage war. Die Überführung aus amerikanischen in unsere Verhältnisse hat viel Kraft, Zeit und Geld in Anspruch genommen. Ein weiterer Hemmungsgrund lag darin, daß man bei der Zusammensetzung des Ausschusses nur nach Parteien vorging und es unterließ, Persönlichkeiten von Rang und Namen für die junge Organisation zu interessieren. Dies wäre neben einer

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