B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 5 (5.1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- Seite 135 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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135 Vereine beziehen. Er beantragt eine entsprechende Umformulierung des Vorschlages der Loge „Praga". Über Antrag des Br. Ing. Teltscher (Philanthropia) wird die Redezeit auf drei Minuten beschränkt. Br. Dir. L e d e r e r (Union) ist gegen jede weitgehende Regelung und verlangt nur eine Rücksprache mit dem Präsidenten, wenn ein Bruder zu einer anderen Vereinigung übertritt und mit dem Anmelder im umgekehrten Falle. Br. Dr. B i e h a 1 (Bohemia) beantragt unter Hinweis auf die Gefahr für die Propaganda unseres Ordens, die er in dem Antrag erblickt, Übergang zur Tagesordnung. — Wird abgelehnt. Br. Kornfeld (Praga) ist für den Antrag, weil unsere Logen für ethische Bestrebungen jedem Bruder genug Raum bieten. Br. Dir. Freund beantragt Schluß der Rednerliste. Angenommen. Br. Dr. Polacek (Freundschaft) bemängelt, daß von so wichtigen Anträgen die Logen nicht früher verständigt wurden und beantragt die Vertagung bis nach dem Einlangen der Gutachten der Logen. Der Antrag wird nach einigen aufklärenden Bemerkungen des Vorsitzenden abgelehnt. Br. Dr. Z i e g 1 e r (Karlsbad) bringt Bedenken gegen den Antrag vor. Br. Dr. F e i t h (Moravia) erklärt den vorliegenden Antrag für reaktionär; er vertritt die Anschauung, daß entweder ein Bruder keinem zweiten Bunde angehören dürfe, oder daß zwischen den einzelnen Vereinen ähnlicher Tendenz kein Unterschied gemacht werden dürfe. Br. Dr. Schulz (Moravia) spricht in ähnlichem Sinne. Br. Gold (Silesia) ist im Hinblick auf die Gefahren, die der jetzige Zustand für einzelne Logen in sich birgt, für eine rigorose Regelung. Br. Dr. Lasch (Praga) wünscht die im Antrage dem s. w. Großpräsidenten vorbehaltene Entscheidung auf das Generalkomitee übertragen zu sehen. Br. Dir. König (Allianz) spricht für die Freizügigkeit und stellt einen Abänderungsantrag, der dahin abzielt, die volle Arbeitskraft eines Bruders der Loge zu erhalten. Br. Dr. Groß (Humanitas) erblickt in dem Antrage einen Eingriff in die Konstitution. Wenn einzelne Logen sich nur durch solche Zwangsmittel erhalten können, seien sie nicht lebensfähig. Er erneuert den Antrag, die Beschlußfassung bis nach Anhörung der Logen zu vertagen. Der Vorsitzende erklärt, diesen Antrag, der bereits einmal abgelehnt wurde, nicht zur Abstimmung bringen zu können. Br. Dr. Wi n t e r n i t z (Philanthropia) tritt für individuelle Behandlung jedes Falles ein. Nur wenn erkannt wird, daß die Arbeitskraft eines Bruders nicht für zwei oder mehrere Vereine ausreiche oder daß materielle Beweggründe vorliegen, solle eingeschritten werden. Der Referent Br. Dr. Heller (Bohemia) weist auf die dem Antrage zugrunde liegenden Motive, die Wahrung des Prestiges des Ordens und die einheitliche straffe Regulierung, hin. Der Korreferent Br. Dr. Wolf (Silesia) begründet nochmals seinen abweichenden Standpunkt.