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B'nai B'rith · 1925-05-01 · 5 (5.1925) · p. Seite 134

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
4 (1925)
Issue
5 (5.1925)
Date
1925-05-01
Page
Seite 134 (sequence 14)
Language
German
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134 Sodann wird Punkt 18 in Verhandlung gezogen. Br. Dr. Freund (Praga) referiert: Die Loge Karlsbad hat den Antrag gestellt, unsere Großloge möge im Verein mit den befreundeten Distrikten an die Großloge in Jerusalem herantreten, daß von dieser Stelle regelmäßige Berichterstattungen über den jeweiligen wirtschaftlichen und kulturellen Stand der gemeinnützigen Institutionen in Palästina hrausgegeben werden mit der Anregung auf allfällige Beteiligung der Ordensdistrikte. Diese Mitteilungen wären an die einzelnen Distriktslogen weiter zu geben. Referent erörtert unter Betonung seiner persönlichen werktätigen Sympathien für das Palästinawerk die Bedenken, welche gegen den Antrag der Loge „Karlsbad'' sprechen. Der Antrag beinhalte eine Gefährdung der organisierten Palästinaarbeit und eine Überschreitung des Wirkungskreises unserer Großloge sowohl gegenüber der Palästinaloge als auch gegenüber dem Exekutivkomitee. Um eine einheitliche von gegenseitigem Verständnis getragene Arbeit aller Richtungen der Juden vorzubereiten, beantragt er Übergang zur Tagesordnung. Korreferent Br. Dr. Fuchs (Ostravia) unterstützt den Antrag des Referenten formell aus den Gründen, weil diese Angelegenheit als politische aus dem Erörterungsbereiche der Großloge ausgeschaltet werden müsse, ferner weil hiezu die Großloge die Zustimmung der Ordensleitung haben müßte, materiell aus dem Grunde, weil eine bloße Mitteilung belanglos wäre und eine finanzielle Beihilfe Mittel erfordern würde, denen die Logen nicht gewachsen seien. Die Großloge geht sodann zur Tagesordnung über und es wird nach einigen aufklärenden Bemerkungen des Br. Dr. Ziegler und des Vorsitzenden der Punkt 13 in Verhandlung gezogen. Referent ist Br. Dr. Heller (Bohemia). Die Loge „Praga" hat eine Reihe von Anträgen gestellt, welche den Zweck haben sollen, das Verhältnis zwischen den Logen und den Vereinigungen ähnlicher Tendenz nach der Richtung des Übertrittes und der gleichzeitigen Zugehörigkeit zu regeln. Der Antrag umfaßt zwei Gruppen von Vereinen, interstaatliche und solche, die nur auf dem Boden unserer Republik arbeiten. Der Antrag erscheint durch Vorkommnisse in einzelnen Provinzlogen begründet, die geeignet sind, das Ansehen unseres Ordens zu gefährden oder im Logenbetriebe ansehnliche Schwierigkeiten hervorrufen. Referent erweitert den Antrag der Loge ..Praga", welche im Verhältnisse zu den Vereinen der zweitgenannten Gruppe nur den Eintritt eines Bruders unseres Distriktes in einem dieser Vereine behandelt, auch nach der umgekehrten Richtung hin. Er empfiehlt die Anträge der Loge „Praga" zur Annahme. Korreferent Dr. Wolf (Silesia) erklärt, dem Antrage der „Praga" skeptisch gegenüber zu stehen, da er gegen jede Freiheitsbeschränkung sei und die Anschauung vertrete, es wäre nur zu begrüßen, wenn sich unsere Brüder auch in interkonfessionellen Vereinen betätigen, da auf diese Weise manche Vorurteile zerstört werden könnten. Er könne sich im Hinblick auf gewisse Vorkommnisse mit Beschränkungen nur insoweit einverstanden erklären, als sie sich lediglich auf jüdische

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